Denkmal f├╝r die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen. Wettbewerb f├╝r neuen Film angelaufen - Deadline 9. Januar 2010 - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Women + Work
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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 17.11.2009

Denkmal f├╝r die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen. Wettbewerb f├╝r neuen Film angelaufen - Deadline 9. Januar 2010
Lisa Erdmann

Am 27. Mai 2008 wurde in Berlin das Denkmal f├╝r die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen der ├ľffentlichkeit ├╝bergeben. Die von Michael Elmgreen und Ingar Dragset entworfene Betonstele...



...er├Âffnet ├╝ber ein Sichtfenster den Blick auf einen Film - eine endlosscheinende gleichgeschlechtlichen Kussszene.

Im Juni 1992 war zun├Ąchst die Idee entstanden, ein Denkmal f├╝r die im Nationalsozialismus verfolgten homosexuellen M├Ąnner zu errichten. Aus der "Initiative Schwulendenkmal" wurde schlie├člich ein schwul-lesbisches Erinnerungsprojekt, das in Berlin einen zentralen Ort des Gedenkens in Deutschland forderte.

Den Ansto├č f├╝r den am s├╝dlichen Rand des Gro├čen Tiergartens gelegenen, 3,60 Meter hohen und 1,90 Meter breiten Quader gab der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) und die Initiative "Der homosexuellen NS-Opfer gedenken". Bau und Unterhaltung des Denkmals finanzierte der Bund, das Land Berlin stellte das Grundst├╝ck zur Verf├╝gung. Integraler Bestandteil des Denkmalentwurfes der K├╝nstlerInnen Elmgreen und Dragset ist die filmische Pr├Ąsentation im Innern der Stele, die in Anlehnung an Peter Eisenmans Stelenfeld des Holocaustdenkmals konzipiert wurde: eine sich immer wiederholende homosexuelle Kussszene zweier M├Ąnner. Damit soll unter anderem darauf aufmerksam gemacht werden, dass im "Dritten Reich" bereits K├╝sse unter M├Ąnnern zu einer Verurteilung nach ┬ž 175 f├╝hren und eine Verschleppung ins Konzentrationslager nach sich ziehen konnten.

Die Filmsequenz l├Âste bereits eine umfassende Diskussion aus. Die Kritik zielte auf die fehlende Repr├Ąsentanz lesbischer Verfolgter des Nationalsozialismus bei dem Entwurf des K├╝nstlerInnenteams Michael Elmgreen und Ingar Dragset. Am 4. Juni 2007 verk├╝ndete Staatsminister Bernd Neumann eine Fortentwicklung der Denkmalskonzeption: Demnach soll alle zwei Jahre der laufende Film durch Beitr├Ąge neuer K├╝nstlerInnen ersetzt werden, die ihre Interpretation einer gleichgeschlechtlichen Kussszene darstellen.

Angesichts der Widmung des Denkmals sind f├╝r den zweiten Film Beitr├Ąge willkommen, die geeignet sind, ein Zeichen gegen die Ausgrenzung von Lesben in der Gegenwart zu setzen. Es ist geplant, ab Mai 2010 den neuen schwarz-wei├č-Film einer gleichgeschlechtlichen Kussszene mit maximal zwei Minuten L├Ąnge zu zeigen.

Das Denkmal soll die verfolgten und ermordeten Opfer ehren, die Erinnerung an das Unrecht wach halten sowie ein best├Ąndiges Zeichen gegen Intoleranz, Feindseligkeit und Ausgrenzung gegen├╝ber Schwulen und Lesben setzen. Denn lange Zeit blieben die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus aus der Gedenkkultur ausgeschlossen - in der Bundesrepublik und in der DDR. Hier wie dort wurden Schwule lange Zeit weiter strafrechtlich verfolgt. Aus seiner Geschichte heraus hat Deutschland heute eine besondere Verantwortung, Menschenrechtsverletzungen gegen├╝ber Lesben und Schwulen entschieden entgegenzutreten. Denn in vielen Teilen dieser Welt werden Menschen wegen ihrer sexuellen Identit├Ąt heute noch verfolgt, ist homosexuelle Liebe strafbar und kann ein Kuss Gefahr bedeuten.

F├╝r den neuen Film, der ab Mai 2010 gezeigt werden soll, wurde nun ein ├Âffentlicher Ideenwettbewerb gestartet - interessierte Videok├╝nstlerInnen sind zur Teilnahme aufgerufen. Der Wettbewerb wird von der Stiftung durchgef├╝hrt, die vom Deutschen Bundestag auch mit der Betreuung des Homosexuellen-Denkmals betraut wurde. Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) begr├╝├čt den Wettbewerb und hofft auf eine breite Beteiligung.

Bis zum 9. Januar 2010 kann ein Grobkonzept f├╝r einen solchen Film bei der Stiftung eingereicht werden. Eine Kommission wird anschlie├čend eine Auswahl der f├╝nf besten Einsendungen treffen. Diese Videok├╝nstlerInnen werden dann aufgefordert, einen Filmdummy herzustellen und die Produktionskosten f├╝r die Herstellung des sp├Ąteren Films anzugeben. Der neue Film soll ab dem 27. Mai 2010 gezeigt werden.


Weitere Infos finden Sie unter:

www.stiftung-denkmal.de und www.homosexuellen-denkmal.de und www.lsvd.de

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Denkmal f├╝r die im Nationalsozialismus ermordeten Homosexuellen

Women + Work Beitrag vom 17.11.2009 Lisa Erdmann 





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