Juden und Muslime in Berlin w√§hrend der Nazizeit - Anna Boros und ihre Rettung durch den √§gyptischen Arzt Mod Helmy. Buchverlosung - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 09.01.2018

Juden und Muslime in Berlin während der Nazizeit - Anna Boros und ihre Rettung durch den ägyptischen Arzt Mod Helmy. Buchverlosung
Magdalena Herzog

Zwei Autoren haben unabh√§ngig voneinander diese Geschichte nachrecherchiert. Ronen Steinke mit "Der Muslim und die J√ľdin. Die Geschichte einer Rettung in Berlin" und Igal Avidan in "Mod Helmy. Wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete". Zugleich erleben die j√ľdisch-muslimischen Beziehungen in den letzten Jahren einen Aufwind: Ausstellungen, Konferenzen und Kulturtage widmen sich ‚Ķ AVIVA verlost 5 B√ľcher



... der geteilten Geschichte und Gemeinsamkeiten, w√§hrend die gegenseitige Abneigung in anderen Bereichen nicht √ľberwindbar scheint.

In diese Kerbe schlagen nun die Publikationen von Ronen Steinke und Igal Avidan √ľber den √Ągypter Mod Helmy. Er war der erste Araber, den die Gedenkst√§tte Yad Vashem 2013 posthum zum "Gerechten unter den V√∂lkern" ehrte.

Der Mediziner Mod Helmy rettete die rum√§nische J√ľdin Anna Boros vor der Deportation. Beide B√ľcher erinnern damit auch an die engen j√ľdisch-muslimischen Beziehungen in den 1920er- und 1930er-Jahren in Berlin.

Wer war Dr. Mohammed Helmy, alias Mod Helmy?

Er kam 1922 im Alter von 21 Jahren aus Kairo nach Berlin wo er Medizin studieren wollte. Die Weimarer Republik hatte muslimische Studenten eingeladen, um die diplomatischen Beziehung zu √Ągypten zu pflegen. In dieser, ihm wohlgesonnenen politischen Atmosph√§re, begann Helmy zu studieren und wurde 1930 am St√§dtischen Krankenhaus Moabit Assistenzarzt. Anschlie√üend war er als Urologe im Robert-Koch-Institut t√§tig. Viele der √Ąrzte im Krankenhaus Moabit waren j√ľdisch, die mit der Macht√ľbernahme der Nazis umgehend entlassen wurden. Helmy profitierte von den freigewordenen Positionen, stieg rasch auf und begann bald, seine arrivierte Stellung zu nutzen, um sich gegen die braunen √Ąrzte offen zu √§u√üern. Nach wiederholten Diskriminierungen gegen Helmy aufgrund seiner Herkunft und seiner aktiven Haltung gegen das Regime wurde auch er 1937 aus dem Krankenhaus geworfen.

Anna Boros Familie und Mod Helmy

Helmy richtet eine private Praxis in der Krefelder Stra√üe 7 in Berlin-Moabit ein, wo er wie auch im Krankenhaus weiterhin j√ľdische Patient_innen behandelte. Durch diese T√§tigkeit lernte er 1936 die Familie Boros um das damals elfj√§hrige M√§dchen Anna kennen. Anna war 1925 in Arad (Rum√§nien) geboren worden und als kleines M√§dchen mit Mutter und Gro√ümutter nach Berlin gekommen. Hier baute die Familie vor allem unter der F√ľhrung der Gro√ümutter Cecilie Rudnik ein gutgehendes Obstgesch√§ft auf. 1942 wandte sich Anna an Mod, um der drohenden Deportation durch die Nazis zu entkommen ‚Äď sie konnte zun√§chst bei ihm in der Praixs eine Ausbildung machen und Mod gab sie als seine Assistenz aus. Dabei unterst√ľtzte ihn seine deutsche Freundin Emmy Ernst. Um Anna dauerhaft sch√ľtzen zu k√∂nnen, brauchte es jedoch eine andere L√∂sung.

