Golden Disko Ship und Jasmina Maschina - City Splits No. 1 Berlin - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Music
AVIVA-Berlin .
.
P
R
.
.

Frauensommer 2018 - Mythos 68 etage7
AVIVA-Berlin > Music AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook AVIVA-Berlin auf twitter
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   J√ľdisches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Happy Birthday AVIVA




AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2018




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 17.06.2010

Golden Disko Ship und Jasmina Maschina - City Splits No. 1 Berlin
Undine Zimmer

Die zwei eigenst√§ndigen Musikerinnen sind keine Band, sie sind aber schon oft zusammen auf Tour gegangen. Was sie verbindet, ist die Vorliebe f√ľr klangliche Spazierg√§nge, gerne in der...



...isländischen Musiklandschaft und die Freude am Experimentieren.

Die erste Platte ist es f√ľr beide nicht, aber die erste gemeinsame. Vorg√§nger waren zuvor in kleiner Auflage zu Hause entstanden und wurden regelrecht von Hand gebastelt. Diese Zeiten sind nun vorbei.

Theresa Stroetges alias Golden Disk√≥ Ship und Jasmine Guffond als Jasmina Maschina sind die Nummer 1 in der Serie "City Splits", die im M√§rz 2010 bei Gudrun Guts Label "Monika Enterprise" erschienen ist. Hinter dem Konzept steckt die Idee, zu je einer Stadt zwei K√ľnstlerinnen auf einer Platte zu vereinen - wie die zwei Seiten des Vinyls. Jede Platte erscheint n√§mlich Zeitgleich als CD und LP. Nach Berlin ist L.A. als kommende City angedacht.

Golden Diskó Ship

Benannt hat Theresa sich nach einem versunkenen Partyschiff, das bis heute als goldenes Wrack in einem isl√§ndischen Hafen liegt. Die Wahl des Namens war Zufall, sagt Theresa, doch die Isl√§nder w√ľrden sie gerne eines Besseren belehren. Denn in den Songs bahnen sich die Stimmen der Versunkenen ihren Weg durch Klangkulissen, um ihren Partyhunger auf Golden Disk√≥ Ships Konzerten zu stillen. Die Beats werden weich intoniert mit kleinen Klicken uns Zupflauten. Seiteninstrumente spielen den Rhythmus und Glockenspiele f√ľhren die Melodie, wie in dem Song "19th floor Ishockey". F√ľr elektronische Musik klingt Golden Disk√≥ Ship sehr akustisch. Das hat sie mit ihrer Gegenspielerin Jasmina gemeinsam: Folkige und rockige Gitarren werden in den Songs mit Gl√§serklirren und Papierrascheln akkompaniert, Textsplitter schweben eher assoziativ durch die Songs und die Stimme wird wie ein Instrument eingesetzt. So bekommt die Musik etwas sph√§risches, doch im Vergleich zu den ersten CDs von Golden Disk√≥ Ship ist der neue Sound etwas urbaner geworden. Man k√∂nnte auch von Brain-Musik sprechen, denn es sind vor allem die kleinen Details, die beim H√∂ren machen. Was im Konzert etwas untergeht, kommt auf der CD richtig heraus, wie die verschiedenen Tonarten pl√§tschernden Wassers. Auch das Knarren des Schiffes hat Golden Disk√≥ Ship nicht losgelassen.

Jasmina Maschina

Jasmine Guffond, geboren in Australien, ist seit 2003 Wahlberlinerin. Viele Jahre stand sie mit Band-Partner Torben Tilly als "Minit" auf den Berliner B√ľhnen. 2008 hat sie ihr Solo-Album "Demolitions Series" unter dem Namen Jasmina Maschina herausgebracht. Der Titel, der klingt wie eine Kampfansage, f√ľhrt in die Irre: "Demolition" ist von "Demo" abgeleitet. Denn Jasmina Maschina kommt aus dem Folk und macht sanfte, verspielte Musik. Darin raschelt und rauscht es und ab und zu fliegt auch ein Flugzeug durch den Track.
Jasmina ist auf dieser Platte vom Folk noch mehr ins Minimalistische gegangen. Phasenweise werden die Songs jedoch noch immer von einer klaren und unverzerrten Folkgitarre getragen. In ihren Texten arbeitet sie, √§hnlich wie Golden Disk√≥ Ship, mit kurzen Phrasen, die fast mantra-artig wiederholt werden und gerne gegens√§tzliches vereinen, wie in "Long way to the short", das als Ballade beginnt und in der Mitte ansteigend immer rockiger wird. Durch die Musik bekommt die gleiche Textzeile unterschiedliche Betonungen und verweist auf verschiedene Gef√ľhle. Man kann sich an den minimalistischen Zeilen festhalten oder sie einfach durch die Ohren sausen und von dem gestrandeten Elektrofolk treiben lassen. Manche Songs erinnern unweigerlich an die isl√§ndische Band "M√ļm": Nicht vorrangig durch die Texte, sondern durch die Kl√§nge werden spielerische und nachdenkliche Balladen erz√§hlt - die sich viel Zeit f√ľr ihre Entwicklung lassen.

AVIVA-Tipp: Die beiden Musikerinnen erg√§nzen sich auf ihrem Album perfekt. Beide arbeiten mit akustischen Instrumenten, arrangieren ihre minimalistischen Songs jedoch sehr unterschiedlich. "City Splits no 1 Berlin" l√§dt zum Entspannen ein, um die Gedanken einmal unkontrolliert schweifen zu lassen und hinterl√§sst ein leises Gef√ľhl von schwebender Zuversicht.

Jasmina Maschina / Golden Diskó Ship
City Splits No. 1 Berlin

Label: Monika Enterprise
erschienen im März 2010
14 Euro
www.m-enterprise.de/shop/index.htm

Mehr zu Jasmina Maschina auf www.myspace.com/jasminemaschine

Mehr zu Golden Diskó Ship auf www.goldendiskoship.com

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Interview mit Golden Diskó Ship und Jasmina Maschina.

Lesen Sie auch unsere Rezension zu The Demolition Series von Jasmina Maschina auf AVIVA-Berlin.


Music Beitrag vom 17.06.2010 AVIVA-Redaktion 





  © AVIVA-Berlin 2018 
zum Seitenanfang suche sitemap impressum datenschutz home Seite weiterempfehlenSeite drucken