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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 09.03.2016

Berliner Frauenpreis 2016 an Gabriele Heinemann verliehen
AVIVA-Redaktion

Die Sozialp├Ądagogin Gabriele Heinemann pr├Ągt als Leiterin von "MaDonna" seit mehr als 30 Jahren in Nord-Neuk├Âlln die Arbeit mit M├Ądchen unterschiedlicher kultureller Herkunft. Dilek Kolat, Sister Fa und G├╝ner Balci feierten die Preistr├Ągerin am 8. M├Ąrz im Roten Rathaus.



Die Leiterin des M├Ądchentreffs "MaDonna" in Neuk├Âlln ermutigt muslimische M├Ądchen aus Einwanderungsfamilien, die eigene Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Zu den Angeboten im M├Ądchentreff geh├Âren Schularbeits- und Nachhilfe, Berufsorientierung, Hilfe bei der Suche nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz sowie eine selbst bestimmte Freizeitgestaltung.
Mit ihrer au├čergew├Âhnlichen Standfestigkeit leistet Frau Heinemann auch gegen├╝ber gewachsenen Anfeindungen von fundamentalistischer islamistischer Seite aus dem Kiez nicht nur einen elementaren Beitrag zur Emanzipation von M├Ądchen und Frauen, sondern insbesondere auch zur Integration in Berlin.

Seit 1987 werden mit dieser Auszeichnung Frauen geehrt, die sich mit besonderem Engagement f├╝r Frauen und Gleichberechtigung der Geschlechter einsetzen. Berlins B├╝rgermeisterin und Senatorin f├╝r Arbeit, Integration und Frauen Dilek Kolat dankte der Frauenpreistr├Ągerin am 8. M├Ąrz, dem Internationalen Frauentag, f├╝r ihre Arbeit:



"Gabriele Heinemann arbeitet seit mehr als 30 Jahren in Nord-Neuk├Âlln mit M├Ądchen und jungen Frauen unterschiedlicher kultureller Herkunft. Sie hat den Verein "MaDonna M├Ądchenkult.Ur e.V.", Tr├Ąger von zwei M├Ądchentreffs in Nord-Neuk├Âlln, mitgegr├╝ndet. Das M├Ądchencaf├ę "Schilleria" und der M├Ądchentreff "MaDonna" geben muslimischen M├Ądchen und jungen Frauen aus Migrantenfamilien den Raum, ihre eigenen Perspektiven au├čerhalb traditioneller Lebensplanung zu entwickeln. Gabriele Heinemann engagiert sich daf├╝r seit Jahrzehnten. Interkulturell und kreativ, standfest, chaosresistent und mit Spa├č dabei ÔÇô das zeichnet ihre Arbeit mitten im Kiez aus.



Fr├╝h- und Zwangsverheiratung sind leider immer noch an der Tagesordnung. Junge Frauen und M├Ądchen schaffen es zumeist nur mit Hilfe, sich von diesem Zwang zu befreien. Deshalb ist es so wichtig, dass sich Frauen wie unsere Preistr├Ągerin Gabriele Heinemann engagieren. Sie ist Vorbild und steht stellvertretend f├╝r viele Frauen in Berlin, die gegen sexuelle, h├Ąusliche und famili├Ąre Gewalt, insbesondere auch gegen Gewalt im Namen der Ehre, k├Ąmpfen.



Ich danke Gabriele Heinemann, denn ich will, dass jede Frau, ganz gleich welcher Religion oder mit welchem kulturellen Hintergrund, frei entscheiden kann, wie sie leben m├Âchte. Unterdr├╝ckung und Gewalt nehmen wir nicht hin. Gabriele Heinemanns Engagement hat unsere Stadt in der Gleichstellung voran gebracht. Berlin kann stolz sein auf seine Frauenpreistr├Ągerin."




Der Preis ist mit 3.000 Euro und einer Skulptur der B├╝hnenplastikerin Esther Janshen dotiert.



Die Musikbeitr├Ąge bestritt Sister Fa, Jazzs├Ąngerin und Frauenrechtsaktivistin, und ihre Band.



Die Laudatio hielt die Journalistin und Schriftstellerin G├╝ner Balci, die Gabriele Heinemann seit 33 Jahren kennt:



"Ich war damals 8, als in unserer Stra├če ein Laden er├Âffnete, der f├╝r mich und f├╝r viele andere M├Ądchen das Tor zu einer neuen Welt sein w├╝rde."

