Bundesverdienstkreuz für 16 engagierte Frauen am 8. März 2017 - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Women + Work WorldWideWomen



AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2021 - Beitrag vom 10.03.2017


Bundesverdienstkreuz für 16 engagierte Frauen am 8. März 2017
AVIVA-Redaktion

Unter den für ihr langjähriges, herausragendes ehrenamtliches Engagement mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichneten Frauen ist auch die Schauspielerin und TERRE DES FEMMES Botschafterin Sibel Kekilli.




Bundespräsident Joachim Gauck verlieh den Frauen am 8. März, dem Internationalen Frauentag, im Schloss Bellevue die Auszeichnung für ihr langjähriges Engagement für die Gleichberechtigung von Mädchen und Frauen.


In der Begründung des Bundespräsidenten hieß es:
"Sibel Kekilli leistet für die Rechte von Mädchen und Frauen einen weit über die Grenzen der Bundesrepublik wirkenden Beitrag. Sie nutzt ihre Popularität, um das Thema Frauenrechte zu einem öffentlichen Thema zu machen und dadurch mehr Menschen dazu zu bewegen, genauer hinzusehen"

Im Mittelpunkt des Engagements von Sibel Kekilli steht die Freiheit für Mädchen und Frauen.
"Jedes Mädchen, jede Frau muss so frei leben können, wie sie es für richtig hält, ohne durch Familie und Freunde massiv eingeschränkt oder wegen ihres Lebenswandels gar mit dem Tode bedroht zu werden", fordert die deutsch-türkische Schauspielerin.
Sie weiß aus eigener Erfahrung, was es bedeutet, für Freiheit zu kämpfen. "Meine Vision von Freiheit ist es, dass ich nicht einen großen Teil meiner Kultur aufgeben muss, um frei leben zu können", sagt sie. Es geht ihr darum, die Unterdrückung der Frauen zu thematisieren sowohl in ihren Filmrollen wie in "Gegen die Wand" und "Die Fremde" als auch in ihrem Engagement bei TERRE DES FEMMES (TDF). So unterstützt sie beispielsweise als TDF-Botschafterin das Projekt "Florika" der Frauenrechtsorganisation im bulgarischen Burgas. Es hat zum Ziel, Roma-Mädchen den Schulbesuch und eine Ausbildung zu ermöglichen. Sibel Kekilli reist immer wieder zu den Mädchen und ermutigt sie, weiterhin das pädagogische Angebot von Florika zu nutzen. Über das Projekt berichtete sie auch in ihrem Regiedebüt: Einem Dokumentarfilm über TDF Bundesgeschäftsführerin Christa Stolle. Er hatte im Juni 2016 auf ARTE Premiere.

Der Verdienstorden ist die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht. Er wird an in- und ausländische Bürgerinnen und Bürger für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen sowie darüber hinaus für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland, wie zum Beispiel im sozialen und karitativen Bereich.

Insgesamt zeichnete der Bundespräsident am 8. März sechzehn Frauen aus, die sich für das Allgemeinwohl engagieren, darunter war neben Sibel Kekilli auch Fernsehmoderatorin und TDF Unterstützerin Nazan Eckes. Sie hat für TDF in der Kampagne und dem Film "Schaust du hin?" mitgewirkt, mit dem sich die Frauenrechtsorganisation gegen häusliche Gewalt an Mädchen und Frauen wendet.

Ausgezeichnet wurden:

Baden-Württemberg: Elke Jordan-Mattes, Mahlstetten
Bayern: Rose Marie Wenzel, Deggendorf
Berlin: Shermin Langhoff und Karin Stötzner
Hamburg: Sibel Kekilli
Niedersachsen: Nadia Nashir-Karim, Hagen am Teutoburger Wald
Nordrhein-Westfalen: Nazan Eckes, Köln, Mathilde Höhlein, Windeck, Ruziye Malkus, Castrop-Rauxel, Christiane Pfitzner, Bielefeld
Rheinland-Pfalz: Ulrike Elz-Eichler, Münstermaifeld, Dr. Susanna Smolenski, Bad Neuenahr-Ahrweiler
Saarland: Linda Weber, Völklingen-Ludweiler
Sachsen-Anhalt: Diana Kokot, Osterburg (Altmark), Petra Werner, Helbra
Thüringen: Ilse Mäurer, Weimar

