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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2021 - Beitrag vom 09.06.2009


Auszeichnungen des Journalistinnenbundes für Erica Fischer und Stephanie Dötzer
AVIVA-Redaktion

Auf der 22. Jahrestagung des Journalistinnenbundes in Weimar vom 05. - 07. Juni 2009 wurden zwei außergewöhnliche Journalistinnen geehrt: Die 66-jährige Erica Fischer erhielt die höchste ...




... Auszeichnung des Verbandes: die Hedwig-Dohm-Urkunde für ihr Lebenswerk, die 29 Jahre alte Stephanie Dötzer wurde mit dem Nachwuchspreis "Andere Worte- neue Töne" ausgezeichnet.

Der Journalistinnenbund, ein bundesweites Netzwerk für Frauen, die hauptamtlich im journalistischen Bereich tätig sind, setzt sich für die Förderung von Frauen und die paritätische Besetzung aller Positionen in den Medien ein. Mit der Hedwig-Dohm-Urkunde wird seit 1991 jedes Jahr eine Journalistin für ihre herausragende journalistische Leistung und ihr frauenpolitisches Engagement geehrt.

Damit erinnert der Journalistinnenbund an die Publizistin und Frauenrechtlerin Hedwig Dohm (1831-1919), Tochter eines jüdischen Fabrikanten, der zum Christentum konvertierte. Dohm setzte sich zeitlebens für die Rechte von Frauen ein. In ihren Publikationen forderte sie unter anderem das Wahlrecht für Frauen und bessere Ausbildungsmöglichkeiten. Damit ist sie ein Vorbild für heutige Journalistinnen.

Die am 6. Juni 2009 ausgezeichnete österreichische Autorin Erica Fischer hat sich mit ihren Portraits und Berichten zu den Themen Krieg, Flucht, Ausgrenzung einen Namen gemacht, gilt als Aktivistin der Frauenbewegung und wurde insbesondere durch ihre Bücher "Aimée & Jaguar" sowie "Himmelstraße – Geschichte meiner Familie" bekannt. Die Laudatio hielt die Kulturwissenschaftlerin Prof. Dr. Christina von Braun.

Erica Fischer hat anlässlich der Einweihung eines Gedenksteins für Hedwig Dohm am 22. September 2007 einen Artikel für AVIVA-Berlin geschrieben: Gedanken zum Gedenken. Auch über die von ihr selbst initiierte Verlegung von zwei Neuköllner Stolpersteinen hat sie im Oktober 2007 auf AVIVA-Berlin berichtet.

Erica Fischer, geboren in England, studierte in Wien Sprachen. Anfang der 70er Jahre wurde sie zu einer der Gründerinnen des österreichischen Feminismus, ist Mitbegründerin der feministischen Zeitschrift "AUF - Eine Frauenzeitschrift" und der Buchhandlung "Frauenzimmer". Seit 1988 lebt Erica Fischer als freie Autorin, Buchübersetzerin und Journalistin in Deutschland, heute in Berlin. Ihre dokumentarische Erzählung "Aimée & Jaguar" wurde ein Weltbestseller. Erschienen sind weiterhin: der Bildband "Das kurze Leben der Jüdin Felice Schragenheim", "Ich wählte die Freiheit", die Geschichte der afghanischen Familie von Mariam Notten, die Dokumentation "Die Wertheims. Geschichte einer Familie" und zuletzt "Das Wichtigste ist, sich selber treu zu bleiben".
Weitere Infos und Kontakt: www.erica-fischer.de
Lesen Sie auch unser Interview mit Erica Fischer aus dem Jahr 2003.

Mit dem Nachwuchspreis "Andere Worte- neue Töne" des Journalistinnenbundes sollen junge Kolleginnen zu einem differenzierten, jenseits von Klischees angesiedelten Blick auf die Rollen von Mann und Frau ermuntert werden. In diesem Jahr wurde er in der Kategorie Hörfunk verliehen und ging an die 29 Jahre alte Stephanie Dötzer. Die inzwischen in Katar bei der Agentur Al Jazeera Network arbeitende Reporterin wurde für ihr Hörstück "Bagdad atmet noch – eine irakisch-deutsche Freundschaft" ausgezeichnet, das der SWR am 01. Juli 2008 ausstrahlte. Damit sei ihr eine besonders eindringliche Studie über die Lebensrealität unter Kriegsbedingungen gelungen, heißt es in der Begründung. In langen, streckenweise philosophischen Gesprächen lässt sie den irakischen Kameramann Laith Mushtaq seinen blutigen, verstörenden, stets lebensbedrohenden Alltag beschreiben – ein ergreifendes Statement gegen den Irrsinn des Krieges und für den Versuch, sich als JournalistIn unbeirrbar dafür einzusetzen, dass die Welt davon erfährt.

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Hedwig Dohm im Gespräch

Hedwig Dohm. Ausgewählte Texte. Herausgegeben von Nikola Müller und Isabel Rohner

Weitere Infos unter:

www.journalistinnenbund.de, www.hedwigdohm.de


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Beitrag vom 09.06.2009

AVIVA-Redaktion 






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MITRA. Kinostart: 18.11.2021

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MITRA
Inspiriert vom Schicksal seiner Familie erzählt Regisseur Kaweh Modiri die Geschichte der Iranerin Haleh, die 37 Jahre nach der Hinrichtung ihrer Tochter die Frau wieder trifft, die sie dafür verantwortlich macht. Paraderollen für Jasmin Tabatabai, Shabnam Tolouei und Singer-Songwriter Mohsen Namjoo, der auch die Filmmusik komponierte.
Mehr zum Film und der Trailer unter: www.camino-film.com/filme/mitra

fair share! Sichtbarkeit für Künstlerinnen

Zuhurs Töchter. Kinostart am 04.11.2021

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Zuhurs Töchter
Das Regie-Team Laurentia Genske und Robin Humboldt zeichnet in ihrem neuen Werk das Porträt der beiden Transgender-Teenager Lohan und Samar, die in ihrer neuen Heimat Deutschland endlich ihre weibliche Identität entfalten können.
Mehr zum Film und der Trailer unter: www.camino-film.com/filme/ zuhurstoechter

Dear Future Children. Ab 14. Oktober 2021 im Kino

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Dear Future Children
Drei Länder, drei Konflikte, drei Frauen und ein ähnliches Schicksal: Doch sie haben nicht vor aufzugeben: Hilda in Uganda, Rayen in Santiago de Chile, und Pepper in Hongkong. Sie kämpfen weiter. Für ihre und unsere zukünftigen Kinder.
Mehr zum Film und Termine der Kinotour unter: www.camino-film.com/filme/dearfuturechildren

Nanna Johansson – Natürliche Schönheit

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Nanna Johansson - Natürliche Schönheit
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Online: UNIDAS: Frauen im Dialog. Begegnungen, Diskussionen und Impulsvorträge aus Salvador, Brasilien und Berlin, Deutschland.

Eine digitale, transatlantische Konferenz von UNIDAS - dem Netzwerk von Frauen aus Deutschland, Lateinamerika und der Karibik, dem Goethe-Institut, dem Auswärtigen Amt, und dem Frauenministerium des Bundesstaates von Bahia.


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