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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 01.10.2008

Die √Ąrztin Dr. Monika Hauser erh√§lt den Alternativen Nobelpreis 2008
Karolin Korthase

In diesem Jahr geht einer der vier alternativen Nobelpreise nach K√∂ln. Die 49-j√§hrige Gyn√§kologin erh√§lt den Award f√ľr ihr unerm√ľdliches Engagement f√ľr sexuell missbrauchte Frauen in Krisengebieten.



In der Begr√ľndung der Right Livelihood Award Stiftung (Schweden) hei√üt es: "Monika Hauser, Gr√ľnderin von "medica mondiale", wird ausgezeichnet f√ľr ihren unerm√ľdlichen Einsatz f√ľr Frauen, die in Krisenregionen schrecklichste sexualisierte Gewalt erfahren haben, und f√ľr ihren Kampf, ihnen gesellschaftliche Anerkennung und Entsch√§digung zu verschaffen."

Monika Hauser engagiert sich seit vielen Jahren f√ľr die Rechte und W√ľrde sexuell missbrauchter Frauen in Kriegs- und Krisengebieten. Als Schl√ľsselerlebnis bezeichnet sie die Lekt√ľre eines Artikels √ľber Massenvergewaltigungen w√§hrend des Bosnienkrieges. Aufger√ľttelt und zutiefst betroffen, machte sie sich 1992 auf den Weg nach Zentralbosnien um den Frauen vor Ort zu helfen. Die Stelle als Assistenz√§rztin hatte sie zuvor gek√ľndigt. Innerhalb von k√ľrzester Zeit gelang es der unerschrockenen und tatkr√§ftigen jungen Frau in Zenica das weltweit erste Therapiezentrum f√ľr kriegstraumatisierte Frauen mit dem Namen "medica Zenica" aufzubauen. Damit wurden die Grundfeste f√ľr die Hilfsorganisation "medica mondiale" gelegt, die inzwischen in neun L√§ndern t√§tig ist und von K√∂ln aus geleitet wird.

Ein besonderes Anliegen ist es ihr dabei nicht nur die physischen Leiden der Frauen zu mildern, sondern vor allem die psychischen. Denn, so hei√üt es in der Biographie von Chantal Louis "Monika Hauser. "Nicht aufh√∂ren anzufangen", die im Juni 2008 erschienen ist: "Ob eine Frau je wieder Zugang zu ihrem K√∂rper, ihrer Seele findet, h√§ngt von der Hilfe ab, die sie bekommt. Sie muss √ľber das Grauen sprechen k√∂nnen und auf verst√§ndnisvolle und therapeutisch geschulte Ohren sto√üen."

Damit m√∂glichst vielen Frauen in aller Welt geholfen werden kann, arbeitet Monika Hauser unaufh√∂rlich an der Erweiterung ihres Netzwerkes. Sie organisiert √∂ffentlichkeitswirksame Aktionen, die auf die Arbeit von "medica mondiale" aufmerksam machen, h√§lt Vortr√§ge vor internationalen Kommissionen und initiiert zahlreiche Projekte in Krisengebieten. Als politische Gesch√§ftsf√ľhrerin von "medica mondiale", betrachtet sie es als einer der vordringlichsten Aufgaben, das Problem der systematischen Massenvergewaltigung in Kriegsgebieten auf eine politische B√ľhne zu bringen.

Die Verleihung des Alternativen Nobelpreises kommt ihr dabei sehr gelegen, denn, so bemerkte die in der Schweiz geborene Tochter italienischer Eltern: "Wir werden es bei der Erreichung unser politischen Ziele jetzt etwas einfacher haben, weil man uns zuhören wird."

Die drei weiteren Preistr√§gerInnen des diesj√§hrigen "Right Livelihood Award" sind: Krishnammal and Sankaralingam Jagannathan, und ihre Organisation LAFTI (Land for the Tillers¬ī Freedom, Indien), Amy Goodman (USA) und Asha Hagi (Somalia).

√úber medica mondiale: "medica mondiale" wurde von der √Ąrztin Dr. Monika Hauser gegr√ľndet und ist eine Hilfsorganisation, die sich f√ľr Frauen und M√§dchen in Kriegs- und Krisenregionen einsetzt, die Opfer von sexuellen √úbergriffen wurden. Derzeit ist medica mondiale in neun L√§ndern t√§tig ‚Äď in Afghanistan, Kosova und Liberia mit eigenen Frauentherapiezentren, in anderen Regionen in Kooperation mit Frauenorganisationen vor Ort.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.medicamondiale.de

√úber Right Livelihood Award (RLA): Der "Right Livelihood Award", im Deutschen "Alternativer Nobelpreis" genannt, wird seit 1980 j√§hrlich am 9. Dezember im Stockholmer Parlamentsgeb√§ude an vier Personen verliehen, die sich durch ein besonderes Engagement f√ľr Menschenrechte, Frieden, Umweltschutz und √Ėkologie, soziale Gerechtigkeit oder die Bek√§mpfung von Armut und Leid eingesetzt haben. Der Preis ist mit 205.000 Euro dotiert, die unter den Preistr√§gerInnen aufgeteilt werden.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.rightlivelihood.org

Women + Work Beitrag vom 01.10.2008 AVIVA-Redaktion 





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