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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 04.10.2011

F├╝nf neue Stolpersteine f├╝r Neuk├Âlln im Herbst 2011
AVIVA-Redaktion

Am Samstag, dem 8. Oktober 2011 ab 9 Uhr verlegt der K├╝nstler Gunter Demnig f├╝nf Stolpersteine in Neuk├Âlln. Der Berliner Bildhauer m├Âchte mit seinem Projekt Spuren und Namen von Verfolgten und ...



... Ermordeten in Nazideutschland bewahren. Zwischen 3.000-4.000 Gedenksteine hat Demnig bereits in Deutschland vor den H├Ąusern von Naziopfern verlegt, davon ├╝ber 500 in der Hauptstadt.

"Stolpersteine" sind Erinnerungssteine f├╝r die ehemaligen j├╝dischen NachbarInnen, f├╝r AkteurInnen des politischen Widerstands und andere Verfolgte und Ermordete des Naziregimes.

F├╝nf Leben

In der Jonasstra├če 5a wird der Widerstandsk├Ąmpfer John Sieg geehrt. Er wurde am 3. Februar 1903 in Detroit/USA als Sohn deutscher MigrantInnen geboren. Mit 25 Jahren kam er nach Deutschland. Ein Jahr sp├Ąter, im Jahr der Gro├čen Weltwirtschaftskrise 1929, wurde er Mitglied der Kommunistischen Partei. Als Journalist schrieb er f├╝r die KPD-Zeitung "Rote Fahne". Nach Hitlers Machtantritt ging er in den Widerstand. Nach seiner Verhaftung von M├Ąrz bis Juni 1933 setzte er seine Widerstandsarbeit fort. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich seit 1937 bei der Reichsbahn, zuletzt als Fahrdienstleiter an der Station Papestra├če. Mit der Zeitschrift "Die innere Front" versuchte er, der faschistischen Propaganda etwas entgegen zu setzen. Seine Texte wurden auf eine Wachsmatrize getippt und in einem Malergesch├Ąft in Berlin-Rudow abgezogen. Nur ein Exemplar dieser Zeitschrift vom August 1942 ist erhalten geblieben. Am 11. Oktober 1942 wurde John Sieg verhaftet. Bereits im Fr├╝hjahr 1942 hatte er FreundInnen erkl├Ąrt, er sei im Falle der Festnahme zum Freitod entschlossen, um niemanden zu verraten. In der Berliner Gestapo-Zentrale wird er verh├Ârt. Auf seinem Totenschein steht Selbstmord.

Ein anderer Stolperstein wird in der Jonasstra├če 66 f├╝r Lisette Ascher verlegt, die man im Alter von 78 Jahren aus ihrer gewohnten Umgebung herausriss und nach Theresienstadt deportierte. Sie wurde zehn Tage nach ihrer Ankunft ermordet.

In der Lenaustra├če 6 wird Luise Hartnack geehrt, die wegen "Judenbeg├╝nstigung" ins KZ Ravensbr├╝ck eingeliefert wurde. Dort kam die 70j├Ąhrige Mitte Dezember 1942 zu Tode.

Ein anderer Gegner des Nazi-Regimes war Walter Rad├╝e, den man ins KZ Sachsenhausen verschleppte. Wenige Monate sp├Ąter erlag der 46j├Ąhrige den m├Ârderischen Haftbedingungen.

Der f├╝nfte Stolperstein wird in der Pfl├╝gerstra├če 1 verlegt. Dort wohnte der Jude Martin Alexander, der aus "rassischen" Gr├╝nden verfolgt wurde. Er wurde verhaftet und kam ins Gestapo-Lager Wuhlheide. Dort wurde er 60j├Ąhrig am 1. Mai 1942 ermordet.

Einen Stolperstein kann jedeR stiften: 120,- Euro erm├Âglichen die Herstellung und Verlegung eines Stolpersteines. Das Kulturamt Neuk├Âlln und das Kulturnetzwerk Neuk├Âlln e.V. unterst├╝tzen das politische Kunstprojekt "Stolpersteine", welches durch B├╝rgerInnenbeteiligung weiterlebt.

Weitere Informationen finden Sie unter:

Stolpersteine ÔÇô Gedenken in Neuk├Âlln

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Public Affairs Beitrag vom 04.10.2011 AVIVA-Redaktion 





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