Birgit Schwarz - Auf Befehl des F├╝hrers. Hitler und der NS-Kunstraub - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
AVIVA-Berlin .
.
P
R
.
.

AVIVA-Berlin > Buecher AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook AVIVA-Berlin auf twitter
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   J├╝disches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Happy Birthday AVIVA




AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2018




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 23.03.2015

Birgit Schwarz - Auf Befehl des F├╝hrers. Hitler und der NS-Kunstraub
Julia Lorenz

Nicht erst seit dem Fall Gurlitt ist bekannt, dass Deutschland unter dem NS-Regime Schauplatz des gr├Â├čten Kunstraubs der Geschichte war. Wie tief Hitler jedoch wirklich in das schmutzige Gesch├Ąft...



...mit gestohlenen Kulturg├╝tern verstrickt war, deckt Kunsthistorikerin Birgit Schwarz in ihrem neuen Sachbuch auf.

Die "Causa Kirchner", die sich um das Gem├Ąlde "Berliner Stra├čenszene" von Ernst Ludwig Kirchner im Br├╝cke-Museum entspann, der Fall Gurlitt - und schlie├člich der Streit um den Welfenschatz im Berliner Kunstgewerbemuseum: Die Debatte um den NS-Kunstraub ebbt nicht ab. Birgit Schwarz, Professorin f├╝r Kunstgeschichte an der Universit├Ąt Wien, befasst sich seit Jahren mit Hitlers Verbrechen an den - zumeist j├╝dischen - KunstsammlerInnen zur NS-Zeit. In ihrem aktuellen Werk "Auf Befehl des F├╝hrers. Hitler und der NS-Kunstraub" bricht sie nun mit der in der Wissenschaft popul├Ąren These, Hitler sei eine Randfigur im Kunstraub gewesen, und pr├Ąsentiert ihn als treibende Kraft hinter dem organisierten Diebstahl.

Mit dem sogenannten "F├╝hrervorbehalt", dem wichtigsten Dokument zum NS-Kunstraub, sicherte sich Hitler das Recht, pers├Ânlich ├╝ber die Verwendung beschlagnahmter Gem├Ąlde zu entscheiden. Der gro├če Diktator inszenierte sich als gro├čer Kurator - auf Kosten der SammlerInnen: 50.000 Kunstwerke sollen es laut Schwarz gewesen sein, die Hitler und seine Schergen den Eigent├╝merInnen gewaltsam abgerungen, zwangsverkauft oder versteigert haben. Viele Restitutionsforderungen sind bis heute nicht beglichen.

W├Ąhrend Schwarz in ihrem Werk die personalen Verwicklungen zur NS-Zeit rekonstruiert, thematisierte Kulturjournalist Stefan Koldehoff in seinem zum Standardwerk avancierten Sachbuch "Die Bilder sind unter uns. Das Gesch├Ąft mit der NS-Raubkunst und der Fall Gurlitt", wie die Kunstszene nach dem Zweiten Weltkrieg vom Raub an j├╝dischen KunstsammlerInnen profitierte.
Lesen Sie dazu die Rezension von Hilde Schramm auf AVIVA-Berlin.de.

AVIVA-Tipp: Der NS-Kunstraub als "Kulturpolitik" Hitlers - dieser Aspekt hat bisher wenig Beachtung gefunden. Mit ihrem Werk "Auf Befehl des F├╝hrers" beleuchtet Birgit Schwarz die Rolle des Diktators im NS-Kunstraub - und liefert nicht nur ├╝ber Raubkunst, sondern auch ├╝ber die Person Hitler ├╝berraschende Erkenntnisse.

Zur Autorin: Dr. Birgit Schwarz lehrt Kunstgeschichte an der Universit├Ąt Wien. Von 1975 bis 1984 studierte sie Kunstgeschichte, Klassische Arch├Ąologie und Kirchengeschichte an der Johannes Gutenberg-Universit├Ąt Mainz und promovierte 1984. Seit 1998 forscht sie zur Museumspolitik des Nationalsozialismus, ver├Âffentlichte zahlreiche Publikationen wie "Geniewahn. Hitler und die Kunst" (2009). Birgit Schwarz lebt und arbeitet in Wien.

Zur Webseite der Autorin: www.kunstgeschichte.univie.ac.at

Birgit Schwarz
Auf Befehl des F├╝hrers. Hitler und der NS-Kunstraub

Theiss, Darmstadt, erschienen im November 2014
1. Auflage
320 Seiten. Gebunden mit Schutzumschlag
29,95 Euro
ISBN 978-3-8062-2958-5

Weitere Infos unter www.theiss.de

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Stefan Koldehoff - "Die Bilder sind unter uns. Das Gesch├Ąft mit der NS-Raubkunst und der Fall Gurlitt"

Melissa M├╝ller und Monika Tatzkow ÔÇô "Verlorene Bilder, verlorene Leben"

Eine Debatte ohne Ende - Raubkunst und Restitution im deutschsprachigen Raum

Stealing Klimt

Interview with Jane Chablani, Regisseurin von "Stealing Klimt"

Jani Pietsch - Ich besa├č einen Garten in Sch├Âneiche bei Berlin




Buecher Beitrag vom 23.03.2015 Julia Lorenz 





  © AVIVA-Berlin 2018 
zum Seitenanfang suche sitemap impressum datenschutz home Seite weiterempfehlenSeite drucken