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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2019 - Beitrag vom 03.03.2019


Das war die 69. Berlinale - Der Goldenen Bär ging an den israelischen Regisseur Nadav Lapid, drei Silberne Bären an Frauen: Angela Schanelec, Nora Fingscheidt, Yong Mei - die AVIVA-Auswahl der Gewinner*innen und mehr
Helga Egetenmeier

Außerdem: die Gender Evaluation Berlinale 2019 ist veröffentlicht. Mit einer Filmauswahl unter dem feministischen Leitspruch "Das Private ist politisch" verabschiedete sich Dieter Kosslick als Festivalleiter. Ab 2020 wird mit Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian eine paritätisch besetzte Doppelspitze...



...die Berlinale übernehmen. Den Goldenen Bären erhielt das israelisch-französische Drama "Synonymes". Angelehnt an seine Biografie, erzählt Regisseur Nadav Lapid aus dem Leben eines jungen Israeli, der in Paris seine Identität hinter sich lassen will.

Veränderungen beim weltgrößten Publikumsfestival

Eine leichte Erhöhung der verkauften Tickets (ca. 335-tausend) gegenüber dem Vorjahr zeigt, dass sich die gesellschaftskritischen Filme der Berlinale bei Cineast*innen weiterhin großer Beliebtheit erfreuen. Ob sich die personellen Veränderungen im nächsten Jahr auf die Filmauswahl und die Zuschauer*innenzahlen auswirken, bleibt abzuwarten. Es wird das erste Festival mit paritätisch besetzter Doppelspitze seit dem Start der Berlinale im Jahr 1951. Die Geschäftsführung übernimmt Mariette Rissenbeek, langjährige Geschäftsführerin von German-Films, die künstlerische Leitung Carlo Chatrian, der diese Position zuvor beim Locarno Film Festival innehatte.

Die Verschiebung des Festivaltermins ist eine zweite erhebliche Veränderung. Da die Oscar-Gala mit ihrem Februar-Termin weiter nach vorn rückt, wurde der Berlinale-Termin nach hinten verschoben. Damit findet die Berlinale 2020 vom 20. Februar bis zum 1. März statt und alle dürfen gespannt sein, wie sich der zeitliche Tausch dieser großen Festivals auf das Filmangebot der Berlinale auswirkt.

Eine weitere Veränderung hat der scheidende Festivaldirektor angeschoben, als er am 9. Februar seine Unterschrift unter die Erklärung "5050 x 2020" setzte. Diese besagt, dass bis zum Jahr 2020 die Leitungen und Auswahlgremien paritätisch zu besetzen sind und die Zahlen zur Geschlechterverteilung der Filmeinreichungen und -auswahl veröffentlicht werden.

Bereits dieses Jahr wurde eine ausführliche "Gender Evaluation Berlinale 2019" veröffentlicht. Diese zeigt, dass ein hoher Anteil weiblich besetzter Leitungspositionen nicht dazu führt, dass in den verschiedenen Arbeitsbereichen der Filmproduktion die Frauenquote berücksichtigt wird. Hier setzt die neue Initiative von WIFTI (Women in Film & Television International) und die weltweit arbeitende Postproduktionsfirma Chimney mit einem ökonomischen Anreiz an. Mit "10 % for 50/50" geben die beteiligten Produktionsfirmen 10 % Rabatt auf Filmproduktionen, die eine ausgeglichene Gender-Verteilung vorweisen können.

An dieser Stelle veröffentlichen wir die AVIVA-Auswahl aus den über 50 vergebenen Auszeichnungen unter den Aspekten: Regiefrauen, Genderthematik und Jüdisches Leben

Der Goldene Bär und weitere Bären-Preisträger*innen


Um den Goldenen Bären in der Kategorie Wettbewerbsfilme konkurrierten nach dem Rückzug des chinesischen Wettbewerbsbeitrag "Yi miao zhong" (One Second) nur mehr 16 Filme.

Unter der Leitung der Jury-Präsidentin Juliette Binoche wurde die französisch-israelisch-deutsche Produktion "Synonymes", Regie Nadav Lapid mit dem Goldenen Bären für den besten Film, sowie dem Preis der FIPRESCI-Jury ausgezeichnet. Angelehnt an seine Biografie, erzählt der Film von dem jungen Israeli Yoav, der gerade in Paris angekommen ist. Bei seiner ersten Übernachtung in einer kalten, leeren Wohnung, wird er beraubt. Ihm bleibt nur noch sein nackter Körper an einem Ort, an dem er niemand kennt. Kurze Zeitsprünge lassen Yoavs Akklimatisierung in Paris eine als eine sperrige Entwicklung erscheinen, die durch eine unmotivierte Ménage à Troi verstärkt wird. Vom Erlernen der Sprache bis zum Singen der Marseillaise tut er alles, um Franzose zu werden und sein früheres Leben zu ignorieren. Doch seine Einsamkeit bleibt, trotz sich anbahnender Freundschaften, spürbar. Der Regisseur hat diesen Film seiner Mutter Era Lapid gewidmet, die auch bei seinen anderen Filmen für den Schnitt verantwortlich war, und während des Produktionsprozesses verstorben ist.