Informationen zu den Geehrten und zum Verdienstorden finden Sie unter: www.bundespräsident.de/ordensverleihung


Mehr Infos zu TERRE DES FEMMES finden Sie unter:

www.frauenrechte.de

Die Kampagne "Schaust du hin?" ist online unter: schaust-du-hin.de

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Sibel Kekilli erhält Friedenspreis des deutschen Films
Die Schauspielerin wurde am 1. Juli mit dem SchauspielerInnenpreis des "Bernhard Wicki Filmpreises - Die Brücke - Der Friedenspreis des deutschen Films"
ausgezeichnet. Damit wurde sie für ihre Darstellung der Umay in Feo Aladags Film "Die Fremde" geehrt. (2010)

Sibel Kekilli im Interview
2004 holte Fatih Akin mit "Gegen die Wand" den Goldenen Bären und Sibel Kekilli war schlagartig bekannt. Bei der 60. Berlinale lief sie für das Panorama über den roten Teppich, denn sie spielte die Hauptrolle in "Die Fremde" von Feo Aladag. (2010)

Die Fremde - Ein Film von Feo Aladag
Eine Geschichte, so real, dass frau Gänsehaut bekommt - Regisseurin Feo Aladag gelingt mit ihrem Debüt "Die Fremde" ein erschütterndes Kulturen- und Familienportrait, das ganz ohne Klischees und erhobenen Zeigefinger, dafür aber mit jeder Menge Brisanz und Authentizität die ZuschauerInnen unweigerlich in seinen Bann zieht. (2010)

Gegen die Wand
Fatih Akin zeichnet mit seinem mit dem goldenen Bären ausgezeichneten neuen Film ein Stück deutsch-türkischer Realität, die seine Hauptdarstellerin jetzt am eigenen Leib erfährt. (2004)




Quelle: TERRE DES FEMMES, Bundespräsidialamt


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Beitrag vom 10.03.2017

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MITRA. Kinostart: 18.11.2021

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MITRA
Inspiriert vom Schicksal seiner Familie erzählt Regisseur Kaweh Modiri die Geschichte der Iranerin Haleh, die 37 Jahre nach der Hinrichtung ihrer Tochter die Frau wieder trifft, die sie dafür verantwortlich macht. Paraderollen für Jasmin Tabatabai, Shabnam Tolouei und Singer-Songwriter Mohsen Namjoo, der auch die Filmmusik komponierte.
Mehr zum Film und der Trailer unter: www.camino-film.com/filme/mitra

fair share! Sichtbarkeit für Künstlerinnen

Zuhurs Töchter. Kinostart am 04.11.2021

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Zuhurs Töchter
Das Regie-Team Laurentia Genske und Robin Humboldt zeichnet in ihrem neuen Werk das Porträt der beiden Transgender-Teenager Lohan und Samar, die in ihrer neuen Heimat Deutschland endlich ihre weibliche Identität entfalten können.
Mehr zum Film und der Trailer unter: www.camino-film.com/filme/ zuhurstoechter

Dear Future Children. Ab 14. Oktober 2021 im Kino

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Dear Future Children
Drei Länder, drei Konflikte, drei Frauen und ein ähnliches Schicksal: Doch sie haben nicht vor aufzugeben: Hilda in Uganda, Rayen in Santiago de Chile, und Pepper in Hongkong. Sie kämpfen weiter. Für ihre und unsere zukünftigen Kinder.
Mehr zum Film und Termine der Kinotour unter: www.camino-film.com/filme/dearfuturechildren

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Online: UNIDAS: Frauen im Dialog. Begegnungen, Diskussionen und Impulsvorträge aus Salvador, Brasilien und Berlin, Deutschland.

Eine digitale, transatlantische Konferenz von UNIDAS - dem Netzwerk von Frauen aus Deutschland, Lateinamerika und der Karibik, dem Goethe-Institut, dem Auswärtigen Amt, und dem Frauenministerium des Bundesstaates von Bahia.


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