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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 26.09.2016

Gedenktafel und Gedenkstein zur Erinnerung an Charlotte Wolff
AVIVA-Redaktion

Nachdem am 12. September 2016 die Berliner Gedenktafel an ihrem ehemaligen Wohnhaus Laubenheimer Stra├če 10 enth├╝llt wurde, l├Ądt der Freundinnenkreis, die Rememberries, zur Gedenkfeier der aus Nazideutschland gefl├╝chteten j├╝dischen Psychotherapeutin und Autorin am 8. Oktober 2016 ein.



Charlotte Wolff emigrierte 1933 von Berlin nach Paris und 1936 nach London, wo sie 1951 ihre psychotherapeutische Praxis er├Âffnete. Neben ihrer Autobiographie "Hindsight" ver├Âffentlichte sie zahlreiche Fachb├╝cher - u.a. "Psychologie der lesbischen Liebe" und "Bisexualit├Ąt".

Staatssekret├Ąr f├╝r Kulturelle Angelegenheiten, Tim Renner, enth├╝llte am Montag, 12. September 2016, um 16.00 Uhr am Haus Laubenheimer Stra├če 10 in Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf eine Gedenktafel zur Erinnerung an Charlotte Wolff.
Veranstalter war die Senatskulturverwaltung in Verbindung mit dem Aktiven Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V. Das Gru├čwort sprach Staatssekret├Ąr Tim Renner. Laudatorin war die Sozialwissenschaftlerin Prof. Dr. Sabine Kr├Âner.

Charlotte Wolff wurde am 30. September 1897 in Riesenburg, Westpreu├čen geboren und starb am 12. September 1986 in London. Sie studierte unter anderem in Berlin Philosophie und Medizin. Nach ihrem praktischen Jahr als ├ärztin am Rudolf-Virchow Krankenhaus setzte sie ihre ├Ąrztliche T├Ątigkeit als stellvertretende Direktorin an einer Klinik f├╝r Familienplanung-, Schwangerschaftsf├╝rsorge und Schwangerschaftsverh├╝tung der Allgemeinen Krankenkasse Berlin fort. Von den Nationalsozialisten als J├╝din verfolgt, konnte sie diese Position bald nicht mehr bekleiden, so dass sie bis zu ihrer endg├╝ltigen Entlassung 1933 in einem Institut f├╝r elektro-physikalische Therapie in Neuk├Âlln arbeitete.

Nach einer Festnahme durch die Politische Polizei im Mai 1933 floh sie nach Frankreich und emigrierte 1936 nach England, wo sie 1951 eine eigene Praxis er├Âffnete. In London ver├Âffentlichte sie vielbeachtete wissenschaftliche Studien ├╝ber eine psychologische Handlesemethode. Sp├Ąter fand sie Anerkennung f├╝r ihre Forschungen zur weiblichen Homosexualit├Ąt und zur Bisexualit├Ąt. 1978 reiste sie auf Einladung von Feministinnen erstmals wieder nach Berlin.

"Manch eine wird sich erinnern an uns, Sappho"

Gedenkstein f├╝r Charlotte Wolff

Der Freundinnenkreis, die Rememberries, l├Ądt zur Gedenkfeier ein:

"In ihrem 30. Todesjahr wollen wir der j├╝dischen lesbischen ├ärztin, Sexualforscherin, Handanalytikerin und Schriftstellerin, die 1936 von Berlin ├╝ber Frankreich nach England emigrierte, einen Gedenkstein auf dem Berliner Alten St.-Matth├Ąus-Kirchhof setzen. Und zwar in der N├Ąhe der Steine f├╝r Kitty Kuse, Gertrude Sandmann und Tamara Streck, mit denen sie sich bei ihren Besuchen Mitte der 1970er Jahre anfreundete. Eingeladen wurde sie zu Lesungen und Gespr├Ąchen vom damaligen Frauenbuchladen Labrys und dem Spinnboden Lesbenarchiv.

Dieses Jahr, in dem der Alte St.-Matth├Ąus-Kirchhof seinen 160. Geburtstag feiert, ist besonders den hier ruhenden Frauen gewidmet. Und wir, die rememberries, m├Âchten, dass auch zuk├╝nftig ihr lesbisch/feministisches Engagement und Wirken lebendig bleibt.

Im Rahmen einer Gedenkfeier soll der Stein in Kooperation mit der bezirklichen Frauenbeauftragten Ursula Hasecke enth├╝llt werden. Anschlie├čend wollen wir im Friedhofscaf├ę an Charlotte Wolff mit Filmausschnitten, kurzen Lesungen und Zeitzeuginnenberichten, die musikalisch begleitet sind, erinnern und uns austauschen. Beitr├Ąge sind willkommen!"

F├╝r den Gedenkstein bitten wir um eine Spende auf das Konto von Christiane von Lengerke: IBAN DE20 1005 0000 0920 1574 08 und BIC BELADEBEXXX

Zeit: Samstag, 8. Oktober 2016, 15 Uhr
Ort:
Alter St.-Matth├Ąus-Kirchhof, Gro├čg├Ârschenstr. 12-14, U/S-Bahn Yorkstr., Bus M19

die rememberries
Christiane von Lengerke, Gabriele Schilling, Traude B├╝hrmann

Weitere Infos: t_buehrmann@web.de

Im Hentrich & Hentrich Verlag ist eine Biographie von Claudia Rappold zu Charlotte Wolff erschienen: Unter dem Titel "Charlotte Wolff. Ärztin, Psychotherapeutin, Wissenschaftlerin und Schriftstellerin" schildert der in der Reihe "Jüdische Miniaturen" erschienene Band Details zu Charlotte Wolffs Leben und Wirken.
Mehr Informationen unter: www.hentrichhentrich.de


Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Sp├Ąte Liebe
Eine ungew├Âhnliche Liebesgeschichte zwischen Frauen. Die Neuauflage des bereits 1977 unter dem Titel Flickwerk erschienenen Romans von Charlotte Wolff. (2003)




Quellen: Senatskulturverwaltung, die rememberries, AVIVA-Berlin, Hentrich & Hentrich Verlag



Women + Work Beitrag vom 26.09.2016 AVIVA-Redaktion 





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