Anna wird Muslima

Mod nutzte seine Kontakte zur muslimischen Gemeinde und arrangierte eine offizielle Konversion zum Islam. So wurde Anna im Juni 1943 zu Nadja und zur Nichte Mods. Ein Kopftuch half, Anna auf der Stra√üe f√ľr ehemalige Bekannte weniger leicht erkennbar zu machen. Eine Heirat mit einem engen Vertrauten Mods, dem Musiker Hammad, sollte die endg√ľltige Rettung f√ľr Anna bringen: Durch die Heirat w√ľrde sie einen √§gyptischen Pass erhalten, der ihr eine Ausreise erm√∂glichen w√ľrde. Man wusste in Berlin von √Ąrtz_innen in einem Krankenhaus in Alexandria, das deutsch-j√ľdischen Fl√ľchtlingen half. Das Unterfangen war √§u√üerst gef√§hrlich: W√§hrend einerseits ein ganzes arabisches Netzwerk Annas Konversion und Heirat erm√∂glichte, war es andererseits empfindlich nah am Gro√ümufti von Jerusalem, Mohammed Amin al-Husseini, einem engen Freund Hitlers. Denn dessen rechte Hand, Kamal el-Din Galal, war involviert in die Angelegenheit und Generalsekret√§r des Islamischen Zentralinstituts in Berlin, das Annas √úbertrittsurkunde ausstellte.

Anna √ľberlebt in der Illigalit√§t in Buch

Der Schwindel jedoch konnte nicht lange aufrecht erhalten werden. Im Winter 1943 musste Anna untertauchen, erhielt damit keine Lebensmittelkarten mehr und war g√§nzlich von der Hilfe anderer abh√§ngig. Mod stellt ihr seine Laube in Buch zur Verf√ľgung, wo sie sich √ľber ein Jahr lang versteckt hielt, gr√∂√ütenteils in einem kleinen Erdloch innerhalb des Hauses, um vor den Bomben gesch√ľtzt zu sein. Mit ihrer Familie konnte sie kaum noch zusammenkommen: w√§hrend die Gro√ümutter f√ľr sich selbst sorgte und vor allem von einer Bekannten und Patientin Mods, Frieda Szturmann, versteckt bzw. versorgt wurde, sch√§tzte Annas Mutter Julie die Situation oftmals falsch ein und verhielt sich unvorsichtig. Sie war relativ lange gesch√ľtzt, da sie mit einem Nichtjuden, Georg Wehr verheiratet war, wenn auch dieser sich kaum f√ľr seine Familie einsetzte. Offensichtlich verplapperte sich Julie bei anderen Frauen, mit denen sie Zwangsarbeit bei dem Unternehmen Rose & Co. leistete, und so flog das Versteck Annas auf. Das Netzwerk Mods funktionierte auch im Winter 1945 noch ‚Äď Anna kam bei dessen Freund_innen unter, bis sie sich sicher waren, dass die Gestapo sie nicht mehr suchte und kehrte zur√ľck nach Buch, wo sie das Kriegsende erlebte. Noch in Berlin lernt sie ihren Mann Chaim Gutman kennen und wanderte mit ihrer Mutter und ihrem Stievfater in die USA aus. Ihre Gro√ümutter und ihr Onkel w√§hlten Pal√§stina als ihre neue Heimat.

