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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 06.05.2010

Die unterschiedlichen Erscheinungen der K├Ânigin Luise - ein Steckbrief zum 200. Todestag
Undine Zimmer

Wer mit 17 als junges unbek├╝mmertes, auf Papa fixiertes M├Ądel preu├čische K├Ânigin werden soll, braucht eine gute Reputation. Diese hat sich die zu anfangs als "ungebildet" und "partys├╝chtig"...



...gescholtene Kronprinzessin Luise aus Liebe zu ihrem Mann hart erarbeitet.

Aber ihre M├╝he hat sich gelohnt, denn noch bis heute singt die Nachwelt ihr Lobeslied. Luise wird in viele Gestalten verpackt: Provinzprinzessin, "Jungfer Husch", Partyprinzessin, das Idealbild der Mutter, "Fashion Victim" (so der Titel einer Ausstellung) Ehefrau und Geliebte ihres Gatten und Politikerin. Mit Hilfe der neuesten Erkenntnisse aus den aktuellen Werken zur Figur der K├Ânigin Luise ist AVIVA-Berlin diesen Mythen auf den Grund gegangen. Wir haben f├╝r Sie, liebe Leserinnen, die wichtigsten Daten, Vorlieben und Eigenschaften dieser faszinierenden "Miss Preu├čen" zusammengefasst, um sie Ihnen pers├Ânlich vorzustellen.

Luise die Provinzprinzessin, genannt "Jungfer Husch"

Das freie Leben und die gesch├╝tzte Umgebung am Darmst├Ądter Hof, hat, wie Hanne Bahra in ihrem Buch K├Ânigin Luise. Von der Provinzprinzessin zum preu├čischen Mythos betont, den Grundstein zu Luises lebhaften und unbek├╝mmerten Wesen gelegt. Ihre Gro├čmutter, Prinzessin George, hat Luise "zuverl├Ąssige Liebe" und "kr├Ąftigen Familiensinn" vorgelebt, fernab von steifer Etikette. Mit den aufkommenden Idealen der freien Entwicklung in der Kindererziehung nach Rousseau wird Luise auch nicht gezwungen zu lernen, was sie nicht m├Âchte. Ihr wird auch keine P├Ądagogik geboten, die sie einf├Ąngt und zum gr├╝ndlichen Lernen motiviert. Ihre orthographischen Kenntnisse des Franz├Âsischen sowie des Deutschen bleiben fehlerhaft, was man sp├Ąter als K├Ânigin an ihr kritisieren wird. Luise ist zu fl├╝chtig und zu unkonzentriert, um sich zum Lernen aufzuraffen. "Selbst bei der Androhung h├Âchster Strafe, dem Entzug der Nachspeise, kann sie sich nicht zu ernsthaften Studien aufraffen." verr├Ąt uns Autorin Hannah Bahra. Luise wird oft als die Lebhafteste der drei Schwestern beschrieben. Dennoch muss man sich die junge Prinzessin als lesehungrig und intelligent vorstellen. Sie beobachtet ihre Umgebung intelligent und schreibt Briefe und Tageb├╝cher, in denen sie mit Witz ihre Erfahrungen festh├Ąlt. Auch zeichnerisches Talent hatte Luise durchaus.



Die Partyprinzessin

Nach dem Tod ihrer zweiten Mutter zieht die zehnj├Ąhrige Luise mit ihren Schwestern zu ihrer Gro├čmutter nach Darmstadt. Dort, so heben Bahra und Gertrud Mander hervor, wird ihr Leben gepr├Ągt von Festen, Schlittenfahrten und Maskenb├Ąllen. Der Hang zu Geselligkeit und Nat├╝rlichkeit bedeutet f├╝r Luise auch sp├Ąter ein St├╝ck ihrer gl├╝cklichen Kindheit und dem famili├Ąren Zugeh├Ârigkeitsgef├╝hl. Gertrud Mander verteidigt deswegen Luise gegen die sp├Ąteren Vorw├╝rfe ihrer Tanzsucht am Hofe. Denn als Luise ganz alleine und auf sich gestellt als Gemahlin des Kronprinzen in Berlin ist, kann sie in diesen geselligen Veranstaltungen ein St├╝ck weit ihr Heimweh bek├Ąmpfen. Da sie allerdings dadurch das Missfallen des K├Ânigs erregt, wird eine Zurechtweisung ihres Gatten der Anfang ihrer oft gepriesenen Selbsterziehung und Beherrschung.