Der Silberne Bär für die Beste Regie ging an Angela Schanelec für "Ich war zuhause, aber". Ihren Filmtitel hat sie an den Stummfilm "Ich wurde geboren, aber..." von Yasujiro Ozu angelehnt, der sich darin ebenfalls mit dem Verhältnis der Kinder zu einem Elternteil beschäftigt. Ihre Hauptfigur Astrid (Maren Eggert) hat, wie Schanelec, zwei Kinder deren Vater verstorben ist. Alleinerziehend pendelt Astrid zwischen ihrem Beruf im Kulturbetrieb, ihrem Zuhause mit den Kindern und dem Kauf eines gebrauchten Fahrrads. Fast dokumentarisch zeigt der Film das Leben einer Mutter, die weder im Handeln noch in der Kommunikation perfekt ist.

Den Silberner Bär/Alfred-Bauer-Preis, wie auch den Preis der Leserjury der Berliner Morgenpost, erhielt der lebhaft inszenierte Spielfilm "Systemsprenger" der Regisseurin Nora Fingscheidt. In der Sprache der Kinder- und Jugendhilfe wird Benni als Systemsprengerin bezeichnet, da ihre Betreuerin bisher keine Einrichtung finden konnte, die ihre Bedürfnisse auffangen kann. Deshalb muss sie immer wieder eine neue Unterbringungsmöglichkeit für die Neunjährige finden. Das Mädchen, liebenswert, aggressiv, wie auch scheu gespielt von der beeindruckenden Helena Zengel, passt nicht in den engen Maßstab dieser Betreuungseinrichtungen, ihr Wunsch nach einer familiären Bindung scheitert an der Angst der Erwachsenen.

Den Silbernen Bär für die Beste Darstellerin erhielt Yong Mei, ihr Film-Ehemann Wang Jingchun bekam ihn als Bester Darsteller. Sie spielen in dem chinesischen Spielfilm "Di jiu tian chang" (So Long, My Son) über einen Zeitraum von 30 Jahren ein Ehepaar, dessen kleiner Sohn ertrunken ist. Die chinesische Ein-Kind-Politik verlangte von der zum zweiten Mal Schwangeren eine Abtreibung. Doch nach dem Badeunfall durften sie einen Pflegesohn aufnehmen, der aber ihren Ansprüchen nicht gerecht werden konnte. Im Laufe der Zeit verblassen Freundschaften und keimen wieder auf. Die chinesische Gesellschaft verändert sich, aus engen, düsteren Mietskasernen werden schicke und teure Hochhauswohnungen. In knapp drei Stunden erzählt der Film von einem China im Umbruch, getragen von den charmanten Figuren.

Im Wettbewerb fehlte der chinesische Film "Yi miao zhong" aufgrund einer ungewöhnlich kurzfristigen Absage wegen "technischer Probleme"- bis jetzt ein einmaliger Vorgang im Wettbewerb der Berlinale. Dieser Film, der in der Zeit der Kulturrevolution spielt, hätte eine politische und grausame Zeit der Geschichte Chinas auf die Berliner Leinwände gebracht. Ein Grund, weshalb es Spekulationen gab, dass die Zensurbehörden ihn nicht freigegeben haben. Der 68-jährige Regisseur Zhang Yimou war bereits fünfmal in den Wettbewerb der Berlinale eingeladen und gewann für sein Regiedebüt "Red Sorghum" (Rotes Kornfeld) 1988 den Goldenen Bären.

Unsere Auswahl der Panorama Publikums-Preise

Für den seit 1999 verliehenen Panorama Publikums-Preise wurden dieses Jahr 29.000 Stimmen abgegeben, die 45 Langfilme aus 38 Ländern bewerteten.

Der erste Platz des Panorama-Publikums-Preis, wie auch der Art Cinema Ward des Internationalen Verbands der Filmkunsttheater, ging an die Regisseurin Hikari (Mitsuyo Miyazaki) für ihren ersten langen Spielfilm "37 Seconds". In lebhaften Bildern entfaltet sie langsam die Lebensgeschichte der 23-jährigen Comic-Zeichnerin Yuma Takada, die auf den Rollstuhl angewiesen ist. Herausragend gespielt wird sie von der Laienschauspielerin Mei Kayama, die, wie ihre Filmfigur, an infantiler Zerebralparese leidet. Als sich die junge Frau langsam aus der Bevormundung ihrer Umgebung löst, beschleunigt sich ihre Selbständigkeit. Neben ihrer Entdeckung der Sexualität bekommt sie Zugang zu der vor ihr verheimlichten familiären Vergangenheit.

