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AVIVA-BERLIN.de 11/19/5778 - Beitrag vom 07.05.2010

16. Jewish Film Festival Berlin und Potsdam vom 25. April bis 9. Mai 2010 - die PreisträgerInnen
AVIVA-Redaktion

Im nunmehr sechzehnten Jahr ihres Bestehens zeigen die VeranstalterInnen der j√ľdischen Filmfestspiele insgesamt 21 Beitr√§ge, darunter zw√∂lf Deutschland-Premieren und zwei Welturauff√ľhrungen. Das...



NEWS vom 06.05.2010Am 6. Mai 2010 wurden die Preistr√§gerInnen des 16. JEWISH FILM FESTIVAL BERLIN im Kino Arsenal gek√ľrt. Die drei Preise wurden von der Familie der Berliner Kinolegende Gerhard Klein gestiftet.
Der Preis f√ľr den Besten Deutschen Dokumentarfilm mit J√ľdischer Thematik aus dem Jahr 2009, dotiert mit 2.000 Euro, geht an MAZEL TOV von Thomas Bergmann und Mischka Popp.
Der Gerhard-Klein-Publikumspreis, dotiert mit 2.000 Euro, geht an ROMEO AND JULIET IN YIDDISH von Eve Annenberg.
Der Preis f√ľr den Besten israelischen Film des 16. JEWISH FILM FESTIVAL BERLIN, dotiert mit 3.000 Euro, geht an A FILM UNFINISHED von Yael Hersonski.
Mit der Preisverleihung endet das 16. JEWISH FILM FESTIVAL BERLIN im Kino Arsenal. Traditionell geht es nun weiter nach Potsdam. Dort l√§uft das JEWISH FILM FESTIVAL BERLIN vom 7. bis 9. Mai im Filmmuseum Potsdam. Die Er√∂ffnung findet am 7. Mai um 18:00 Uhr mit Julia Tals DER KLEINE ZALAM und um 20:00 Uhr mit der Auff√ľhrung von Scandar Coptis und Yaron Shanis AJAMI statt. Im Anschluss an die Vorf√ľhrung von AJAMI wird der Journalist und AJAMI-Experte J√∂rg Taszman von seinem Besuch der Dreharbeiten in Israel berichten.



...diesj√§hrige Motto lautet: "You don¬īt have to be Jewish to enjoy the Jewish Film Festival Berlin".

Nachdem die BetreiberInnen in diesem Jahr mit gro√üen finanziellen Schwierigkeiten zu k√§mpfen hatten (AVIVA-Berlin berichtete), sind diese H√ľrden nun √ľberwunden und das vorl√§ufige Programm des 16. JFFB steht fest. Es werden erneut spannende, anregende und auch aufregende Kinofilme pr√§sentiert, unter anderem die skurrile Liebesgeschichte eines Chanson-liebenden Taxifahrers, das Portr√§t einer ungew√∂hnlichen Freundschaft zwischen einem 80-j√§hrigen ehemaligen Model und einer 40-j√§hrigen j√ľdischen Komikerin oder die surreale filmische Hommage an den gro√üen russischen Dichter und Nobelpreistr√§ger Josef Brodsky.

Wie in den letzten Jahren kann das Festival erneut zahlreiche internationale RegisseurInnen, DrehbuchautorInnen und ProduzentInnen in Berlin begr√ľ√üen, die ihre Filme pers√∂nlich vorstellen und diskutieren werden. Die Beitr√§ge stammen zu einem gro√üen Teil aus den USA, Israel und Deutschland - aber auch Frankreich, Russland, die Niederlande, Argentinien, √Ėsterreich und Gro√übritannien werden vertreten sein.

H√∂hepunkt des JFFB 2010 wird der Film √ľber das Leben des Pianisten und Dirigenten Andr√© Previn (Jg. 1929) sein, der als Achtj√§hriger mit seiner Familie von Berlin nach Paris emigrierte und anschlie√üend in die USA fl√ľchtete. Die Deutschlandpremiere findet am 27. April 2010 um 18 Uhr im Berliner Kino Arsenal statt. Ob Andr√© Previn daran teilnehmen kann, ist jedoch noch nicht sicher.

Hier ein erster Ausblick auf die Beiträge im Festival-Programm:

"He¬īs my girl" (Er√∂ffnungsfilm)
Zehn Jahre sind seit der erfolgreichen Kom√∂die "L¬īhomme est une femme comme les autres" vergangen. In "He¬īs my girl" findet das turbulente Leben des homosexuellen Hauptdarstellers Simon Eskenazy nun seine Fortsetzung. Inzwischen ist er von der Schauspielerin Rosalie geschieden und auch seine herzschwache Mutter hat sich an seine Homosexualit√§t gew√∂hnt. W√§re da nicht die h√ľbsche Krankenschwester, die sich pl√∂tzlich als Mann entpuppt und Simons Leben komplett auf den Kopf stellt. Und als Rosalie pl√∂tzlich auch noch vor seiner T√ľr steht, beginnt der meshugaas (Wahnsinn).

