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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 03.02.2018

Viel Abwechslung und Spannung beim Budenzauber in Bielefeld, Rauenberg und Potsdam zu Beginn des Jahres 2018
Sylvia Rochow

Bei internationalen Hallenturnieren w├Ąhrend der Winterpause der Frauenfu├čball-Bundesliga sichern sich die Teams von Turbine Potsdam und der SGS Essen die Siegerinnen-Pokale.



Um sich die Wartezeit bis zum Ende der Winterpause in der Frauen-Bundesliga zu verk├╝rzen, war auch zum Beginn des Jahres 2018 f├╝r Fu├čballfans wieder einiges geboten. Zahlreiche Teams aus der Bundesliga und internationalen Ligen ma├čen sich beim Budenzauber.

Mit einem mitrei├čenden, temporeichen und bis zum wortw├Ârtlich letzten Schuss spannenden Finale kr├Ânten der 1. FFC Turbine Potsdam und Sparta Prag das hochklassige Turnier-Wochenende in Bielefeld-J├Âllenbeck am 13. und 14. Januar 2018. Seit 2010 hatten die Brandenburgerinnen, die in diesem Jahr zum 20. Mal in Folge an dem Traditionsturnier teilnahmen, auf ihren 5. Titel gewartet. Lange sah es im Endspiel so aus, als w├╝rde die Durststrecke anhalten. Die Tschechinnen f├╝hrten schnell verdient mit 3:0, doch Potsdam konnte verk├╝rzen. Wenige Sekunden vor dem Ende stand es noch 4:3 f├╝r Prag, als die mitaufger├╝ckte Turbine-Torfrau Lisa Schmitz an der Strafraumgrenze einen umstrittenen Freisto├č zugesprochen bekam, den sie mit der Schlusssirene auch noch selbst zum Ausgleich verwandelte. Doch damit nicht genug der Dramatik: Im anschlie├čenden Neunmeter-Schie├čen w├Ąhnten sich die Pragerinnen erneut schon als Turniersiegerinnen, denn ein vermeintlicher Potsdamer Fehlschuss hatte die Torlinie nach Ansicht des Schiedsrichters doch ├╝berquert. So avancierte Schmitz, die sp├Ąter auch als beste Torh├╝terin des Turniers ausgezeichnet wurde, schlie├člich endg├╝ltig zur Heldin, an der mehrere Sch├╝tzinnen von Sparta Prag scheiterten und die damit das furiose Finale f├╝r ihr Team entschied.

So ausgeglichen wie das Endspiel war, hatte sich zuvor bereits das gesamte Turnier gestaltet. Obwohl die neue Rekordzahl von 164 Toren fiel und sich neben Turbine Potsdam auch der begeisternd aufspielende SV Werder Bremen bereits nach dem ersten Turniertag f├╝rs Halbfinale qualifiziert hatte, verliefen die meisten Begegnungen der gewohnt stark besetzten 38. Ausgabe des Traditionsturniers eng und manches Spiel h├Ątte genau umgekehrt ausgehen k├Ânnen.

Kalt erwischt wurde gleich zum Auftakt beispielsweise Titelverteidigerin SGS Essen, die schnell mit 0:2 gegen Turnier-Neuling KoldingQ zur├╝cklag. Die D├Ąninnen versuchten, mit einer sich immer wieder in die Offensive einschaltenden mitspielenden Torh├╝terin ├ťberzahlsituationen zu schaffen ÔÇô eine Taktik, die im Turnierverlauf auch einige andere Teams ├╝bernahmen. Dies barg jedoch nat├╝rlich auch Risiken und machte die Defensive anf├Ąlliger, was die Essenerinnen schlie├člich zu nutzen wussten und das Spiel noch mit 5:2 f├╝r sich entschieden.

