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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 11.08.2016

Berlin, Stadt der Frauen - Siebenter Gender Datenreport im August 2016 erschienen
AVIVA-Redaktion

Trotz Verbesserung im Einkommen sind Frauen besonders prĂ€karisiert: unter den Alleinerziehenden sind Frauen in der ĂŒberwĂ€ltigenden Mehrheit und besonders von Armut bedroht. Trotz verbesserter Bildungschancen stehen ihnen nicht alle Karrierewege frei – die glĂ€serne Decke wirkt nach wie vor.



Der Gender Datenreport enthĂ€lt Daten der amtlichen Statistik mit besonderer Bedeutung fĂŒr die soziale und wirtschaftliche Gleichstellung von Frauen und MĂ€nnern und ist somit eine wichtige Grundlage fĂŒr die Gleichstellungspolitik des Landes Berlin. Der Report wird von der Senatsverwaltung fĂŒr Arbeit, Integration und Frauen in Zusammenarbeit mit dem Amt fĂŒr Statistik Berlin-Brandenburg jĂ€hrlich veröffentlicht und ermöglicht damit auch lĂ€ngerfristige Vergleiche zu gleichstellungspolitischen Rahmenbedingungen und Entwicklungen.

Neben Angaben zur Entwicklung der Berliner Bevölkerung werden die Themenbereiche Bildung, ErwerbstĂ€tigkeit, Einkommen, Lebensunterhalt, Gesundheit und politische Partizipation fĂŒr beide Geschlechter ausgewertet.

Einige Schlaglichter aus dem Inhalt:

  • Demografie: Ehe und Familie sind nach wie vor bedeutende Formen des Zusammenlebens. Neben die traditionelle Ehe mit Kindern sind jedoch in vergleichbar großer Zahl unverheiratete bzw. alleinerziehende Eltern getreten.
  • Bildung: Junge Frauen sind heute in Schulen und Hochschulen bereits erfolgreicher als ihre mĂ€nnlichen MitschĂŒler und Studenten. Bei Berufs- und Studienfachwahl bleiben vielfach noch alte Rollenvorstellungen lebendig.
  • Erwerbsleben: Die Erwerbsorientierung von Frauen, auch mit Kindern, ist hoch. Die ArbeitsverhĂ€ltnisse sind jedoch hĂ€ufiger als bei MĂ€nnern durch Teilzeit, geringere Aufstiegschancen und prekĂ€re BeschĂ€ftigung geprĂ€gt.
  • Einkommen: Frauen sind zunehmend ökonomisch selbstĂ€ndig, allerdings im Durchschnitt mit deutlich geringerem Einkommen als MĂ€nner. Teilzeitarbeit, die "glĂ€serne Decke" sowie höhere Einkommen in "MĂ€nnerbranchen" sind die Ursache.
  • Gesundheit:: Frauen haben eine höhere Lebenserwartung als MĂ€nner. Unterschiede in den LebensumstĂ€nden, dem persönlichen Lebensstil sowie im Gesundheitsverhalten spielen eine wichtige Rolle.
  • Politische Partizipation: In der Politik sind Frauen von der Gleichstellung noch weit entfernt. Sie gewinnen aber zunehmend Einfluss in Parlamenten, Ministerien sowie in Spitzenpositionen von Politik und Parteien.

    Hohes Armutsrisiko bei alleinerziehenden MĂŒttern

    Vater, Mutter, Kind - das traditionelle Familienmodell ist in Berlin weiter auf dem RĂŒckzug. Mittlerweile sind die Eltern von 48 Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Berlin nicht verheiratet. Ein Drittel der Eltern ist alleinerziehend. Diese wiederum sind fast ausschließlich - nĂ€mlich zu 90 Prozent - Frauen.

    Dazu erklĂ€rt Berlins Senatorin fĂŒr Arbeit, Integration und Frauen Dilek Kolat: "Berlin, Stadt der Frauen – das ist Anspruch und Wirklichkeit zugleich. Frauen sind hier öfter erwerbstĂ€tig und hĂ€ufiger in FĂŒhrungspositionen als im Durchschnitt Deutschlands. Aber bis zur vollstĂ€ndigen Gleichberechtigung und Teilhabe ist noch ein weiter Weg zu gehen."

    Frauen leiden unter Doppelbelastung

    Als Beispiel nennt Kolat alleinerziehende Frauen: "Sie mĂŒssen den Familienalltag alleine meistern und sind vielfach einem höheren Armutsrisiko ausgesetzt. Der Senat hat deshalb vor Kurzem ein Maßnahmenkonzept zur Verbesserung der Situation Alleinerziehender verabschiedet und zusĂ€tzliche Mittel insbesondere fĂŒr mehr ökonomische StabilitĂ€t durch finanzielle Entlastung und besseren Zugang zu existenzsichernder ErwerbstĂ€tigkeit bereit gestellt."