Annas und Mods Verwandte

Anna und Mod hielten nach dem Krieg den Kontakt zueinander aufrecht und sahen sich erstmalig 1969 in Berlin wieder. Ihr Vertrauen zueinander, in dem die religi√∂se Zugeh√∂rgkeit keine Rolle gespielt hat, konnten sie jedoch nur bedingt weitergeben. So sehr die Ehrung Helmys freut, so kompliziert und teils bitter ist der Blick in die Gegenwart: Sowohl Ronen Steinke als auch Igal Avidan konnten Gespr√§che mit Verwandten von Anna und Mod erm√∂glichen, die in den USA bzw. in √Ągypten leben. Anna Boros Sohn Charles Gutman in New York √§u√üerte sich auf Facebook bedenklich negativ √ľber Muslime, w√§hrend seine Schwester Carla Greenspan einen Brief an Verwandte Helmys nach Kairo sandte. Die Verwandten Mods in Kairo lehnten dessen Ehrung durch Yad Vashem lange ab, das Zertifikat von Yad Vashem nahmen sie nicht entgegen, weil es ein israelischer Preis ist. Dass Mod zur Rettung von J√ľdinnen_ Juden entscheidend beigetragen hat, sahen sie nicht als eine Besonderheit an, er habe allen Menschen geholfen, unabh√§ngig von ihrer Religion ‚Äď so noch der Stand der Dinge bei den Gespr√§chen zwischen Ronen Steinke und Mods Familie. Ende Oktober 2017 jedoch nahm der Neffe Mods, Nasser Kotby das Zertifikat und die Medaille Yad Vashems in der israelischen Botschaft in Berlin erfreulicherweise doch entgegen ‚Äď er sieht die Entgegennahme als Ehrung an. Igal Avidan f√ľgt richtigerweise hinzu, es sei denkbar, dass auf die Familie von staatlicher Seite Druck ausge√ľbt wurde. Kontakte zu Israel, bzw. zu J√ľdinnen_Juden zu pflegen, kann in √Ągypten gef√§hrlich werden ‚Äď das musste auch der Schauspieler Omar Sharif erfahren, der nach dem Film mit Barbra Streisand f√ľr Funny Girl, in dem er den Juden Nick Arnstein spielt, zehn Jahre sein Heimatland nicht betreten durfte.

J√ľdinnen_Juden und Muslime gestern und heute

Die Geschichte von Mod und Anna ist eine atemberaubende, denn so viele gro√üe Themen kommen hier zusammen: menschlicher Anstand, Mut und Clerverness, die komplexen au√üenpolitischen Verh√§ltnisse des Naziregimes vor allem mit dem Nahen Osten, in die Annas und Mods Biographien und damit auch deren Rettung eingebunden waren, der Blick in die Kulturszene der 1920er- und 1930er-Jahre, in der muslimische Araber offensichtlich deutlich vertreten waren und gro√üe Affinit√§ten zu Juden_J√ľdinnen hatten und sich lange vor 1933 gegen die Nazis verb√ľndeten. Und nicht zuletzt die Gegenwart, die im Bezug auf die Beziehungen zwischen Deutschland und dem Nahen Osten und zwischen Juden_J√ľdinnen/Israelis und Muslimen dort und hier komplex sind, von Bitterkeit, Feindlichkeit und doch gleichzeitig gro√üer N√§he oder langsamen erneuten Ann√§herungsversuchen in der Kulturszene gepr√§gt sind: schauen wir auf das Programm des Festivals "Desintegration", den Veranstaltungen des J√ľdischen Museum Berlins und den erstmalig stattfindenden J√ľdisch-Muslimischen Kulturtagen in Heidelberg im November 2017, w√§chst die Hoffnung, dass hier erneut wieder etwas zum Bl√ľhen kommt.

AVIVA-Tipp: Beide Publikationen stellen eine √§u√üerst lohnenswerte Lekt√ľre dar, die gerade durch ihren unterschiedlichen Ansatz sehr gut erg√§nzend gelesen werden k√∂nnen: Ronen Steinke als eine spannend erz√§hlte und gut recherchierte Dokumentation der Rettungsgeschichte von Anna Boros, Igal Avidan als ein erz√§hlendes, aufwendig und hervorragend recherchiertes Sachbuch, das zeitlich weiter und tiefgr√ľndiger in die Biographie, T√§tigkeit Mod Helmys und in die politischen Verh√§ltnisse einsteigt.

Zum Autor: Ronen Steinke, geboren 1983 in Erlangen, studierte Rechtswissenschaft und Kriminologie. Seit 2011 ist er Redakteur bei der S√ľddeutschen Zeitung, zun√§chst im Ressort Au√üenpolitik/Naher Osten, nun als Korrenspondent f√ľr die Themen Nachrichtendienste und innere Sicherheit mit Sitz in Berlin. 2011 wurde er promoviert √ľber eine Arbeit zu den Kriegsverbrechertribunale von 1945 bis heute. Er war Gastwissenschaftler am Fritz-Bauer-Institut zur Geschichte und Wirkung des Holocaust in Frankfurt am Main. 2015 erschien beim Piper-Verlag seine Biographie √ľber Fritz Bauer.