In Reihen der SGS machten vor allem Nationalspielerin Lea Sch├╝ller, die zur besten Spielerin des Turniers gew├Ąhlt wurde und sich mit zw├Âlf Treffern auch die Torsch├╝tzinnen-Krone sicherte, sowie die kampfstarken Sarah Freutel und Irini Ioannidou auf sich aufmerksam.
Im Halbfinale gelang Bundesliga-Konkurrentin Turbine Potsdam jedoch gegen das Team aus dem Ruhrgebiet mit 4:0 die Revanche f├╝rs Vorjahr. Das zweite Halbfinale bestritten Sparta Prag, das sich nach einer eher verhaltenen Vorrunde in den K.o.-Spielen deutlich steigerte, und Werder Bremen. Die Formkurve der Norddeutschen zeigte am zweiten Turniertag immer weiter nach unten, und so musste sich das Team von Trainerin nicht nur den Tschechinnen mit 1:3 geschlagen geben, sondern unterlag schlie├člich auch noch im Spiel um Platz 3 gegen Essen mit 1:5.
Wer an den zwei Turniertagen nicht vor Ort sein konnte oder die spannendsten Momente noch mal sehen m├Âchte, findet online das komplette Finale sowie die Platzierungsspiele.

Insgesamt rund 1.600 Fans verfolgten das Geschehen live in der Halle. Zur wie immer famili├Ąren Atmosph├Ąre trugen erneut die zahlreichen Ehrenamtlichen bei, die unter anderem mit etwa 30 selbstgebackenen Torten und stets freundlich f├╝r das leibliche Wohl sorgten. Auch die eine oder andere Spielerin reihte sich hier in den Pausen in die Schlange vor dem Stand mit Kaffee und Kuchen ein und g├Ânnte sich eine s├╝├če Belohnung f├╝r die Strapazen.

Eine Woche sp├Ąter, am 21. Januar 2018, fand im baden-w├╝rttembergischen Rauenberg der 10. Frauen-Fu├čballCup statt, bei dem der SC Sand als Titelverteidigerin an den Start ging. Neben den Bundesliga-Konkurrentinnen vom SC Freiburg, dem 1. FFC Frankfurt, der TSG Hoffenheim, aus Essen, Leverkusen und Potsdam waren auch drei niedrigklassigere Teams aus der Region am Start.
In einem S├╝dwest-Derby mussten sich die Gastgeberinnen aus Hoffenheim im Halbfinale den Freiburgerinnen mit 1:4 geschlagen geben. Die SGS Essen entthronte mit einem 5:3-Halbfinalsieg nach Verl├Ąngerung nicht nur Vorjahressiegerin Sand, sondern behielt auch im Finale die Oberhand. Wiederum nach f├╝nf Extra-Minuten entschied das Team aus dem Ruhrgebiet das Endspiel mit 3:2 gegen Freiburg f├╝r sich.
Zudem wurde die Essenerin Linda Dallmann zur besten Spielerin des Turniers gew├Ąhlt. Beste Torsch├╝tzin war mit sechs Treffern die ├ľsterreicherin Nicole Billa (Hoffenheim). Die Auszeichnung als beste Torh├╝terin erhielt die Laura Benkarth (Freiburg).

Bei der sechsten Auflage des Internationalen Turbine-Hallencups am 27. und 28. Januar 2018 kehrte der 1. FFC Turbine Potsdam nach dem kurzen Durchh├Ąnger in der Vorwoche gleich in die Erfolgsspur zur├╝ck und konnte sich zum vierten Mal den Titel sichern.
Die Gastgeberinnen und Titelverteidigerinnen zogen nach einem schleppenden Auftakt hinter SKN St. P├Âlten als Gruppenzweite ins Halbfinale ein, wo sie Sparta Prag mit 3:0 bezwangen. In der zweiten Partie der Vorschlussrunde setzte sich Sporting Club de Protugal mit 6:5 nach Neunmeter-Schie├čen gegen St. P├Âlten durch. Das Endspiel entschied Turbine in einer Neuauflage der Finalpaarung des Vorjahres mit 4:1 gegen die Portugiesinnen f├╝r sich.
Zur besten Torh├╝terin des Turniers wurde Klaudia Kowalska von G├│rnik ┼ü─Öczna (Polen) gew├Ąhlt, Andrea Sta┼íkov├í (Prag) war mit sieben Treffern erfolgreichste Torsch├╝tzin des Wochenendes und erhielt zudem die Auszeichnung f├╝r die beste Spielerin.


Weitere Infos unter: www.frauenturnier.com, www.metropolregion-fussballcup.de und www.turbine-potsdam.de

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Sport Beitrag vom 03.02.2018 Sylvia Rochow 





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