    Mehr Frauen an der Hochschule

    Es gibt aber auch positive Entwicklungen im aktuellen Gender Datenreport. So haben mittlerweile mehr Frauen als MĂ€nner die allgemeine Hochschulreife (47 Prozent zu 44 Prozent) oder einen Hochschulabschluss (31 Prozent zu 30 Prozent). Deutlich ist der Vorsprung in der Altersgruppe der 25- bis 35-jĂ€hrigen. Hier haben 38 Prozent einen Hochschulabschluss gegenĂŒber nur 30 Prozent der gleichaltrigen MĂ€nner.
    Im Erwerbsleben fassten Frauen nach der Rezession der 90er Jahre schneller wieder Fuß als MĂ€nner: Die ErwerbstĂ€tigenquote der Frauen hatte bereits 2014 das Ausgangsniveau ĂŒberschritten und stieg im vergangenen Jahr weiter auf 67 Prozent, MĂ€nner blieben mit einer Quote von 71 Prozent noch darunter.
    Allerdings verdienen Frauen im Durchschnitt immer noch weniger als MĂ€nner. So erzielten von allen ErwerbstĂ€tigen 24 Prozent der Frauen aber 35 Prozent der MĂ€nner Einkommen von ĂŒber 2.000 Euro monatlich. Bei den abhĂ€ngig BeschĂ€ftigten ist die Differenz in den Monats- bzw. Jahreseinkommen mit fast 19 Prozent (2014) ebenfalls hoch. Allerdings war diese LĂŒcke im Jahr 2008 mit 26 Prozent noch viel grĂ¶ĂŸer und wird seitdem kleiner.

    Im Vergleich zum ersten Berlin Gender Datenreport von 2009 ist jedoch nur wenig VerĂ€nderung zu spĂŒren. Die Erwerbsbeteiligung der Frauen ist gestiegen, sowie der Erfolg in der Bildung und Ausbildung. Dennoch bleibt die Berufsauswahl nach wie vor geschlechterspezifisch geprĂ€gt. Die Einkommensdifferenz zwischen MĂ€nnern und Frauen hat sich zwar verbessert, jedoch ist die Diskrepanz nach wie vor gravierend. Der Gender Datenreport enthĂ€lt wichtige Hinweise auf die noch austehenden VerĂ€nderungen, die gesellschaftlich und politisch stattfinden mĂŒssen, um die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern zu erreichen.

    Den vollstÀndigen Gender Datenreport 2015 als PDF finden Sie unter:
    www.statistik-berlin-brandenburg.de

    Quelle: Senatsverwaltung fĂŒr Arbeit, Integration und Frauen / Amt fĂŒr Statistik Berlin-Brandenburg

    Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

    Gender Datenreport Berlin 2012 veröffentlicht
    Das Amt fĂŒr Statistik Berlin-Brandenburg legt die mittlerweile vierte Auflage des Berichtes vor. Anhand von Daten zu demografischen Entwicklungen, BildungsabschlĂŒssen, ErwerbstĂ€tigkeit, Einkommensunterschieden, politischer Teilhabe und Gewalterfahrungen aus ĂŒberwiegend amtlichen Statistiken werden darin die Lebenssituationen der Frauen und MĂ€nner in Berlin betrachtet und verglichen. (2013)

    Erster Berliner Gender Datenreport 2009 geht online
    Endlich ist statistisch bewiesen, was frau schon lange im Bewusstsein brodelt und eigentlich als Allgemeinplatz gilt: Berliner MĂ€dchen und Frauen, obgleich in der schulischen Laufbahn erfolgreicher als ihre mĂ€nnlichen Kollegen, sind in FĂŒhrungspositionen noch immer unterreprĂ€sentiert und auch einkommenstechnisch nicht nur in Berlin, sondern in allen BundeslĂ€ndern benachteiligt. (2010)

    Deutscher Frauenrat und Verband deutscher Unternehmerinnen organisieren internationalen Frauengipfel 2017 in Berlin
    Im Auftrag der Bundesregierung wird der Deutsche Frauenrat (DF) und der Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU) den W20-Dialog anlĂ€sslich der deutschen PrĂ€sidentschaft der G20 im Jahr 2017 durchfĂŒhren. (2016)

    DIW Managerinnen-Barometer 2016 - Frauenanteile in Spitzengremien großer Unternehmen steigen kaum
    Forscherinnen analysieren insgesamt ĂŒber 500 Unternehmen. Einige gehen mit gutem Beispiel voran, andere hinken umso stĂ€rker hinterher. Die große Mehrheit der unter die Frauenquote in AufsichtsrĂ€ten fallenden Unternehmen hat 30-Prozent-Schwelle noch nicht erreicht. (2016)

    Berlin ist ein Top-Standort fĂŒr Frauen in FĂŒhrungspositionen – Bilanz und Ausblick
    Mit der Kampagne "Unternehmen mit Frauen an die Spitze!" haben die Senatsverwaltung fĂŒr Arbeit, Integration und Frauen sowie die IHK Berlin im FrĂŒhjahr 2012 ein Zeichen gesetzt. Zahlreiche Berliner Unternehmen unterstĂŒtzen die Kampagne und haben die gemeinsame ErklĂ€rung unterzeichnet, die zum Inhalt hat, die Position von Frauen als FĂŒhrungskrĂ€fte zu stĂ€rken. (2015)

  • Women + Work Beitrag vom 11.08.2016 AVIVA-Redaktion 





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