Zum Autor: Igal Avidan, 1962 in Tel Aviv geboren, hat in Israel Englische Literatur und Informatik und in Berlin Politikwissenschaft studiert. Seit 1990 arbeitet der Nahostexperte als freier Berichterstatter aus Berlin f√ľr israelische und deutsche Zeitungen und H√∂rfunksender. 2008 erschien sein Buch"Israel. Ein Staat sucht sich selbst". Ko-Autor seines Buches √ľber Mod Helmy ist der Schriftsteller und Journalist Helmut Kuhn.



Ronen Steinke
Der Muslim und die J√ľdin. Die Geschichte einer Rettung in Berlin

Berlin Verlag, erschienen August 2017
Hardcover, 207 Seiten, mit Bildmaterial
Preis: 20,00 Euro
ISBN: 978-3-8270-1351-4
www.piper.de



Igal Avidan
Mod Helmy. Wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete

dtv, erschienen Oktober 2017
Hardcover, 248 Seiten, mit Bildmaterial
Preis: 20,00 Euro
ISBN: 978-3-423-28146-1
www.dtv.de

Mehr Infos zu Dr. Mohamed Helmy und Anna Boros Gutman auf Yad Vashem - The World Holocaust Remembrance Center:
www.yad-vashem.org.il

Filmprojekt "Mohamed and Anna ‚Äď In Plain Sight"

Die Dokumentarfilmerin Taliya Finkel, die in Jerusalem und Wien arbeitet, sucht Unterst√ľtzer_innen, um diese Geschichte in einen Film zu bringen. Der Titel steht bereits fest: "Mohamed and Anna ‚Äď In Plain Sight". Der Stoff ist mehr als geeignet daf√ľr und sucht dringend finanzielle Unterst√ľtzung. Mehr Infos:
taliyafinkel.com

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

DIE UNSICHTBAREN - WIR WOLLEN LEBEN. Kinostart 26.10.2017
Berlin, 1943. Das Nazi-Regime hat Berlin offiziell f√ľr "judenrein" erkl√§rt. Doch einigen Juden und J√ľdinnen gelingt das Undenkbare. Sie beschlie√üen zu "flitzen" und gehen in den Untergrund. Das Dokudrama erz√§hlt stellvertretend f√ľr 7.000 Untergetauchte die Geschichte von vier jungen Berliner J√ľdinnen und Juden, die sich f√ľr die Gestapo unsichtbar machen und durch pures Gl√ľck und in immer wechselnden Verstecken der Deportation entkommen k√∂nnen: Cioma Samson Sch√∂nhaus, Hanni L√©vy, geb. Hannelore Weissenberg, Ruth Gumpel, geb. Arndt, Eugen Herman-Friede.

Else Krell - Wir rannten um unser Leben. Illegalität und Flucht aus Berlin 1943. Herausgegeben von Claudia Schoppmann
Sorgfältig und kenntnisreich hat die Historikerin und Publizistin die ihr anvertrauten Erinnerungen und Manuskripte in Buchform aufbereitet und schließlich, sechs Jahre später, eine Veröffentlichung erwirkt. (2016)

Ilse-Margret Vogel - Über Mut im Untergrund. Eine Erzählung von Freundschaft, Anstand und Widerstand im Berlin der Jahre 1943-1945
Wie konnten Verfolgte im Berliner Untergrund w√§hrend des NS √ľberleben? Und wie haben die wenigen, die ihnen halfen, den Mut dazu aufgebracht? Die Erinnerungen von Ilse-Margret Vogel entfalten die Perspektive einer nichtj√ľdisch-deutschen, selbstbestimmten und moralisch autonomen Frau, die mit Verfolgten des NS-Regimes trotz der Propaganda befreundet bleibt, ihnen Unterschlupft bietet und sich bis Kriegsende erfolgreich verweigert den Hitler-Gru√ü auszuf√ľhren. (2015)