In ihrer bewegenden Laudatio sprach sie nicht nur dar├╝ber, was das "MaDonna" f├╝r jede einzelne bedeutetet, sondern machte auch deutlich, was das "MaDonna" ├╝ber Jahre hinweg mit ├Ąu├čerst geringen finanziellen Mitteln bewirken konnte:

"Ihr Mut hat uns alle angesteckt und so kam es, das auf ein paar Quadratmetern in einer kleinen Jugendeinrichtung in Berlin Neuk├Âlln, die gro├čen Themen der Gesellschaft, Einwanderung, Integration, Rassismus, Islam und Menschenrechte gew├Ąlzt wurden, w├Ąhrend die gro├če Politik noch schlief und die ├ľffentlichkeit fast ausnahmslos blind war, wenn es um die Belange junger Einwanderer ging."


Informationen zum Wirken der Preistr├Ągerin und zum Projekt finden Sie unter: www.madonnamaedchenpower.de




Informationen zum Berliner Frauenpreis 2016 an Gabriele Heinemann und zum Berliner Frauenpreis sowie den Preistr├Ągerinnen der letzten Jahre finden Sie unter:

www.berlin.de


Gabriele Heinemann, Preistr├Ągerin des Berliner Frauenpreises 2016 und Sharon Adler, Preistr├Ągerin des Berliner Frauenpreises 2012



Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Senatorin Dilek Kolat ehrte Tr├Ągerinnen des Berliner Frauenpreises der Jahre 1987 bis 2014 am 6. M├Ąrz 2015 im Berliner Rathaus

Senatorin f├╝r Arbeit, Integration und Frauen Dilek Kolat verleiht Berliner Frauenpreis 2014 an das Feministische FrauenGesundheitsZentrum

Katja von der Bey erh├Ąlt Berliner Frauenpreis 2013

Sharon Adler erh├Ąlt Berliner Frauenpreis 2012

Jutta Allmendinger erh├Ąlt Berliner Frauenpreis 2011

Anke Domscheit erh├Ąlt Berliner Frauenpreis 2010

Sibylle Rothkegel erh├Ąlt Berliner Frauenpreis 2009

Rita Kantemir-Thom├Ą erh├Ąlt Berliner Frauenpreis 2008

Ilse-Maria Dorfstecher erh├Ąlt Berliner Frauenpreis 2007





Die Auswahlkriterien
Die Preistr├Ągerin soll sich durch mindestens eines der folgenden Kriterien auszeichnen:

Besonderes und ├╝berdurchschnittliches Engagement f├╝r die Emanzipation der Geschlechter, z.B. durch

  • au├čergew├Âhnliches Engagement zur F├Ârderung der Gleichstellung von Frauen und M├Ąnnern im Rahmen der beruflichen T├Ątigkeit,
  • Journalistische Arbeiten und Publikationen, die Frauen in ihrer Vielfalt oder als aktiv Handelnde darstellen, bzw. Lebenszusammenh├Ąnge von Frauen in besonderer Weise kritisch beleuchten,
  • langj├Ąhriges, erfolgreiches Engagement auf dem Feld der Gleichstellungspolitik in Vereinen, Institutionen, politischen Parteien.

    Zukunftsweisende und innovative Ideen und Konzepte, z.B.

  • Entwicklung und Umsetzung eines erfolgreichen und innovativen Gleichstellungsprojekts,
  • herausragende wissenschaftliche Arbeiten, die geschlechterrelevante Fragestellungen er├Ârtern und/ oder neue, kreative L├Âsungsm├Âglichkeiten
  • herausragende k├╝nstlerische Leistungen, die sich mit der gesellschaftlichen Situation von Frauen auseinandersetzen,
  • vorbildliches gleichstellungspolitisches Engagement in einem frauenuntypischen Bereich des gesellschaftlichen Lebens

    Eine Position als Vorreiterin in einem wesentlichen frauenpolitischen T├Ątigkeitsbereich, z.B.

  • mit der Initiierung einer ├Âffentlichen Debatte zu einem wichtigen Thema,
  • durch Entwicklung von neuen und innovativen Projekt- und Ma├čnahme-Ideen zur Sensibilisierung f├╝r gleichstellungsrelevante Themen,
  • besonderes fr├╝hes und langj├Ąhriges gleichstellungspolitisches Engagement.

    Besonderes Engagement f├╝r soziale Gerechtigkeit sowie f├╝r die universelle G├╝ltigkeit von Menschenrechten, gegen Rassismus und gegen Antisemitismus, z.B.

  • Einsatz f├╝r eine interkulturelle Verst├Ąndigung,
  • Leistungen zur Integration von Migrantinnen,
  • langj├Ąhriges und erfolgreiches Engagement in entsprechenden Vereinen oder Institutionen.



    Quelle: Senatsverwaltung f├╝r Arbeit, Integration und Frauen



    Copyright Fotos: Sharon Adler und Angelina Boczek

  • Women + Work Beitrag vom 09.03.2016 AVIVA-Redaktion 





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