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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 13.05.2018

Karol√≠na Pl√≠Ň°kov√° gewinnt als erste Tschechin beim Porsche Tennis Grand Prix 2018 in Stuttgart
Sylvia Rochow

Die 26-Jährige bezwingt im Duell zweier starker Aufschlägerinnen CoCo Vandeweghe und sichert sich den Siegerinnen-Porsche. Anna-Lena Grönefeld im Doppel erfolgreich. Kerber gibt verletzt auf.



Mit Karol√≠na Pl√≠Ň°kov√° und CoCo Vandeweghe standen sich im Finale des Porsche Tennis Grand Prix¬ī 2018 zwei Spielerinnen gegen√ľber, die bisher eher nicht als Sandplatzspezialistinnen bezeichnet wurden. Es war jedoch bereits im gesamten Turnierverlauf zu erkennen, wie gut das Spiel der beiden starken Aufschl√§gerinnen auf dem im Vergleich zu Freiluftpl√§tzen etwas schnelleren Hallencourt funktionierte. Vor 4.500 begeisterten ZuschauerInnen in der ausverkauften Porsche-Arena in Stuttgart bezwang die 26-J√§hrige Tschechin in einem hochklassigen Endspiel die US-Amerikanerin Vandeweghe nach knapp zwei Stunden verdient mit 7:6, 6:4.

Die Weltranglisten-Sechste sicherte sich nicht nur den Siegerinnen-Porsche, sondern ist bei der 41. Auflage des Traditionsturniers auch die erste tschechische Titeltr√§gerin. Einen kleinen Haken hatte der Erfolg f√ľr Pl√≠Ň°kov√° allerdings, denn sie besitzt bislang keinen F√ľhrerschein. Dennoch bestens gelaunt √§u√üerte sich die 26-J√§hrige nach dem Finalsieg: "Ich hatte eigentlich schon im vergangenen Jahr vor, den endlich zu machen, aber bei unserem vollen Turnierkalender ist das gar nicht so einfach. Dieses Auto ist jetzt definitiv noch mal eine sehr gro√üe zus√§tzliche Motivation. Bis zum n√§chsten Porsche Tennis Grand Prix habe ich meinen F√ľhrerschein auf jeden Fall."

Den Doppeltitel holte die Nordhornerin Anna-Lena Gr√∂nefeld gemeinsam mit ihrer US-amerikanischen Partnerin Raquel Atawo. Sie bezwangen Kveta Peschke (Tschechien) und Nicole Melichar (USA) in einem spannenden Finale mit 6:4, 6:7(5). Kurioserweise werden beide Teams von dem Berliner Torsten Peschke gecoacht, der somit auf eine √§u√üerst erfolgreiche Arbeitswoche zur√ľckblicken kann. Anstatt eines Sportwagens erhielten Gr√∂nefeld und Atawo neben dem Pokal je ein Design-Offroad-Fahrrad mit Carbonrahmen.

Der zweifachen Stuttgart-Siegerin Angelique Kerber gelang zum Auftakt des Turniers eine erfolgreiche Revanche gegen Petra Kvitov√°. Bei der 1:4-Niederlage des deutschen Fed Cup-Teams gegen Tschechien am vorangegangen Wochenende war Kerber der zweifachen Wimbledon-Siegerin noch klar unterlegen, doch das zweite Aufeinandertreffen binnen weniger Tage entschied die Kielerin mit einer beeindruckenden Leistung glatt in zwei S√§tzen f√ľr sich. Im Zweitrunden-Match gegen die Lettin Anett Kontaveit musste Kerber jedoch beim Stand von 0:6, 0:2 verletzungsbedingt aufgeben. Oberschenkelprobleme, die sich schon w√§hrend des Fed Cups abgezeichnet hatten, lie√üen der 30-J√§hrigen keine Wahl, wie sie anschlie√üend entt√§uscht darlegte: "Ich habe schon ein paar Tage ein bisschen was gemerkt, aber heute beim Einschlagen war es extrem und im Spiel war es wahrscheinlich irgendein Schritt, den ich falsch gemacht habe oder falsch gerutscht bin, und da habe ich auf jeden Fall gemerkt, dass es noch ein bisschen mehr in den Oberschenkel reingezogen hat. Vielleicht war es auch nicht die beste Entscheidung, heute zu spielen, aber ich habe es nicht √ľbers Herz gebracht, hier in Stuttgart nicht rauszugehen."

Zum Leidwesen des Publikums befand sich die Kielerin in prominenter Gesellschaft. Im Anschluss an Kerbers Match musste die Weltranglisten-Dritte Garbi√Īe Muguruza aus Spanien gegen Anastasia Pavlyuchenkova (Russland) nach verlorenem 1. Satz mit einer R√ľckenverletzung passen. Zuvor hatte die tschechische Qualifikantin Marketa Vondrousova bereits gegen Elina Svitolina (Weltranglisten-Nr. 4) aus der Ukraine aufgegeben.
Umso spektakul√§rer gestaltete sich dann der folgende Viertelfinal-Tag, an dem drei von vier Matches erst nach jeweils mehr als zweist√ľndiger Spielzeit in drei h√§ufig hartumk√§mpften S√§tzen entschieden wurden. Lediglich Vandeweghe kam zu einem glatten 6:4, 6:1-Erfolg gegen die ebenfalls leicht angeschlagene rum√§nische Weltranglisten-Erste Simona Halep.

Insgesamt fanden während der Turnierwoche einschließlich des Fed Cup-Wochenendes fast 43.000 ZuschauerInnen den Weg in die Porsche-Arena.

Weitere Infos unter:

www.porsche-tennis.de


Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Die Weltranglisten-Erste Simona Halep f√ľhrt das hochkar√§tige Starterinnenfeld beim Porsche Tennis Grand Prix 2018 in Stuttgart an
Neben der Rum√§nin haben 14 weitere Spielerinnen aus den Top 20 f√ľr Deutschlands √§ltestes WTA-Turnier (vom 23. bis 29. April 2018) gemeldet. G√∂rges und Kerber direkt qualifiziert, Wildcards f√ľr Siegemund sowie Sharapova.

Das AVIVA-Interview mit Elina Svitolina (2018)

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Copyright Text und Foto: Sylvia Rochow

Sport Beitrag vom 13.05.2018 Sylvia Rochow 





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