Die Liebesehe am Hofe - eine Seltenheit

Die symbiotische Ehe zwischen dem verschlossenen K├Ânig Friedrich Wilhelm III. und der offenen, geselligen Luise versucht vor allem Gertrud Mander in ihrer Biographie von den pathetischen Ausdrucksweisen ihrer Zeit zu befreien, um ein n├╝chternes Bild zu zeichnen. Es ist eine Liebesbeziehung, die von den gegenseitigen St├Ąrken lebt und gleichzeitig von Luise viel Demut und Selbstaufgabe fordert. Luise hielt sich zwar, wie es sich geh├Ârte, aus der Politik heraus, wurde aber besonders w├Ąhrend der Kriegsjahre doch noch zu einer St├╝tze und Beraterin Friedrich Wilhelms III. Ihre pers├Ânliche Sympathie f├╝r den Zaren Alexander, ihre Entdeckung des Patriotismus lie├č sie, ├╝ber die Etikette hinaus, politisches Bewusstsein entwickeln. Von Formalit├Ąten gegen├╝ber Eltern und Eheleuten hielt Luise dagegen von Anfang an nichts. Ihre Kinder redeten sie mit "Mama" und den K├Ânig mit "Papa" an. Ebenso unkonventionell duzten sich die beiden seit der Verlobung auch in der ├ľffentlichkeit. Zu dieser Zeit war all dieses sehr ungew├Âhnlich. ├ťber Friedrich Wilhelm III. liest man, dass er im Kinderzimmer alle Zur├╝ckhaltung verga├č und wenn es nur ging mit den Kindern tollte. Nach au├čen hin war er bekannt f├╝r knappe grummelige Zweiworts├Ątze wie "M├╝ssen sparen" und "Mir fatal", mit denen er zu antworten pflegte.

Wie ungew├Âhnlich am preu├čischen Hofe eine Liebesehe war, zeigte sich auch am Widerwillen von Luises Vater, auf eine Verbindung mit dem K├Ânigshause einzugehen. Bekannt war, dass Friedrich Wilhelm der II. seiner Frau keinen Tag lang treu war, verschiedene Geliebte hielt, deren Kinder er seinen leiblichen vorzog. Die Hohenzollern-Dynastie war f├╝r ihre ungl├╝cklichen Eheverbindungen bekannt. So lie├č sich Luises Vater erst von einem Kundschafter ├╝ber die ernsthafte Natur des Prinzen berichten, bevor er seine Zustimmung zur Hochzeit gab.



Luise als "Fashion Victim"

Es stellt sich die Frage, ob nicht eigentlich Luises Ehemann K├Ânig Friedrich III. das "Fashion Victim" gewesen ist. Er war es auch, der 1797 als Erster mit langen Hosen in der ├ľffentlichkeit erschien und damit die Klatschspalten der Gazetten f├╝llte. Sp├Ąter verzichtete er sogar auf den preu├čischen langen Zopf. Dass Friedrich Wilhelm seine Luise gerne in der neuesten Garderobe sehen wollte ist mehrfach belegt. W├Ąhrend Friedrich mit sich selbst und seinem Hofe eher sparsam umging, finanzierte er seiner K├Ânigin gro├čz├╝gig kostspielige Maskenb├Ąlle und freute sich daran, sie sch├Ân zu pr├Ąsentieren.

Abgesehen davon, dass Luise allgemein durch ihr Auftreten, ihre Sch├Ânheit und ihren nat├╝rlichen Charme begeisterte, wurde vor allem seit dem Standbild von Gottfried Schadow eine neue Mode├Ąra eingel├Ąutet. Der K├╝nstler verewigte die beiden Schwestern in langen, durchscheinenden griechischen Gew├Ąndern. Luise wird zum Symbol f├╝r die Befreiung von Reifrock und Korsett, die den flie├čenden Kleidern weichen. Diese Ver├Ąnderung wird lange nicht von allen mit Begeisterung angenommen und Luise wird daf├╝r "niedliche Schauspielerin" geschimpft. Allgemein notiert man jedoch, dass die neue Mode f├╝r die Frauen viel ges├╝nder ist, als das Schn├╝rleib. Mit einer wei├čen Kinnbinde macht Luise aus einer Verlegenheit eine Mode, die auch in oben genannten Standbild von Gottfried Schadow verewigt wurde. Eine weitere Mode die Luise am Hofe einf├╝hrte ist, wie bereits erw├Ąhnt der Walzer.



