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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 15.06.2016

DAX-30-Unternehmen erreichen erstmals 30 Prozent Frauenanteil in Aufsichtsräten
AVIVA-Redaktion

F√ľnf Monate nach Einf√ľhrung der Geschlechterquote ist der Frauenanteil in Aufsichtsr√§ten von 26,8 auf 30,2 Prozent gestiegen ‚Äď stagniert aber bei nur 9,6 Prozent in den Vorst√§nden, meldet das DIW am 10. Juni 2016.



Der Frauenanteil in den Aufsichtsr√§ten der 30 gr√∂√üten b√∂rsennotieren Unternehmen des Landes ist seit Einf√ľhrung der Geschlechterquote um mehr als drei Prozentpunkte gestiegen. Anfang Juni lag er bei 30,2 Prozent. Das zeigt eine Analyse des Deutschen Instituts f√ľr Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Demnach √ľberschritten die DAX-30-Unternehmen insgesamt erstmals die 30-Prozent-Marke bei den Frauenanteilen in den Aufsichtsr√§ten. Einzeln betrachtet erf√ľllen bereits 18 der 30 Unternehmen die gesetzliche Quote, die f√ľr den Gro√üteil dieser DAX-Unternehmen seit Januar 2016 gilt. "Dieser Anstieg ist ein vergleichsweise deutlicher Schritt in die richtige Richtung und k√∂nnte ein Anzeichen f√ľr die Wirkung der Quote sein", sagt Elke Holst, DIW-Forschungsdirektorin f√ľr Gender Studies.

12 DAX-30-Unternehmen haben die 30-Prozent-Marke noch nicht erreicht, die meisten stehen aber kurz davor. So w√ľrden acht weitere Unternehmen sie bereits erreichen, wenn sie einen einzigen Mann durch eine Frau im Aufsichtsrat ersetzen w√ľrden. In s√§mtlichen DAX-30-Unternehmen sitzen jetzt mindestens zwei Frauen im Aufsichtsrat. Die h√∂chsten Frauenanteile haben die Deutsche B√∂rse AG mit 41,7 Prozent und mit jeweils 40 Prozent die Deutsche Telekom AG, die Deutsche Post AG und die Munich RE. Die geringsten Frauenanteile finden sich bei der Volkswagen AG mit 15 Prozent und HeidelbergCement AG mit knapp 16,7 Prozent. Insgesamt stellen die Arbeitnehmer_innenvertretungen nur noch knapp die H√§lfte der Aufsichtsr√§tinnen: Von 145 Frauen in den DAX-30-Aufsichtsr√§ten entsenden sie derzeit 72. Das entspricht einem Anteil von 49,7 Prozent. Anfang Januar 2016 waren es 70 von 128 und damit 55 Prozent gewesen. Die Kapitalseite hat damit gleichgezogen.

Keine Weiterentwicklung in Vorständen

Deutlich anders sieht es in den Vorst√§nden aus, die nicht von der Quote betroffen sind. Hier stagniert der Frauenanteil bei unter einem Zehntel: Anfang Juni waren 9,4 Prozent der Posten in Vorst√§nden und Gesch√§ftsf√ľhrungen mit Frauen besetzt, An- fang 2016 lag der Anteil bei 9,6 Prozent. Die Zahl der weiblichen Vorst√§nde blieb mit 19 seit Jahresbeginn unver√§ndert. "In den Vorst√§nden verharrt der Frauenanteil auf unter einem Zehntel. Um Frauen auch den Zugang in operative Spitzenpositionen zu erm√∂glichen, bedarf es deutlich gr√∂√üerer Anstrengungen", so Holst.

Quelle: DIW Berlin ‚Äď Deutsches Institut f√ľr Wirtschaftsforschung e. V. Mohrenstra√üe 58, 10117 Berlin

Die Pressemitteilung vom 10. Juni 2016 auf der Seite des DIW:
www.diw.de

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Women + Work Beitrag vom 15.06.2016 AVIVA-Redaktion 





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