Platz Zwei des Panorama Publikum-Preis erhielt der durch seine unaufdringliche Wucht beeindruckende Spielfilm "Savovi" von Miroslav Terzic. Am Beispiel der Schneiderin Anna und ihrer Familie nimmt er sich einem bis heute nicht aufgearbeiteten Skandal in Serbien an. Der Film setzt ein, als Anna wieder einmal den Geburtstag ihres Sohnes feiert, der jetzt 20 Jahre alt wäre. Kurz nach der Geburt wurde ihr gesagt, dass er gestorben sei. Während ihr Mann und ihre Tochter dies akzeptieren, kann sie es nicht glauben. Stoisch spielt Snezana Bogdanovic die hartnäckige Mutter, die den Behörden keine Ruhe lässt und dabei auf sich nimmt, für psychisch krank erklärt zu werden. In Serbien ist bis heute nicht aufgeklärt, wie weit dieser systematische Kindesraub mit Kindesverkauf reicht.

Im Bereich "Dokumente" gewann die erfahrene Filmemacherin Kim Longinotto mit "Shooting the Mafia", einer Biografie über Letizia Battaglia, der ersten Fotojournalistin Italiens, den Dritten Platz des Panorama Publikum-Preises. Mit ihrer Fotokamera dokumentierte Battaglia in den 1970er Jahren die brutalen Morde der Mafia auf Sizilien und machte dadurch erst deren Einfluss auf die italienische Gesellschaft sichtbar. Sowohl ihre Fotos wie auch TV-Aufnahmen von Mafia-Prozessen und Ausschnitte aus italienischen Kultfilmen bringt die Regisseurin als Zeitdokumente zusammen. Dazu erzählt sie die Lebensgeschichte einer heute über 80-jährigen Frau, die sich kontinuierlich von den gesellschaftlichen Konventionen weiblicher Bürgerlichkeit entfernt.

Unsere Auswahl der Preise für die Sektion Generation

In der Sektion Generation, seit 2008 geleitet von Maryanne Redpath, sind prozentual die meisten Regisseurinnen vertreten. Es wurden 2.500 Filme eingereicht, unter denen 62 Lang- und Kurzfilme für das Programm ausgewählt wurde. Die Filme wurden mit dem Fokus auf den weiblichen Blick vor und hinter der Kamera ausgewählt und so konnten die jungen Zuschauer*innen ein breites Spektrum an Auseinandersetzungen mit Geschlechtsidentitäten diskutieren.

Geneviève Dulude-De Celles erhielt für "Une colonie" den Gläsernen Bär für den Besten Film. Darin thematisiert sie die gegenseitige Unterstützung, die zwei Heranwachsende sich bei der Suche nach einem Ort geben, an dem sie sie selbst sein können. Die Jury schreibt in ihrer Begründung: "Durch die beeindruckende Kameraführung und die Schauspielleistung hatte man das Gefühl, ganz nah dabei zu sein und konnte in verschiedenen Situationen lachen und weinen und seinen Gefühlen freien Lauf lassen."

Von der Jury eine lobende Erwähnung erhielt Marine Atlan für ihren Spielfilm "Daniel fait face". Er führt in einen scheinbar normalen Schulalltag in Frankreich, in dem sich intime und berührende Begegnungen entwickeln.

Der Gläserne Bär für den Besten Kurzfilm "Juste moi et toi" ging an Sandrine Brodeur-Desrosiers. Darin begleitet sie ihre Protagonistin Eva und deren Vater in dessen LKW von der kanadischen Kälte Montreals zu einem Strand in Mexiko. Die bewegende Vermittlung seiner Botschaft und die besondere Schauspielleistung überzeugten die Jury.

Eine Lobende Erwähnung erhielt Eef Hilgers für "#pestverhaal" (#mobbinggeschichte). Sie befasst sich als Filmemacherin mit den Auswirkungen des Internets und neuer Technologien auf unsere Gesellschaft und unser Verhalten. In ihrem Kurzfilm schildert die 13-jährige Rosalie, wie sie der psychische Terror vom Schulhof bis nach Hause verfolgt. Durch den Austausch mit anderen Betroffenen fühlt sie sich gestärkt, da sie sich nun nicht mehr allein mit ihren Problemen sieht.

Goldener Ehrenbär und Berlinale Kamera

Die britische Film- und Theaterschauspielerin Charlotte Rampling gewann den Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk. Durch ihre Hauptrolle in dem zur Verleihung gezeigten Spielfilm "Der Nachtportier" (1974, Regie Liliana Cavanis) wurde sie weltweit bekannt. Darin spielt Rampling die Überlebende eines Konzentrationslagerns, die ein sadomasochistisches Verhältnis mit ihrem ehemaligen SS-Wächter eingeht. Die italienische Staatsanwaltschaft wollte den Film verbieten, doch ein Gericht erklärte ihn zum Kunstwerk und gab ihn damit frei. Charlotte Rampling hat bis heute in mehr als 100 Film- und TV-Produktionen mitgewirkt. Bei der Berlinale war sie 2006 Präsidentin der Internationalen Jury und gewann 2015 den Silbernen Bären für die Beste Darstellerin in "45 Years".

