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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 04.02.2010

Adelbert-von-Chamisso-Preis der Robert Bosch Stiftung 2010 geht an Terézia Mora
AVIVA-Redaktion

Terézia Mora erhÀlt den mit 15.000 Euro dotierten "Adelbert-von-Chamisso-Preis" der Robert Bosch Stiftung 2010. Die Förderpreise in Höhe von jeweils 7.000 Euro erhalten Nino Haratischwili und...



... Abbas Khider.

Mit dem "Adelbert-von-Chamisso-Preis" ehrt die Robert Bosch Stiftung seit 1985 herausragende literarische Leistungen in deutscher Sprache, verfasst von Autorinnen und Autoren, deren Muttersprache oder kulturelle Herkunft nicht die deutsche ist. Damit ist dieser im literarischen Leben des deutschsprachigen Raums etablierte Preis der einzige seiner Art in Deutschland. Die Preise werden am 4. MĂ€rz 2010 in der Allerheiligen Hofkirche der MĂŒnchner Residenz verliehen.

TerĂ©zia Mora wurde 1971 im ungarischen Sopron geboren und lebt seit 1990 in Berlin. Ihr ErzĂ€hlungsband "Seltsame Materie" wurde vor zehn Jahren mit dem "Chamisso-Förderpreis" ausgezeichnet. Seither hat sie unter anderem zwei große, europaweit beachtete Romane vorgelegt. FĂŒr ihr bisheriges literarisches Werk sowie fĂŒr ihre vielfĂ€ltigen AktivitĂ€ten als Übersetzerin und Vermittlerin zwischen dem deutschsprachigen und dem ungarischen Kulturraum wird TerĂ©zia Mora 2010 nun mit dem "Chamisso-Preis" geehrt. Ihr jĂŒngster, schnell und witzig erzĂ€hlter Roman "Der einzige Mann auf dem Kontinent" (Luchterhand Literaturverlag, 2009), dessen Struktur und Figurenkonstellation die Raffinesse modernen ErzĂ€hlens vorfĂŒhren, bringt die prekĂ€re Arbeits- und Beziehungswelt heutiger Großstadtmenschen auf sprachlich herausragende Art und Weise zur literarisch gĂŒltigen Darstellung.

Abbas Khider wurde 1973 in Bagdad (Irak) geboren und lebt seit 2000 in Deutschland. Mit dem "Chamisso-Förderpreis" wird er fĂŒr seinen 2008 erschienenen ersten Roman "Der falsche Inder" geehrt (Edition Nautilus). In immer neuen ErzĂ€hlanlĂ€ufen schildert sein lapidar und unsentimental erzĂ€hlter Text die abenteuerliche Flucht des jungen Rasul Hamid aus dem Land des Diktators Saddam Hussein. Abbas Khiders tragikomischer, oft sogar burlesker Roman ist ein wirklichkeitsnahes, modernes FlĂŒchtlingsmĂ€rchen ĂŒber ein ernstes und bewegendes, seit Jahren aktuelles politisches Thema.

Nino Haratischwili wurde 1983 in Tiflis (Georgien) geboren und lebt als Theater- und Prosaautorin in Hamburg. Sie erhĂ€lt den "Chamisso-Förderpreis" fĂŒr ihre bisherigen Arbeiten fĂŒr das Theater, insbesondere fĂŒr ihre souverĂ€n gebauten, thematisch spannenden und bisweilen schlicht bezaubernden TheaterstĂŒcke "Georgia" und "Liv Stein" (Verlag der Autoren, 2009). Ihre sprachlich ĂŒberzeugenden Texte verknĂŒpfen auf eindringliche Art und Weise Politisches und FamiliĂ€r-Privates und bringen dabei viele Kommunikationsprobleme des Lebens zwischen sehr unterschiedlichen Kulturen auf dramaturgisch einleuchtende Weise zum Ausdruck. Nino Haratischwilis ungewöhnlich stark entwickeltes GefĂŒhl fĂŒr Spannung und Rhythmus bewirkt die eigentĂŒmliche und faszinierende Sogkraft ihrer BĂŒhnentexte. Ihr erster Roman wird 2010 erscheinen.

Die JurorInnen des Adelbert-von-Chamisso-Preises 2010 sind: Gregor Dotzauer (Der Tagesspiegel), Clemens-Peter Haase (Goethe Institut), Ina Hartwig (Literaturkritikerin), Hubert Spiegel (Frankfurter Allgemeine Zeitung) und Dorothea Westphal (DeutschlandRadio Kultur)

Weitere Infos zur Robert Bosch Stiftung finden Sie unter: www.bosch-stiftung.de

Weitere Infos zur Gewinnerin Terézia Mora finden Sie unter: www.tereziamora.de

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Terézia Mora - Der einzige Mann auf dem Kontinent

Jetzt treiben wir dahin - Terézia Mora im Interview

"Alle Tage" von Terézia Mora.


(Quelle: Robert Bosch Stiftung)

Women + Work Beitrag vom 04.02.2010 AVIVA-Redaktion 





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