"Andr√© Previn ‚Äď eine Br√ľcke zwischen den Welten"
Ein Portrait des in Berlin geborenen, weltber√ľhmten Komponisten, Musikers, Dirigenten und vierfachen Oscar-Preistr√§gers Andr√© Previn. Der Ausnahmek√ľnstler wird nicht nur von seinen beiden Ex-Frauen Mia Farrow und Anne-Sophie Mutter sowie seinen S√∂hnen aus verschiedenen Ehen interviewt, sondern frau/man sieht wunderbare Ausschnitte aus seinem reichen k√ľnstlerischen Schaffen der vergangenen Jahrzehnte.

"Five hours from Paris"
Die schönste Liebeserklärung an den Beruf des Taxifahrers seit Jarmuschs "Night On Earth". Leon Prudovsky erzählt die Geschichte von Yigal, der dem tristen Alltag als Taxifahrer nur mit seiner Liebe zum Chanson zu entkommen weiß - bis er die Musiklehrerin Lina kennen und lieben lernt und durch sie erfährt, dass es nie zu spät ist, seine Träume zu verwirklichen.

"Room and a half"
Der Film von Andrej Khrzhanowski verdichtet durch eine ungew√∂hnliche Verkn√ľpfung von Archivmaterial mit surrealistischen Szenen und Zeichentricksequenzen das Portr√§t des Schriftstellers und Nobelpreistr√§gers Josef Brodsky zu einem lyrischen Meisterwerk. Selten wurde St. Petersburg so wundervoll dargestellt wie in diesem nostalgischen Lobgesang auf die Kindheit und eine Sowjetunion, die ihre DichterInnen und AutorInnen liebte.

"Ahead of Time"
Eine ausgezeichnete Dokumentation von Rob Richman √ľber das Leben einer au√üergew√∂hnlichen Pers√∂nlichkeit: Die 1911 in Brooklyn geborene Ruth Gruber begann, nachdem sie schon als 20j√§hrige einen Doktortitel an der K√∂lner Universit√§t erhielt, mit 24 Jahren als Reporterin um die ganze Welt zu reisen. Sie war dabei, als wichtige Weichen der j√ľngeren Weltgeschichte gestellt wurden, als sie beispielsweise als Mitglied der Roosevelt-Regierung 1.000 Holocaust-√úberlebende auf ihrer Reise nach Amerika begleitete oder von den N√ľrnberger Prozessen bzw. der Irrfahrt der Exodus 1947 berichtete.

Die beiden Filme "Five hours from Paris" und "Room and a half" wurden bereits beim International Jewish Filmfestival in Haifa, das f√ľr sein innovatives Programm bekannt ist, ausgezeichnet. Sie sollen den Beginn einer engen Kooperation beider Festivals markieren.

Festivalleiterin Nicola Galliner freut sich, dass in diesem Jahr Frau Charlotte Knobloch, Pr√§sidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, die Schirmherrschaft f√ľr die Filmfestspiele √ľbernommen hat: "Seit nunmehr 16 Jahren zeigen wir mit Filmen aus aller Welt, was modernes Judentum bedeutet und ist. Unser Programm zeigt jüdisches Leben jenseits der Klischees und Vorurteile. Es zeigt lebendiges Judentum!"

Der Er√∂ffnungsfilm "He¬īs my girl" von Jean-Jacques Zilbermann wird am Sonntag, den 25. April 2010, um 18 Uhr im Kino Arsenal gezeigt. Neben dem Hauptdarsteller der franz√∂sischen Kom√∂die, Mehdi Dehbi, werden zahlreiche G√§ste aus Politik, Wirtschaft und Kultur erwartet.

Veranstaltungsort: Kino Arsenal
Potsdamer Str. 2
10785 Berlin
InteressentInnen erhalten ab 1. April Karten im Kino Arsenal oder telefonisch unter 030 26955 - 100 .

Weitere Information zum Festival und zum Programm finden Sie ab 01. April 2010 unter:
www.jffb.de

MedienpartnerInnen des 16. Jewish Film Festival Berlin: AVIVA-Berlin, Der Tagesspiegel, Radio Eins

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

16. Jewish Film Festival 2010 wird stattfinden

Der Junge im gestreiften Pyjama

Das AVIVA-Interview mit Nicola Galliner anlässlich des 9. Jewish Film Festival 2003.




Informationen zum Festival in Berlin und Potsdam finden Sie unter: www.jffb.de. Bei weiteren Fragen, wenden Sie sich gerne an die betreuende Presseagentur.

Jüdisches Leben Beitrag vom 07.05.2010 AVIVA-Redaktion 





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