Die Berlinale Kamera geht seit 1986 an Persönlichkeiten oder Institutionen mit denen sich das Festival besonders verbunden fühlt. Mit der 90-jährigen Agnès Varda erhielt eine bedeutende französische Filmemacherin, Fotografin und Installationskünstlerin die Auszeichnung. Auf der Berlinale war sie mit ihren Filmen viermal im Wettbewerb zu Gast und zeigte dieses Jahr mit " Varda par Agnès" einen Rückblick auf ihr Leben und ihr Werk.

Ebenfalls mit einer Berlinale-Kamera wurde Sandra Schulberg für ihr 40-jähriges Engagement geehrt. Sie rief 1979 das Independent Filmmaker Project ins Leben und setzte sich damit für unabhängige Filmemacher*innen außerhalb der Hollywood Studios ein. Ein Jahr später war sie an der Gründung des unabhängigen Filmverleihs First Run Features beteiligt, 2008 startete sie die Kampagne IndieCollect zum Erhalt von Independent-Filmen. Sie ist außerdem Mitglied im Beirat des Women´s Film Preservation Fund, der von New York Women in Film & Television ins Leben gerufen wurde.

Desweiteren mit der Berlinale Kamera ausgezeichnet wurden: Wieland Speck, der langjährige Leiter der Sektion Panorama. Er begann als Assistent des Programmleiters Manfred Salzgeber und initiierte 1987 den Teddy Award als weltweit ersten Filmpreis für queeres Kino und führte 1999 den Panorama Publikums-Preis ein.
Herrmann Zschoche hatte mit seiner Arbeit als DEFA-Regisseur, mit seinen Kinder- und Jugendfilmen sowie seinen kritischen Gegenwartsfilmen maßgeblich Einfluss auf die Filmlandschaft der DDR. Sein gesellschaftskritischer Film "Karla" (1965), zu dem Ulrich Plenzdorf das Drehbuch schrieb, wurde verboten und konnte erst 1990 öffentlich gezeigt werden.

Der 33. Teddy Award

Der Teddy Award ist der bedeutendste queere Filmpreis der Welt, um den Filme aus allen Sektionen der Berlinale konkurrieren. Als gesellschaftlich engagierte politische Auszeichnung, soll der Preis Filmen und Personen zugutekommt, die queere Themen auf einer breiten gesellschaftlichen Ebene kommunizieren und damit einen Beitrag für mehr Toleranz, Akzeptanz, Solidarität und Gleichstellung in der Gesellschaft leisten.

Ausgezeichnet als bester Spielfilm, wie auch als Gewinner*in des Leser*innenpreises von Queer.de, wurde der mit Science Fiction-Elementen durchsetzte "Breve historia del planeta verde" (Brief Story from the Green Planet) von Santiago Loza. In schön gefärbten Bildern erzählt der argentinische Film von der Transfrau Tania, die mit ihren Freund*innen aufbricht, um den letzten Willen ihrer Großmutter zu erfüllen: ihren Alienfreund wieder dorthin zurück zu bringen, wo er auf der Erde zuerst erschienen ist.

Als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde mit dem chilenischen "Lemebel" von Joanna Reposi Garibaldi ebenfalls ein Film aus Lateinamerika. Wie bereits mit dem letztjährigen brasilianischen Preisträgerfilm über Linn da Quebrada, wird mit Pedro Lemebel (1952-2015) ein Trans*mensch porträtiert, der sich gegen die homophobe und heteronormative Gesellschaft wendet. Während andere homosexuelle Künstler*innen die Diktatur Pinochets (1973-1989) nicht überlebten, wie die Regisseurin im Publikumsgespräch berichtete, fand Lemebel einen neuen Weg, als er 1982 wegen Homosexualität als Lehrer entlassen wurde. Ebenfalls im Publikumsgespräch verwiesen Zuschauer*innen aus Lateinamerika auf die Homophobie in diesen Ländern, wie auch die bedrohliche Gesetzeslage und zugleich auf den wertvollen Beitrag, den der Film als Zeitzeug*innen-Portrait leistet.

Die Auszeichnung als besten Kurzfilm: "Entropia" erhielt die ungarische Künstlerin Flóra Anna Buda, für ihren zehnminütigen Animationsfilm über drei Frauen in drei parallelen Welten. Als eine Fliege einen Systemfehler verursacht, verändert sich alles.

Den Teddy Jury Award erhielt die chinesische Regisseurin Xiang Zi für ihren Spielfilm "A Dog Barking at the Moon". Damit erzählt sie die Geschichte einer wohlhabenden, aber gefühlskalten, chinesischen Familie, von unterdrücktem Begehren und der gesellschaftlichen Bedeutung von Heirat.