Luise als Mutter

"Ich wei├č, da├č der Gedanke, andern Gutes zu tun ein wahrer Genu├č f├╝r Dein gutes kleines Herz ist, und ich bin erfreut, ihm indirekt diesen Genu├č verschaffen zu k├Ânnen. Deine z├Ąrtliche Mutter und Freundin Luise"

So schrieb Luise in einem Brief an ihre Tochter Charlotte, dem sie einen Taler beigelegte als Spende f├╝r die Armen. Begonnen hat der Mutter-Mythos Luises mit einer ├╝berall genannten Begebenheit am Tage ihres Einzugs nach Berlin auf dem Weg zur Hochzeit, als Luise zum ersten Mal gegen die Hofetikette verstie├č. Impulsiv umarmte und k├╝sste sie w├Ąhrend des langen Huldigungszugs von Potsdam nach Berlin ein kleines M├Ądchen, das ihr einen Blumenstrau├č reichte. Damit wurde schon bevor Luise das erste Mal Mutter wurde, die Legende von ihrer Impulsivit├Ąt und Volksn├Ąhe besiegelt.

Das Wohl ihres Gatten wie das ihrer Kinder setzte sie vor ihr Eigenes, wenn sie diese dadurch tr├Âsten konnte. Sie erwies sich auch als moderne Mutter, als sie ihren Erstgeborenen gegen Pocken impfte, was zu damaliger Zeit noch keine Routine und durchaus mit Gefahren verbunden war. Sie hatte jedoch Gl├╝ck und ihr Sohn Friedrich Wilhelm der IV geht sp├Ąter als F├Ârderer der Kunst und Architektur in die Geschichte ein. Wenn Luise ihre Kinder wahrscheinlich nicht selber gestillt hat, hat sie sie jedoch so oft wie m├Âglich gesehen. Sie tobte mit ihnen und gab ihnen durch diese b├╝rgerlichen H├Ąuslichkeit auch ein St├╝ck von ihrer eigenen Kindheit mit auf den Weg. Das idyllische Familienleben der K├Ânigin wurde zum nationalen Ideal.

Bei ihren ├Âffentlichen Anl├Ąssen eroberte K├Ânigin Luise durch ihre Art die Sympathie der Untertanen und stand diese ungeliebten offiziellen Auftritte leichter durch als ihr Mann. In ihren Tageb├╝chern macht sie sich ├╝ber steifen Formalit├Ąten lustig. Ihre Beliebtheit und Popularit├Ąt f├Ąrbten auch auf ihren Gatten ab. Ihr liebevolles Verhalten ihm gegen├╝ber in der ├ľffentlichkeit, boten auch die Folie, auf der sie sp├Ąter als Landesmutter verehrt wurde. Nach ihrem Tod verschmilzt der Luisenmythos mit dem Gr├╝ndungsmythos des Deutschen Reiches.

Luise als Politikerin

Ob Luise wirklich politisches Potenzial hatte, ob sie als heimliche Beraterin f├╝r den K├Ânig fungierte, das ist bis heute umstritten. Luise bezeichnete sich selbst als "gute Patriotin und Preu├čin". Es scheint, so sind sich die AutorInnen Bahra und Mander einig, vor allem ihr ausgepr├Ągter Familiensinn gewesen zu sein, der sie auch als "Politikerin" geleitet hat und ihr den Antrieb gab, die Reformer Preu├čens Hardenberg und Freiherr von Stein zu f├Ârdern.
Friedrich Wilhelm III. wird dagegen von den Zeitgenossen Verlustangst bescheinigt, weil er Luise nicht ermutigte ihren erwachten Bildungsdrang zu befriedigen. In ihren Briefen scheint sich Luise dessen zum Teil bewusst gewesen zu sein. Friedrich sprach sich gegen bestimmte Lekt├╝re aus und stellte sich auch gegen Luises enge Freundschaft mit Karoline von Berg, welche die literarische Elite Berlins um sich versammelte. W├Ąhrend Luises Schwester Friederike mit vielen Intellektuellen Briefe wechselte, lie├č sich Luise von ihren Geschwistern und ihrer Freundin heimlich Lekt├╝re besorgen und die besten Stellen anstreichen.

