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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 03.07.2012

Neue Brosch├╝re der Amadeu Antonio Stiftung zu Israel-Kritik
Strohscheer, Adler

Die Debatte um das Gedicht "Was gesagt werden muss" von G├╝nter Grass hat erneut verdeutlicht, wie sehr das Themenfeld Israel und die Frage, wo Kritik aufh├Ârt und antisemitische Ressentiments...



... anfangen, f├╝r einseitige und gef├Ąhrliche Debatten sorgen. Eine neue Brosch├╝re der Amadeu Antonio Stiftung nimmt sich diesem Problemfeld nun an.

"Man wird ja wohl Israel noch kritisieren d├╝rfen ...?! - ├ťber legitime Kritik, israelbezogenen Antisemitismus und p├Ądagogische Interventionen" bereitet die ersten Ergebnisse eines Projekts der Stiftung auf, das durch das Bundesministerium f├╝r Familie, Frauen, Senioren und Jugend gef├Ârderten wurde.

Die Brosch├╝re widmet sich der Frage, was genau israelbezogener Antisemitismus ist und wie er sich ├Ąu├čert. Dar├╝ber hinaus werden Ergebnisse und Erfahrungen pr├Ąsentiert, die w├Ąhrend eines zweit├Ągigen Workshops f├╝r MultiplikatorInnen entstanden.

Die bebilderte Brosch├╝re informiert ├╝ber verschiedene Aspekte zu diesem Themenkomplex. Die Vorsitzende der Stiftung, Anetta Kahane setzt sich mit den Ursachen f├╝r das starke Interesse Deutschlands am Wohle und Wehe Israels auseinander und geht dabei auch auf den "salonf├Ąhigen", weil eben nicht durch dumpfe Parolen ge├Ąu├čerten Antisemitismus ein.

Jan Riebe, Diplom-Sozialwirt und Projektkoordinator der Stiftung, erl├Ąutert, wie zwischen Kritik und Antisemitismus bei der Betrachtung Israels unterschieden werden muss. Dabei geht er auch auf das allseits bekannte "Man wird ja wohl nochmal sagen d├╝rfen... ein und entlarvt, wie sehr dieser Satz eigentlich impliziert, dass "es" eben NICHT gesagt werden darf und wie schmal der Grad zwischen berechtigter Kritik und Antisemitismus ist. Daran anschlie├čend widmet er sich dem Gewaltpotential von israelbezogenem Antisemitismus.

Neben diesen theoretischen Ausf├╝hrungen werden in der Brosch├╝re auch p├Ądagogische Fragestellungen er├Ârtert, darunter, wie beispielsweise Bildungsarbeit gegen diese Form des Antisemitismus aussehen sollte und in Diskussionen mit Sch├╝lerInnen ein Ausstieg aus antisemitischen Differenzkonstruktionen gelingen kann.

Ein Teil der Brosch├╝re ist Monitoring und einer Medienanalyse zu zwei Fallbeispielen gewidmet. Die Politologin Nina Rabuza kl├Ąrt ├╝ber die inzwischen auch in seri├Âsen Medien aufgegriffenen Vorw├╝rfe auf, die liberale Politik Israels gegen├╝ber der Lesben, Schwulen, Bi-, Trans- und Intersexuellen (LSBTI) - Szene sei nur "ein Propagandafeldzug, um die ┬┤Unterdr├╝ckung der Pal├Ąstinenser┬┤ zu verschleiern". Sie kl├Ąrt ├╝ber die "No Pinkwashing"-Kampagnen in Medien auf und zeigt, dass auch diese subtil eine antiisraelische Position verfolgen.

Daran anschlie├čend wertet der Sozialwissenschaftler Daniel Poensgen Presseartikel und LeserInnenbriefe zum Thema der "Gaza Flotille" aus, die 2010 in deutschen Medien erschienen. Er kommt in seinen Ausf├╝hrungen zu dem Schluss: Der antisemitische Hass auf Israel ist nicht nur ausschlie├člich ein Problem von Nazis, MuslimInnen oder Linken, er ist ein gesamtgesellschaftliches Ph├Ąnomen.ÔÇť Mit seiner Untersuchung zeigt er, wie subtil Mechanismen auch in der medialen Welt wirken k├Ânnen.

Die von der Amadeu Antonio Stiftung herausgegebene Brosch├╝re eignet sich nicht nur f├╝r LehrerInnen und SozialarbeiterInnen, sondern bietet allen Interessierten einen kurzen und kompakten ├ťberblick ├╝ber ein vielschichtiges Thema. Zugleich bietet sie L├Âsungsans├Ątze, um in Diskussionen zu bestehen und sich selbst auch in seiner Argumentation immer wieder neu zu hinterfragen.

"Man wird ja wohl Israel noch kritisieren d├╝rfen ...?! - ├ťber legitime Kritik, israelbezogenen Antisemitismus und p├Ądagogische Interventionen",
herausgegeben von der Amadeu Antonio Stiftung

Initiative f├╝r Zivilgesellschaft und demokratische Kultur
Linienstr. 139
10115 Berlin
Tel.: 030. 240 886 10
Fax: 030. 240 886 22

F├╝r Verpackung und Versand werden 3,00 Euro berechnet
Weitere Informationen finden Sie unter:

www.amadeu-antonio-stiftung.de
Kostenlose PDF-Version zum Herunterladen: www.amadeu-antonio-stiftung.de

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

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Weitere Informationen finden Sie unter:

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Public Affairs Beitrag vom 03.07.2012 AVIVA-Redaktion 





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