Eine Auswahl weiterer Preisträger*innen der 69. Berlinale

Für ihren sehr persönlichen Dokumentarfilm "Born in Evin" bekam Maryam Zaree den Kompass-Perspektive-Preis. Sie nutzt ihren Debütfilm dazu, ihre ungewöhnliche Geburt in diesem berüchtigten iranischen Foltergefängnis zu hinterfragen. Ihre politisch engagierten Eltern waren sowohl dem Schah, als auch dem nachfolgenden Khomeini-Regime gegenüber kritisch eingestellt. Als ihre Mutter schwanger inhaftiert wurde, brachte sie ihre Tochter Maryam 1983 im Gefängnis zur Welt. Da ihre Mutter nie mit ihr darüber sprach, bemächtigt sie sich der Möglichkeiten des Dokumentarfilms, um sich dieser schmerzhaften Stelle in ihrem Leben zu nähern. Voller Liebe, Leidenschaft und Humor gelingt ihr dabei eine Auseinandersetzung zwischen privaten Erfahrungen und politischem Machtanspruch, der die untrennbaren Verzahnungen zwischen beiden aufzeigt.

Der Friedensfilmpreis, wie auch der Amnesty International Filmpreis, ging an "Espero tua (re)volta" der Regisseurin Eliza Capai. Der brasilianische Dokumentarfilm lief in der Sektion Generation 14plus und setzt sich mit den aktuellen politischen Entwicklungen des Landes auseinander: Hunderte öffentliche Schulen sind dem Sparkurs zum Opfer gefallen, was besonders arme und sozial benachteiligte Familien trifft. Der Film zeigt seine jugendlichen Protagonist*innen beim Widerstand und wie sie, wie es in der Begründung der Jury des Friedensfilmpreis heißt, "auf unvergleichlich mitreißende Weise Solidarität und demokratische Werte leben, selbstbewusst ihre Ziele und Träume artikulieren - und dabei den Erwachsenen stets einen Schritt voraus sind."

Die Auseinandersetzung mit der rechten Regierung in Brasilien war auch in weiteren Berlinale-Filmen, die keine Auszeichnung erhielten, ein wichtiges Thema. So setzt sich das Regie-Debüt "Marighella" des Schauspielers Wagner Moura, der im Wettbewerb außer Konkurrenz lief, mit dem Widerstand gegen die Militärdiktatur (1964-1985) auseinander. Diese Diktatur wird vom dem aktuellen brasilianischen Präsidenten Bolsonaro verherrlicht, der sich als Staatsoberhaupt auch für eine bewaffnete Bekämpfung der Mitglieder der Landlosenbewegung ausspricht, die in dem Dokumentarfilm "Chao" (Forum) von Camila Freitas zu Wort kommen.

Die Preisträgerin der Ökumenischen Jury aus der Sektion des Internationalen Wettbewerbs, wie des Gilde Filmpreises, ist der Spielfilm "God Exists, Her Name is Petrunya" von Teona Strugar Mitevska. Anhand einer wahren Begebenheit von 2014 nimmt sie die nordmazedonische Tradition, nach der Männer am Fest der Heiligen drei Könige nach einem Glück bringenden Holzkreuz tauchen, das von einem Priester in den Fluss geworfen wird, als Ausgangspunkt. Denn es ist die arbeitslose Historikerin Petrunya, die das Kreuz aus dem Wasser holt. Als sie es nicht an einen Mann abgeben will, wendet sich die aufgebrachte Gemeinde gegen sie. Der Film zeigt die Entwicklung von der schüchternen Petrunya zu einer mutigen Frau, die Unterstützung von einer forschen Reporterin erhält. Beide wenden sich gegen die männlich dominierten Institutionen Kirche und Polizei mit dem Wissen, ihr gesellschaftliches Ansehen und damit ihre Zukunft zu riskieren.

Den Preis der FIPRESCI-Jury im Forum erhielt die mit viel feiner Ironie gedrehte Verfilmung "Die Kinder der Toten", Regie Kelly Copper und Pavol Liska, des gleichnamigen Romans von Elfriede Jelinek. Kurzweilig anzusehen, zwischen heute und gestern, in und um eine Pension Alpenrose spielend, kehren die Toten zurück und verwirren eine holländische Reisebusgesellschaft. In dem mit Super-8-Bildern versetzten Film sind die Dialoge nur als Text eingeblendet. Die Natur-Geräusche geben den Filmton vor und werden durch Blasmusik ergänzt, so dass ein kurzweiliger Horror-Heimatfilm entsteht, der immer auch einen komödiantisch-absurden Beigeschmack hat.

Den Heiner-Carow-Preis "zur Förderung der deutschen Filmkunst", ausgelobt von der DEFA-Stiftung, erhielt Annekatrin Hendel für ihren Dokumentarfilm "Schönheit & Vergänglichkeit". Die aus Ostberlin stammende Regisseurin nimmt sich in ihren Filmen häufig Themen an, die eine Verbindung zur DDR herstellen. So porträtiert sie hier Sven Marquardt, der vor allem als Türsteher des Technoclubs Berghain bekannt ist. Aber er ist auch als Fotograf unterwegs und porträtierte bereits vor dem Mauerfall die Ostberliner Subkultur.