Endg├╝ltig zur Politikerin wird Luise, als Napoleon mit seinen Truppen ungefragt durch preu├čisch Ansbach zieht und die ├ľsterreicher besiegt. In dieser Gegend lebte damals auch Luises Schwester Friederike und Luise f├╝hlte sich pers├Ânlich angegriffen. Es kommt zu dem ber├╝hmten Treffen zwischen Luise und Napoleon, ├╝ber das an anderen Stellen ausf├╝hrlich zu lesen ist. Nach der Niederlage Preu├čens gegen├╝ber Napoleon und dem Verrat von Seiten Russlands ist der K├Ânig verstockt und unentschlossen. Luise schreibt ihm unz├Ąhlige Motivationsbriefe und Aufmunterungen. Sie schreibt gleichzeitig an Hardenberg, vermittelt zwischen dem niedergeschlagenen K├Ânig und dem Reformer Freiherr von Stein und macht so auch die Erneuerung Preu├čens m├Âglich. Intuitiv erkennt Luise, dass Preu├čen verloren ist und nur Erneuerung und Reformen die Situation des Landes verbessern k├Ânnen.



Luise - Steckbrief
Geburtstag: 10. M├Ąrz 1776 als Luise Auguste Wilhelmine Amalie von Mecklenburg-Strelitz

Kindheit: Luise verliert mit sechs Jahren ihre Mutter Friederike, geborene Prinzessin von Hessen Darmstadt. Mit 10 Jahren zieht sie getrennt von den Br├╝dern zu ihrer Gro├čmutter Prinzessin George, nachdem auch Charlotte, zweite Frau ihres Vaters und Schwester im Kindbett gestorben ist.

Geschwister: Das dreibl├Ąttrige Kleeblatt ist das Symbol f├╝r Luise, ihre j├╝ngere Friederike und deren beider Lieblingsbruder Georg. (Georg wurde sp├Ąter Gro├čherzog und einer der fortschrittlichsten Herrscher, indem er sich f├╝r die Bauernbefreiung einsetzte). Sie hatte noch weitere Geschwister: Therese, Charlotte und Karl von Mecklenburg-Strelitz.

Friederike: Luises Lieblingsschwester heiratete den Bruder des Kronprinzen und wohnte bis zu ihrer Verbannung mit Luise im Berliner Schloss. Die beiden verbrachten ihr Leben lang so viel Zeit zusammen wie m├Âglich und schliefen mitunter auch in einem Zimmer zusammen. Friederike galt als gebildeter als Luise, sie f├╝hrte einen regen Briefwechsel mit Goethe und anderen intellektuellen Schriftstellern wie Jean Paul.

Lieblingsfach: Religion bei Pfarrer Lichthammer

Lieblingsroman: "Friedrich mit der zerbissenen Wange" ein 900-Seiten Bestseller jener Zeit, in dem Friedrich I. von Mei├čen von seiner Mutter Margarethe von Staufen vor lauter Abschiedsschmerz gebissen wird.

Weitere Lekt├╝re: Rousseau, Lessing, Klopstock, Wieland, Richardson, Shakespeare, Stolberg, Voltaires "Candide", die Luise nachhaltig beeindruckt hat.

Erster ├Âffentlicher Auftritt: Die 16-J├Ąhrige Luise er├Âffnet mit dem 19-j├Ąhrigen Klemens F├╝rst von Metternich - sp├Ąter einem der f├╝hrenden Staatsm├Ąnner Europas, den Kr├Ânungsball des F├╝rsten Esterhazy, anl├Ąsslich der Kr├Ânung des letzen R├Âmischen Kaisers Deutscher Nation am 14. Juli 1792. Sie wird damit zum Gespr├Ąchstoff am Hofe.

Trauung: 24.12.1793, Luise ist 17 Jahre alt, Friedrich Wilhelm ist 23 Jahre alt.

Flitterwochen: Sechs Wochen in Potsdam in Schloss Sanssouci

Kinder: Am 23. Februar 1794 ist sie bereits schwanger. Zehn Jahre ihrer 17 Ehejahre war sie schwanger. Ihr erstes Kind ist eine Totgeburt, ihr viertes stirbt ein paar Monate nach der Geburt. Es ├╝berleben Prinz Friedrich Wilhelm (sp├Ąter der IV.), Prinzessin Charlotte, Prinz Karl, Prinzessin Alexandrine, Prinzessin Luise, Prinz Albrecht.

