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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 11.12.2006

Journalistinnenbund ├╝bernimmt Patenschaft f├╝r Hedwig-Dohm Gedenkst├Ątte
AVIVA-Redaktion

Hedwig Dohm (1831-1919), eine der bekanntesten Schriftstellerinnen, Publizistinnen und Vordenkerinnen der Frauenbewegungen in Deutschland des 19. Jahrhunderts, ist in Berlin geboren und begraben.



NEWSEnth├╝llung des Grabgedenksteins f├╝r Hedwig-Dohm

Dank finanzieller Spenden vieler Unterst├╝tzerinnen, die eine Patenschaft des Journalistinnenbundes f├╝r die ehemalige Grabst├Ątte von Hedwig Dohm nachdr├╝cklich begr├╝├čt haben, ist es m├Âglich geworden, ihr nun einen w├╝rdigen Gedenkstein auf dem St. Matth├Ąus Kirchhof in Berlin-Sch├Âneberg zu setzen (s. Pressemitteilung von Dezember 2006).

Urspr├╝nglich sollte er an Hedwig Dohms Todestag im Juni und nicht erst zu ihrem Geburtstag im September enth├╝llt werden. Das zu fr├╝h angegebene Datum erwies sich als illusorisch, denn ein so ungew├Âhnliches Vorhaben erfordert Zeit f├╝r eine differenzierte Planung. Nach Vorlage der Entw├╝rfe von mehreren K├╝nstlerinnen fiel die Entscheidung zu Gunsten der K├Âlner K├╝nstlerin Ulrike Oeter, die einen Gedenkstein aus wei├čem Marmorstein und rotem Glas entworfen hat. Der K├Âlner Steinmetz Dietrich Oehler graviert die die Schrift in den geschliffenen Marmorblock Astir und f├╝gt die Teile zusammen mit dem bekannten Glask├╝nstler Detlef Tanz, der den Glasaufsatz herstellt.

Noch ehe das Gedenkjahr zum 175. Geburtsjahr von Hedwig Dohm 2006 zu Ende geht, ist es dem Journalistinnenbund gelungen, ihre Grabst├Ątte auf dem alten kulturhistorischen St. Matth├Ąuskirchhof in Berlin Sch├Âneberg f├╝r weitere zwanzig Jahre zu erhalten.

Mit der ├ťbernahme der Patenschaft will das Netzwerk der Journalistinnen die Erinnerung an eine radikale Vork├Ąmpferin f├╝r die Gleichberechtigung der Frauen wach halten und zu ihrer Wiederentdeckung beitragen, denn die Besch├Ąftigung mit Leben und Werk von Hedwig Dohm lohnt sich - auch im Hinblick auf aktuelle Diskussionen.

"Alles was ich schreibe, steht im Dienste der Frauen". Unter diesem Motto spie├čte sie mit spitzer Feder die Missst├Ąnde ihrer Zeit auf. Hedwig Dohm kommt am 20.9.1831 als Marianne Adelaide Hedwig J├╝lich zur Welt. Sie ist das dritte Kind und die ├Ąlteste Tochter des Tabakfabrikanten Gustav Adolph Schlesinger und Wilhelmine Henriette J├╝lich. Ihre Eltern heiraten erst 1838, nach der Geburt ihres zehnten von insgesamt achtzehn Kindern. Nach der Eheschlie├čung werden die vorher Geborenen vom Vater explizit anerkannt und tragen von da an den Namen Schlesinger.

Die Familie l├Ąsst 1851 den j├╝disch klingenden Namen Schlesinger in Schleh ├Ąndern. Ihr Vater ist bereits 1817 zum Christentum konvertiert. Au├čerdem besucht Hedwig in dieser Zeit f├╝r ein Jahr das Lehrerinnenseminar. Es folgt ein halbj├Ąhriger Aufenthalt bei ihrem ├Ąltesten Bruder Gustav Adolf Herrmann in Spanien. Im Zuge der Vorbereitungen der Reise lernt sie ihren sp├Ąteren Ehemann Wilhelm Friedrich Ernst Dohm kennen, der ihr als Hauslehrer Sprachunterricht in Spanisch erteilt.

Am 21.3.1853 heiratet sie den liberalen j├╝dischen Schriftsteller Ernst Dohm (1819-1883), der als leitender Redakteur beim Berliner politisch-satirischen Wochenblatt "Kladderadatsch" arbeitet. Er wurde am 24.5.1819 in Breslau als Elias Levy geboren, Sohn von David Marcus Levy und Rosalie Lichtenst├Ądt. Seine Familie konvertierte 1828 zum evangelischen Glauben und nahm den Namen Dohm an.

Hedwig Dohm, Mutter von f├╝nf Kindern, daneben beruflich und gesellschaftlich aktiv. Durch ihren Mann kommt sie in Kontakt mit der geistigen Elite der Berliner Gesellschaft, das Dohmsche Haus wird ein beliebter und bekannter Salon: Ferdinand Lassalle und die Gr├Ąfin Hatzfeld sind genauso zu Besuch wie Alexander von Humboldt, Franz Liszt, Theodor Fontane, Fanny Lewald und Adolf Stahr, Varnhagen von Ense und seine Nichte Ludmilla Assing, Ludwig Pietsch, Fritz Reuter, Lily Braun und das Verleger-Ehepaar Lina und Franz Duncker.

Bereits 1873 forderte Hedwig Dohm das Wahlrecht f├╝r Frauen und setzte sich in ihrem umfangreichen Gesamtwerk - Romane, Novellen, Feuilletons, Essays und Theaterst├╝cke - Zeit ihres Lebens f├╝r die politische, soziale und ├Âkonomische Gleichstellung von M├Ąnnern und Frauen ein. Neben politischen Rechten waren ihr die Verbesserung der M├Ądchenbildung und die Zulassung der Frauen zum Studium an den Universit├Ąten besondere Anliegen.

Seit 1991 ehrt der Journalistinnenbund jedes Jahr eine Kollegin f├╝r ihre herausragende journalistische (Lebens-)Leistung und ihr frauenpolitisches Engagement mit der Hedwig-Dohm-Urkunde. Die Preistr├Ągerin 2006 ist Gesine Strempel, Moderatorin, Autorin, Reporterin und ├ťbersetzerin.

In Zusammenarbeit mit Frauen-Projekten ist zur Einweihung der Gedenkst├Ątte zum Todestag von Hedwig Dohm (1.6.1919) im Fr├╝hsommer 2007 ein Symposium in Berlin geplant.

Das AVIVA-"Interview" mit Hedwig Dohm.
Lesen Sie auch unsere Rezension zum ersten Band der kritischen Gesamtausgabe von Hedwig Dohm, "Ausgew├Ąhlte Texte" erschienen zum 175. Geburtstag und herausgegeben von Nikola M├╝ller und Isabel Rohner.

Weitere Informationen:
www.journalistinnenbund.de und
www.hedwigdohm.de - Dieser Internetseite sind auch die Informationen zum Leben von Hedwig Dohm entnommen.

Women + Work Beitrag vom 11.12.2006 AVIVA-Redaktion 





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