FairFilmAward Fiction 2019

Außerhalb der Berlinale-Filme wurde zum neunten Mal der FairFilmAward Fiction 2019 für die fairste Filmproduktion des Jahres in den Kategorien Spielfilm und Serie vergeben. Den Preis initiierte 2011 "Die Filmschaffenden - Bundesvereinigung der Filmschaffenden-Verbände e.V." Für die fairste Dokumentarfilmproduktion wird in Zusammenarbeit mit dem DOK.fest München im Mai 2019 der Preis vergeben.

Bei herkömmlichen Preisverleihungen werden die Herstellungsbedingungen nicht berücksichtigt, obwohl die Filmbranche überwiegend mit öffentlichen Geldern gefördert wird und dies im Filmfördergesetz am 01.01.2017 als Fördergrundlage "sozialverträgliche Bedingungen" (§ 29. FFG) festgeschrieben wurde. Doch ähnlich wie beim Landesgleichstellungsgesetz zur Gleichstellung von Frauen und Männern, verändert die reine gesetzliche Festlegung gewohnte Vorgehensweisen kaum.

Für den FairFilmAward wurde ein Kriterienkatalog aufgestellt, der eigentlich für jeden Arbeitsplatz gelten sollte und auch den Anspruch der Geschlechtergerechtigkeit in sich trägt. An der Umfrage beteiligten sich mehr als 1.500 Filmschaffende, die folgende sieben Teilbereiche benoteten:
a) Chancengerechtigkeit, Gleichbehandlung und Diversität. b) Vertrag, Gagen und Entgelte. c) Kommunikation und Arbeitsklima. d) Arbeitszeiten und Arbeitsschutz. e) Professionalität und Qualifizierung. f) Umweltschutz. g) Nachhaltigkeit, Solidarität und Perspektiven.
Anhand der Auswertung gingen die Preise an den "Polizeiruf 110 - Tatorte" unter der Regie von Christian Petzold und an die Serie "Das Wichtigste im Leben".

Gender Evaluation Berlinale 2019

Dieses Jahr hat die Berlinale mit der 48-seitigen Broschüre "Gender Evaluation Berlinale 2019" zum ersten Mal eine eigenständige Auswertung zur Geschlechteraufteilung der Filme des Festivals herausgebracht. Neben der Erfassung anhand der Anmeldungen, wurde jedem Filmteam die Möglichkeit der Selbstauskunft gegeben. Bei fünf vorgegebenen Gewerken - Regie, Produktion, Drehbuch, Kamera, Montage - gab es die Wahl zwischen weiblich, männlich oder non-binär.

Bereits zur Berlinale 2018 gab es eine Auswertung zum Geschlechterverhältnis in der Filmproduktion, die durch die Möglichkeit, gemischte Teams anzugeben, detaillierter ausfiel, als in den Jahren zuvor. Um jedoch die Entwicklung innerhalb der letzten vier Jahre vergleichen zu können, müssen wir uns auf die einfach gehaltenen Statistiken der Jahre 2016 und 2017 beziehen und können deshalb nur die prozentualen Anteile der eingeladenen Regisseurinnen vergleichen.


(Quellen: 66. IFB Pressedossier 2016, 67. IFB Pressedossier 2017, 68. IFB Pressedossier 2018, Gender Evaluation Berlinale 2019)

Dieser Überblick zeigt, dass sich im Wettbewerb im Jahr 2019 der Anteil der Regisseurinnen gegenüber dem Vorjahr um fast 20 % erhöht hat. Dagegen nahm ihr Anteil in den Sektionen Panorama und Forum deutlich ab. Bei allen drei Sektionen wurde noch nie ein Anteil von 50/50 erreicht, wobei Panorama und Forum aktuell nur bei einem Regisseurinnen-Anteil von rund 1/4 lagen. Dagegen pendelt sich bei der Generation (der Sektion für die 7-18-Jährigen) der Anteil der Regie-Frauen auf die Hälfte der gezeigten Filme ein.

Hier scheinen zum einen die stereotypen Geschlechtervorstellungen sichtbar zu werden, nach denen Frauen für die Betreuung des Nachwuchses zuständig sind. Deshalb scheint es leichter zu sein, im Bereich Generation zu einem 50/50-Anteil bei der Filmauswahl zu gelangen. Zum anderen spricht scheinbar der ökonomische Aspekt - die Höhe der Bezahlung in Arbeitsverhältnissen - dagegen, dass Frauen in den besser bezahlten Filmproduktionen, wie dem Wettbewerb, eine Regie-Stelle erhalten. Leider lassen sich dazu nur allgemeine Aussagen treffen. Es wäre spannend, wenn die Berlinale-Erhebung dazu die soziokulturellen Einstellungen der Auswahlteams, wie auch die ökonomischen Hintergründen der Filmproduktionen erfragen würde.

