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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 10.01.2009

Mavis Staples - Live. Hope At The Hideout
Tatjana Zilg

Sechs Monate vor dem Wahlsieg Obamas konnte sich eine kleine Gruppe von Menschen gl├╝cklich sch├Ątzen, rechtzeitig eine Karte f├╝r das Hideout in Chigaco erstanden zu haben. Denn am 23. Juli 2008 ...



... gab hier eine Legende der j├╝ngeren amerikanischen Musikgeschichte ein fulminantes Konzert.

Der Club, der von den LeserInnen des Chigaco Reader┬┤s zum "Best Rock Venue" und "Best Dance Party" der Stadt gew├Ąhlt wurde, konnte nur einen kleinen Teil der riesigen Fangemeinde von Mavis Staples einlassen. Dennoch entschied sie sich, in diesem Rahmen ein Konzert zu geben, das live aufgezeichnet werden sollte. Die N├Ąhe zum Publikum war ihr extrem wichtig, um ihre Songs zur vollen Kraft erbl├╝hen zu lassen.

"I definitely wanted to do something in my hometown. I love playing at Symphony Hall, Millennium Park, Ravinia and places like that but for the live recording, I wanted to do something that was really intimate. I wanted to be able to feel the closeness of the crowd, see the smiling faces up close, you know, feel the spirit, and The Hideout is a perfect place for that", erz├Ąhlt sie im Blog des Time Out Chigaco.

Mittlerweile 69 Jahre alt, blickt Mavis Staples auf ein bewegtes, erlebnis- und erfolgreiches Leben zur├╝ck. Zwei Faktoren bestimmten ihren Weg: Das musikalische Erbe ihrer Familie und die Rassendiskriminierung in den USA. Ihr Vater war ein begabter Gospel-S├Ąnger und tourte mit seinen Kindern als Staples Singers durch das Land. Gemeinsam engagierten sie sich im Civil Rights Movement und forderten ihre Zuh├ÂrerInnenschaft auf, mutig f├╝r ihre Rechte einzutreten und Widerstand gegen jegliche Form der Diskriminierung zu leisten.

Ein funkenspr├╝hendes Soul-Feuer entfacht Widerstandsgeist und Lebensfreude

Auch in ihrer Solokarriere, zu der sie gegen Ende der Sechziger durchstartete, setzt sie mit ihren Songs deutliche Zeichen gegen Ungerechtigkeit.
Im Jahr 2007 gewann sie zudem Ry Cooder als Produzenten f├╝r ihr Studioalbum "We┬┤ll Never Turn Back".
Zwischen den Zeilen der Setlist des Konzertes im Hideout liest Scott Smith in seiner Live Review f├╝r den Time Out Chigaco einen direkten Bezug auf den Kriegszustand Amerikas w├Ąhrend der Bush-├ära, obwohl die Soul-Ikone selbst dies nicht offen aussprach. Dennoch ist der Gedanke nachvollziehbar. Der erste Song, mit dem Mavis nach Betreten der B├╝hne ihre Stimme den Raum ergreifen l├Ąsst, tr├Ągt den viel sagenden Titel "For What It┬┤s Worth". In der anschlie├čenden Begr├╝├čung des Publikums zeigt sich, dass es ihr nicht darum geht, zu belehren oder zu bekehren. Freude, Gl├╝cksgef├╝hle, wechselseitige Inspiration und positive Vibrationen w├╝nscht sie denen bis dicht an die B├╝hne stehenden Fans und l├Ąsst das energiegeladene "Eyes On The Prize" erklingen.

Ihre Stimme bewegt sich in einem atemberaubend grandiosen Timbre, hat kein St├╝ck von der Kraft verloren, die sie zur Weltber├╝hmtheit werden lie├č. Tief in die Poren dringt der rebellische Geist und die Zuversicht, dass Ver├Ąnderung m├Âglich ist. Um dies zu erreichen, braucht sie keinen k├╝nstlichen Bombast. Ihr Line-Up besteht lediglich aus einer dreik├Âpfigen Band und einem Backup-Gesangs-Trio. Ihre eigenen Songs und unz├Ąhlige Perlen aus dem American Songbook kommen so zur vollen Geltung und beweisen ihre Unverg├Ąnglichkeit - darunter das mit einer biographischen Erz├Ąhlung erg├Ąnzte "Down In Mississippi" und "Will The Circle Be Broken", der allererste Song, den sie gemeinsam mit ihrem Vater erlernte.

Mavis Staples im Netz: www.mavisstaples.com

Weiterh├Âren: Sisters und Natalie Cole

AVIVA-Tipp: Die unb├Ąndige Kraft und die nat├╝rliche Herzlichkeit, die das intime Konzert von Mavis Staples pr├Ągten, wurde perfekt f├╝r das Live-Album "Live: Hope At The Hideout" eingefangen.

Mavis Staples
Live: Hope At The Hideout

Label: Anti/SPV, erschienen November 2008


Music Beitrag vom 10.01.2009 AVIVA-Redaktion 





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