Lieblingstanz: Walzer! Der Walzer wurde in Luises Jugend gerade salonf├Ąhig. Luise erregte auch das Missfallen der K├Ânigin, als sie bei ihrem Einzug in Berlin den Walzer tanzt ÔÇô das hatte bisher keine Prinzessin gewagt. Was heute absurd klingt, war damals eine allgemein verbreitete Meinung: der Walzer zeigte viel zu viel Bein der T├Ąnzerin und ziemte sich vielleicht f├╝r eine Magd, aber anbetracht einer K├Ânigin, die leidenschaftlich und mit allen Soldaten und Gener├Ąlen walzte, hoben sich missbilligend die Augenbrauen. Die Kritik des K├Ânigs kannte kein Ende.

Gemahl: Friedrich Wilhelm der III:
  • War bekannt f├╝r seine knappe Milit├Ąrsprache, die vor allem auf seine Sch├╝chternheit zur├╝ckging
  • Seine Politik war zur├╝ckhaltend und neutral. Reformen liefen nur sehr langsam an, und seine Neutralit├Ątspolitik auf der internationalen B├╝hne galt als Fehlschlag
  • In seiner Regierungszeit wirkte der preu├čische Baumeister Karl Friedrich Schinkel, der von ihm nachhaltig und umfangreich gef├Ârdert worden ist, wie man an den Repr├Ąsentationsbauten in Berlins Mitte bis heute sehen kann.
  • Er erlie├č am 11. M├Ąrz 1812 das "Judenedikt", welches 30.000 Juden die gleichen B├╝rgerrechte garantierte wie der christlichen Bev├Âlkerung. Im damaligen Kontext muss diese Handlung als ungew├Âhnlich liberal verstanden werden. Er erm├Âglichte damit ein reiches kulturelles und geistiges Leben in Berlin, das vor allem in den j├╝dischen Salons stattfand und bis heute ber├╝hmt ist.
  • Stiftete am 10. M├Ąrz (Geburtstag seiner Frau Luise) 1813 das Eiserne Kreuz, den ersten Orden, der nicht nur f├╝r Offiziere gedacht war. Luise erhielt das erste Exemplar posthum.
  • Er f├╝hrte den Orden "Pour le M├ęrite" mit dem Symbol des Eichenlaub ein. Das "L" auf der Blattader steht f├╝r seine verstorbene Frau Luise, die Blattenden stehen f├╝r die sieben Kinder.
  • Er komponierte in seiner Freizeit viel Milit├Ąrmusik, darunter den noch heute h├Ąufig gespielten Pr├Ąsentiermarsch sowie den Marsch Bataillon Garde.
  • Er liess die Berliner Universit├Ąt unter Wilhelm von Humboldt gr├╝nden
  • Er machte das k├Ânigliche Museum der ├ľffentlichkeit zug├Ąnglich.
  • Ihm ist die 9. Sinfonie Beethovens gewidmet.

    Lieblingsfr├╝hst├╝ck Luises als K├Ânigin: Drei Tassen Schokolade mit Zwieback im Bett bis halb elf.

    Lieblingsgetr├Ąnk zum Essen: Stettiner Bier.

    Wahrzeichen: Die Papageienblume: Strelizia Regina "K├Ânigin aus Strelitz" benannt nach der K├Ânigin Luise ist bis heute das Wahrzeichen von Neustrelitz.

    Tod: 19.Juli 1810 durch Lungenentz├╝ndung

    ZeitgenossInnen: Rahel Levin, Dorothea Schlegel, Achim von Arnim, de la Motte Fouque, Friedrich Schlegel, E.T.A. Hoffmann, Mozart, Schadow, Schinkel, Beethoven, Goethe, Novalis - gro├čer Fan der K├Ânigin, Moses Mendelsohn, Karoline von Berg, ihre Freundin, Jean Paul und viele andere ber├╝hmte Gestalten deutscher Geschichte.




  • Lesen Sie auch unsere Rezension Neuerscheinungen im Luisen Jahr 2010 auf AVIVA-Berlin.

    Weitere Veranstaltungen rund um Luise finden Sie auf den Seiten der Stiftung Preu├čischer Schl├Âsser unter: www.spsg.de.

    Women + Work Beitrag vom 06.05.2010 Undine Zimmer 





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