Die 48-seitige deutsch/englische Gender Evaluation der Berlinale 2019 kann herunterladen werden unter: www.berlinale.de/media

Was fehlt: Ein Filmpreis für Gender-Gerechtigkeit

Wie der FairFilmAward zeigt, fordert eine mit festen Kriterien ausgestattete Auslobung eines Filmpreises zur Offenlegung und Transparenz bei der Filmentstehung und -produktion auf. Zugleich bekommen zukünftige Filmprojekte und die daran Beteiligten wichtige Hinweise, um Diskriminierung und Ausbeutung zu vermeiden. Deshalb wäre es für alle Filmproduktionen wichtig - hier sei wieder einmal auf die überwiegende Förderung durch öffentliche Gelder hingewiesen - ihre Arbeitsweise offen zu legen und gleichzeitig eine paritätische Besetzung anzustreben. Dazu könnte z.B. ein 50*50-Award der Berlinale mit festen Auswahlkriterien, die eine Benotung der Filme nach Gender-Gesichtspunkten erlauben, beitragen.

Noch mehr Filmfestivals

Obwohl die Besucher*innenzahlen für das Kino leicht zurückgehen, sind die Festivals mit ihren Filmen abseits des Mainstreams weiterhin sehr gut besucht. Wo diese Entwicklung hin geht und ob das Kino als sozialer Ort gemeinsamen Erlebens sich neu erfindet oder eine andere Struktur annimmt, wird die Zukunft zeigen. Auf der Berlinale hat der Spielfilm über das weltweit erste verheiratete lesbische Paar, "Elisa y Marcela", der Regisseurin Isabel Coixet die Kinogemeinde gespalten, weil sie ihren Film mit dem Streamingdienst-Anbieter Netflix produzierte.

Nachfolgend ein paar Hinweise auf Filmfestivals, bei denen feministische und weibliche Regisseur*innen im Vordergrund stehen.

Die sechste Ausgabe der Berlin Feminist Film Week findet dieses Jahr vom 7.-13. März 2019 statt. Neben einer Vielzahl an aktuellen Filmen, gibt es erstmals einen Fokus auf das feministische Filmerbe. Es steht dabei Ulrike Ottingerim Mittelpunkt, gezeigt wird ihr Film "Bildnis einer Trinkerin" (1979). Sechs unterschiedliche Workshops geben einen Einblick in die Filmproduktion, so am 8.3. "Women & Tech - How to Shoot a Video Tutorial", das bei der Berliner Union Film stattfindet, sowie am gleichen Tag und gleichen Ort der Workshop "Golden Brown Girls Webseries".

Es folgt vom 9.-14 April 2019 in Dortmund das Internationale Frauenfilmfestival Dortmund|Köln. Das diesjährige thematische Programm steht unter dem Motto "Bilderfallen: Täuschung, Tarnung, Maskerade", dazu gibt es rund 100 aktuelle und historische Filme, Performance und Diskussionen.

Welche weiter reisen wollen, können sich für den 22.-31. März 2019 das Festival de Films de Femmes de Créteilvormerken, das 1978 von Jacky Buet zusammen mit Elisabeth Tréhard gegründet wurde. Es zeigt die Qualität der filmischen Werke von Frauen, die auf den großen Festivals oft unsichtbar bleiben. Zu den ersten Gewinnerinnen des Hauptpreises gehörten Helma Sanders-Brahms und Margarethe von Trotta. Das festivaleigene Archiv beherbergt mehr als 10.000 von Frauen inszenierte Filme.

Vom 29.8.-5.9.2019 findet das 21. Seoul International Women´s Film Festivalin Korea statt. Gegründet 1997, zeigt das Festival rund 140 Filme und erwartet um die 40-tausend Besucher*innen. Letztes Jahr eröffnete das Festival mit dem Dokumentarfilm "Faces Places" von Agnès Varda und JR.

AVIVA-Resümee: Dass die fortlaufende Diskussion um Geschlechtergerechtigkeit auch Früchte trägt, zeigt die diesjährige Berlinale. Mit 34,8 % gab es im Wettbewerb die bisher höchste Anzahl an teilnehmenden Regisseurinnen in einem Festivaljahr. Und wie immer liefen außergewöhnliche Filme, die keinen Preis erhielten und dennoch langanhaltend beeindrucken. Dazu gehörten für mich zwei Spielfilme ("Retrospekt" und "The Body Remembers When the World Broke Open"), die sich emotional äußerst unterschiedlich mit dem weiterhin wichtigen Thema Frauenhaus beschäftigen und dabei den Fokus auf die Selbstermächtigung von Frauen richten.

