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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 01.06.2003

Frauen haben besondere Anspr√ľche an ihre Bank ...
Sharon Adler

Frauen und Geld. Die Seminare der Weberbank. Das Interview mit Eva Donsbach, Direktorin und Geschäftsstellenleiterin der Weberbank Privatbankiers KGaA in der Jägerstraße am Gendarmenmarkt in Berlin.





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AVIVA: Frauen interessieren sich weniger als M√§nner f√ľr das Thema Geldanlage. Dieses Thema rangiert deutlich hinter Themen wie "Gesunde Ern√§hrung", "Gastlichkeit", "Urlaub", "Wohnen" und "B√ľcher". Warum ist das Ihrer Meinung nach so, was k√∂nnte getan werden, um das Bewusstsein der Frau f√ľr finanzielle Aspekte ihres Lebens zu st√§rken?
Eva Donsbach:
Indem man st√§rker die Probleme anspricht, aber auch die gleichzeitigen Chancen daran herausstellt. Als wir das Ladies Office am 27. M√§rz 2003 ins Leben riefen, haben wir mit vielen Frauen √ľber dieses Thema gesprochen. Oft kam die Antwort: "Eigentlich haben Sie recht, ich muss mich mit dem Thema mehr besch√§ftigen. Aber es interessiert mich nicht, es macht mir keinen Spa√ü." Man kann fast sagen, so wie M√§nner keinen Spa√ü am Sommerschlussverkauf haben, so haben Frauen h√§ufig keinen Spa√ü an Finanzen!

AVIVA: Ja, es ist schade, dass es Frauen keinen Spaß macht, ihren Vermögensaufbau selbst in die Hand zu nehmen...
Eva Donsbach:
Wenn ich jetzt mal von mir selber ausgehe: Ich bin um einiges chaotischer als mein Mann, ich brauche nicht diese starre Ordnung "der Schl√ľssel liegt da, und das ist da", sondern ich kann mit einem gewissen Chaos leben. Und das ist bei ganz vielen Frauen der Fall. Leider f√ľhrt das h√§ufig dazu, dass Frauen den Verm√∂gensaufbau zu wenig systematisch betreiben und dann m√∂glicherweise von einer Scheidung oder dem Tod des Ehepartners v√∂llig unvorbereitet getroffen werden.

AVIVA: Und Frauen brauchen auch ein St√ľck weit eine, nicht unbedingt chaotische, aber eben doch eher lebendigere Produktauswahl. Eine individuelle Anlagestrategie, die auch die ver√§nderlichen Aspekte im Leben ber√ľcksichtigt...
Eva Donsbach:
Und genau aus diesem Grund haben wir das Weberbank Ladies¬ī Office konzipiert. Wir haben in vielen Kundengespr√§chen die Erfahrung gemacht, dass Frauen teilweise andere Bed√ľrfnisse als M√§nner haben bzw. andere Priorit√§ten setzen. So treffen Frauen finanzielle Entscheidungen langfristiger und weniger impulsiv, was sich auch darin zeigt, da√ü Frauen nur halb so viele Transaktionen durchf√ľhren wie M√§nner.
Die Weberbank wird in Berlin schon seit Jahren als die kundenorientierteste Bank ausgezeichnet. Nat√ľrlich kann man das von einer Privatbank auch erwarten. Bei uns ist alles ein bisschen pers√∂nlicher als bei anderen Banken, jeder einzelne Mitarbeiter wird von den Partnern "handverlesen" und die Anspr√ľche an das Auftreten und die Pers√∂nlichkeit der Mitarbeiter sind anders.

