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AVIVA-BERLIN.de im April 2021 - Beitrag vom 18.06.2012


Mehr Professorinnen, bitte
AVIVA-Redaktion

Die meisten Hochschullehrenden sind nach wie vor Männer. Um dies zu ändern, hat die Bundesregierung 2008 das Professorinnenprogramm ins Leben gerufen. Bund und Länder fördern bis zu drei...




... Professorinnenstellen pro Hochschule, wenn diese ein überzeugendes Gleichstellungskonzept vorgelegt hat.

Viele Promotionen, wenige Karrieren

Weiterhin bleiben wertvolle Kompetenzen hochqualifizierter Frauen ungenutzt. Nach wie vor findet nach erfolgreicher Promotion ein Bruch statt: Der Frauenanteil bei den Promotionen lag 2010 bei 44 Prozent, bei den Habilitationen sind es nur noch rund 25 Prozent. In den außerhochschulischen Forschungseinrichtungen betrug der Anteil von Frauen in Führungspositionen 2010 insgesamt bei nur 11,3 Prozent. Wobei sich die Forschungsorganisationen dabei deutlich unterscheiden: Überdurchschnittlich ist der Anteil der Frauen in Führungspositionen im Jahr 2010 weiterhin bei der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) mit 18,6 Prozent. Im Durchschnitt liegt der Frauenanteil bei der Leibniz-Gemeinschaft (WGL) mit 10,9 Prozent. Unterdurchschnittlich ist der Frauenanteil bei der Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF) mit 8,4 Prozent sowie insbesondere bei der Fraunhofer-Gesellschaft (FhG) mit lediglich 2,4 Prozent geblieben.

"Das Programm hat nicht nur dazu geführt, dass zusätzlich 260 Professuren mit Frauen besetzt wurden - es trägt zum notwendigen Kulturwandel bei", betonte die Staatssekretärin des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), Cornelia Quennet-Thielen. "Exzellente Hochschulen sind auf die besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler angewiesen: Exzellenz braucht Gleichstellung, um das volle Potenzial ausschöpfen zu können. Und Gleichstellung gelingt nur mit guten Konzepten, die konsequent umgesetzt werden."

260 Professorinnen wurden seit 2008 auf unbefristete W2 und W3-Stellen neu berufen. Lag der Anteil von Frauen bei den Professorenstellen 2000 noch bei rund 10 Prozent, so hat er sich seitdem auf etwa 20 Prozent verdoppelt. "Diese Steigerung ist auch dem Professorinnenprogramm zu verdanken", sagte Quennet-Thielen. "Aber wir dürfen uns jetzt keinesfalls zufrieden zurücklehnen - denn 20 Prozent sind noch lange nicht genug."

Um eine Förderung zu erhalten, mussten die Hochschulen ein Gleichstellungskonzept zur Begutachtung einreichen, das von einem externen ExpertInnengremium geprüft wurde. 152 Hochschulen haben Gleichstellungskonzepte ausgearbeitet. 110 Hochschulen wurden positiv begutachtet, gefördert und haben ihre Konzepte umgesetzt. 150 Millionen Euro flossen seit 2008 in das Programm, das von Bund und Ländern gemeinsam finanziert wird.

Weitere Informationen finden Sie unter:

BMBF: Frauen im Wissenschaftssystem

Förderbereich Professorinnenprogramm

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Beitrag vom 18.06.2012

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