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Selbstbestimmt. Perspektiven von Filmemacherinnen, Herausgegeben von Karin Herbst-Meßlinger und Rainer Rother. Sie. Regisseurinnen der DEFA und ihre Filme, Herausgegeben von Cornelia Klauß und Ralf Schenk
Zwei Sachbücher über Filmemacherinnen und Regisseurinnen aus der DDR, der BRD und dem gemeinsamen Deutschland erschienen passend zur Berlinale 2019 im Berliner Bertz + Fischer Verlag. Inhaltlich schließen sie an die diesjährige Retrospektive des Filmfestivals an, die Frauen hinter der Kamera präsentiert. (2019)

Die AVIVA-Filmauswahl zur 69. Berlinale vom 7.-17. Februar 2019.
Kompakte Infos zu Filmen, den Regisseurinnen, Filmen aus Israel, Queer Cinema und dem Teddy Award und Pro Quote Film. (2019)

Pro Quote Regie: LET´S TALK ABOUT MONEY
Lohnungerechtigkeit in der Film- und Fernsehbranche. Resultate und Stimmen nach der 1. Fachtagung zum Thema. Und: DAS PQR - BERLINALE - PANEL - Reality Check - und der PQR-Handyfilmwettbewerb. (2017)

Integrität vs. Solidarität - Die Darstellung weiblicher Führungskräfte in Film und Fernsehen. (2015)

Gender Bias without Borders. An Investigation of Female Characters in Popular Filmx across 11 Countries.
Ob Geschlechterungleichheit in populären Filmen ein US-amerikanisches oder weltweites Phänomen ist, war die Ausgangsfrage für die Untersuchung, deren Ergebnisse das Geena Davis Institute on Gender in Media, UN Women und die Rockefeller Stiftung Ende September 2014 präsentierten. Darin wird bei deutschen Filmen die Sexualisierung der weiblichen Charaktere als überdurchschnittlich hoch eingeschätzt. (2014)

Orly
Zwei Stunden am Pariser Flughafen Orly - hier kreuzen sich die Wege der sieben Protagonist*innen. Mit bedachtsamer Eindringlichkeit öffnet Regisseurin Angela Schanelec für uns die Leben der Reisenden. (2010)

Nachmittag und Mein langsames Leben von Angela Schanelec
Die Filmgalerie 451 gibt im Juni 2008 zwei Werke von Angela Schanelec auf DVD heraus. Beide Filme zeigen eine ungewöhnliche Perspektive auf die meist unsichtbaren Hintergründe von Alltagssituationen. (2008)

Fünf Sterne - Ein Film von Annekatrin Hendel mit Ines Rastig. Ausgezeichnet mit dem Heiner-Carow-Preis der DEFA-Stiftung auf der 67. Berlinale.
Zwei eng befreundete Künsterlinnen, ein noch engeres Hotelzimmer an der Ostsee, vier Wochen Aufenthalt. In diesen zeichnet Hendel ("Vaterlandsverräter") ein filmisches Portrait ihrer todkranken Freundin, das ohne Klischees auskommt, und dabei sowohl zu beeindrucken als auch zu bedrücken vermag. (2017)

Weitere Informationen finden Sie unter:

Videoclip der Unterzeichnung der Selbstverpflichtung 5050by2020 durch Berlinale-Direktor Dieter Kosslick auf der Facebook-Seite des Internationalen Frauenfilmfestivals Dortmund/Köln.

www.proquote-film.de
Pro Quote Film setzt sich in allen Gewerken der Filmindustrie für Geschlechtergleichstellung ein und organisiert Veranstaltungen, wie zur gendergerechten Filmförderung.

www.proquote-filmakademie.de
Pro Quote Filmakademie ist ein Portal für angewandte Genderforschung und Fortbildung.

Swedish Film Institute
Das schwedische Filminstitut bietet auf ihrer Webseite unter dem Motto "Towards Gender Equality in Film Production" Informationen über seine Vorgehensweise, Geschlechtergleichheit zu erreichen. Das nun auch in Berlin unterzeichnete "5050 by 2020"-Model wurde zuerst im Jahr 2012 in Schweden etabliert. Ebenfalls auf dieser Seite lässt sich "The Money Issue - Gender Equality Report 2018" herunterladen.

www.womenandhollywood.com
Auf dieser Webseite listet Women And Hollywood alle Filmfestivals auf, die die Vereinbarung "5050 by 2020" unterzeichnet haben.

www.wiftg.de - Women in Film and Television Germany
Internationales Businessnetzwerk für Frauen in der Film- und Fernsehbranche und den digitalen Medien.

www.bildwechsel.org
Bildwechsel steht in der tradition selbst organisierter politischer Medienprojekte. 1979 als Frauenmedienladen gegründet, existiert bildwechsel heute als engagiertes "künstlerinnen+netzwerk". In ihrem Archiv befindet sich auch eine Videokollektion von über 10.000 Filmen internationaler Künstlerinnen und Filmemacherinnen.



Kultur > Kino Beitrag vom 03.03.2019 Helga Egetenmeier 





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