Wir legen sehr viel Wert auf die √úberlegung, "Was k√∂nnen Frauen von uns erwarten?, Was w√ľrden sie sich w√ľnschen?. M√∂chten sie von Frauen betreut werden? Das kann zuf√§llig bei anderen Banken auch der Fall sein, aber h√§ufig wird man nicht gefragt.
Weil viele Frauen die Woche √ľber entweder famili√§r oder beruflich eingespannt sind, bieten wir auch samstags Beratungen an. Und dann kam die √úberlegung hinzu, mehr zu machen als das normale Banking. Wir wollen die Frauen auch in dem unterst√ľtzen, was sie ben√∂tigen, um ihren Beruf gut aus√ľben zu k√∂nnen. Wir k√ľmmern uns um Familienbelange durch die Einschaltung des Familienservice. Und das war die Abrundung. Man k√∂nnte das nat√ľrlich noch viel breiter f√§chern, aber dann verlassen wir komplett den Bereich das Bankgesch√§ft.
Dann kam die √úberlegung "Wie wollen wir die Frauen erreichen?"
Wir haben mit einigen Frauen vorher gesprochen, die meinten, sie m√ľssten sich ja eigentlich mit dem Thema "mal besch√§ftigen, sie w√ľrden auch ganz gerne grunds√§tzlich mal in Themen eingewiesen/ eingeweiht werden, ins Thema B√∂rse beispielsweise, weil sie manches gar nicht begreifen, aber sich nicht trauen zu fragen".
F√ľr uns war jedoch klar, da√ü dies alleine nicht reicht, um m√∂glichst viele Frauen zu erreichen. Wir haben daher die Finanzthemen um einen interessanten zweiten Schwerpunkt erg√§nzt, der nichts mit dem Thema zu tun hat, aber der Einblick gibt in andere Bereiche. Dies kann in Form der Vorstellung interessanter Pers√∂nlichkeiten, wie Frau Professor Gesine Schwan, oder auch durch eine Weinprobe oder den Vortrag einer Kunsthistorikerin erfolgen. Wichtig war uns dabei, da√ü neben den trockenen Finanzthemen auch immer Gespr√§chsstoff f√ľr das anschlie√üende nicht weniger wichtige networking vorhanden ist. Insofern ist es uns auch ein Anliegen, Gleichgesinnte zusammenzubringen, eine Art von Clubatmosph√§re zu schaffen. Und so ist unser komplettes Paket geschn√ľrt worden.

AVIVA: Abschließend noch eine Frage zu den Seminaren: Welche sind geplant?
Eva Donsbach:
Es stehen in den nächsten Wochen konkret zwei Seminare "Börse" und "Vererben"an.
Das sind wichtige Themen, die sehr oft nachgefragt werden. Und beim Erben/Vererben kommt wieder eine frauenspezifische Komponente zum Tragen, n√§mlich dass Frauen h√§ufiger als M√§nner das Gef√ľhl haben, mit ererbtem Reichtum etwas Sinnvolles oder Gutes machen zu m√ľssen und dazu neigen, sich √ľberfordert zu f√ľhlen. Das B√∂rsenseminar soll nat√ľrlich Grundwissen vermitteln, auch die Scheu nehmen, das ist sehr wichtig. Wir wollen zeigen, dass es kein Hexenwerk ist, dass es relativ einfach ist, wenn man sich damit besch√§ftigt. Und dass es ganz nebenbei auch durchaus Spa√ü machen kann.

Zum FondsSeminar der Weberbank.

Zu viel, zu un√ľbersichtlich, zu speziell? Wer sich ein Portfolio aus Fonds aufbauen will, hat es schwer: Er mu√ü aus einem Angebot von √ľber 7.000 in Deutschland zugelassenen Fonds ausw√§hlen. Dach- oder Mischfonds, Growth oder Value, Schwellenl√§nder oder global?

Das FondsSeminar der Weberbank zeigt Ihnen in kleinen Lektionen, wie ein ausbalanciertes Fonds-Portfolio entsteht.

Falls Sie weiterf√ľhrende Fragen zu Fonds haben, stehen Ihnen die BeraterInnen unter der Telefonnummer 0180 - 3 - 123 321 montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr gerne zur Verf√ľgung. Wollen Sie sich selbst die passenden Fonds aussuchen, k√∂nnen benutzen Sie den FondsShop


Zur zweimonatlich aktualisierten Anlagestrategie.




Lesen Sie auch die anderen beiden Interview-Beiträge mit Eva Donsbach:

Frauen haben besondere Anspr√ľche an ihre Bank. Ladies Office Spezial...

Ladies Office Spezial. Familienservice...



Women + Work > Interviews Beitrag vom 01.06.2003 Sharon Adler 





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