Regina Steinitz mit Regina Scheer - Zerstörte Kindheit und Jugend. Mein Leben und Überleben in Berlin. Herausgegeben von Leonore Martin und Uwe Neumärker
Die "Stiftung Denkmal f√ľr die ermordeten Juden Europas" gibt die "Zeitzeugenreihe" heraus, in der Holocaust-√úberlebende zu Wort kommen, von denen viele erst im hohen Alter von dem traumatisch Erlebten ihrer Kindheit und Jugend berichten k√∂nnen. (2015)

Marie Jalowicz Simon - Untergetaucht
50 Jahre "danach", am Ende ihres Lebens, hat Marie Simon, Altphilologin und Philosophiehistorikerin an der Humboldt-Universit√§t, ihre √úberlebensgeschichte "ausgesch√ľttet wie einen Eimer Wasser, so ihr Sohn Hermann Simon, Direktor der Stiftung "Neue Synagoge Berlin ‚Äď Centrum Judaicum". Unmittelbar danach ist sie 1998 gestorben. (2014)

Als J√ľdin versteckt in Berlin
"Versuche, dein Leben zu machen". Diese Worte hinterließ die Mutter der 21-jährigen Margot Bendheim, als sie deportiert wurde. Sechzig Jahre später erzählt sie ihre bewegende Geschichte. (2008)

Regina Scheer ‚Äď "Im Schatten der Sterne" Eine j√ľdische Widerstandsgruppe. Regina Scheer folgt den Spuren einer j√ľdischen Widerstandsgruppe in Berlin, deren Mitglieder gegen das nationalsozialistische Regime k√§mpften und dabei ihr Leben riskierten. (2004)

Lea Goldberg. Verluste - Antonia gewidmet Ein Roman, der 1935 in Pal√§stina von der Dichterin und Literaturkritikerin Lea Goldberg auf Hebr√§isch verfasst wurde. Dieser wird bereichert um ein Werk, das im Berlin der Jahre 1932 bis 1933 spielt und sich sprachlich aus der Moderne und aus den religi√∂sen Texten des Judentums speist. Im Fokus steht der Islamwissenschaftler Jehuda Elchanan Kron. Der Roman erinnert auch an eine wichtige Phase der Orientalistik und Islamwissenschaft, in der es viele J√ľdinnen und Juden waren, die dazu beitrugen, diese Disziplin zum erbl√ľhen zu bringen ‚Äď in Deutschland und im damaligen Pal√§stina. (2016)

Ausstellung "Juden, Christen und Muslime. Im Dialog der Wissenschaften 500-1500"
9. Dezember 2017 - 4. März 2018 im Martin-Gropius-Bau
Im Fokus der umfassenden, faszinierenden Ausstellung steht die Aufarbeitung des Dialogs der drei mosaischen Religionen vor dem Hintergrund von Medizin, Mathematik, Astronomie und Astrologie und deren Einfluss auf die Menschen. Mit Angeboten wie Tandem-F√ľhrungen oder Workshops liefert sie damit auch einen aktuellen Bezug zum multikulturellen Europa von heute. (2017)

Ausstellung "Welcome to Jerusalem"
11. Dezember 2017 bis 30. April 2019 im J√ľdischen Museum Berlin
In der Ausstellung wird die Geschichte Jerusalems von der Zeit Herodes bis heute mit ausgew√§hlten Themen dargestellt. In zehn R√§umen, auf 1.000 Quadratmetern, werden die vielf√§ltigen Herausforderungen Jerusalems aufgegriffen und mit historischen Exponaten, k√ľnstlerischen Reaktionen und medialen Inszenierungen pr√§sentiert: Aspekte der Stadtgeschichte, in der Alltag, Religion und Politik unaufl√∂slich miteinander verflochten sind Kulturhistorische Objekte mit Leihgaben aus internationalen Museen und aus Privatsammlungen, darunter aus dem Victoria & Albert Museum, der Tate, dem Mus√©e du Quai Branly, den Uffizien und dem Israel Museum sind ebenso zu sehen sein wie Arbeiten zeitgen√∂ssischer K√ľnstler*innen.


AVIVA-Berlin verlost f√ľnf B√ľcher (3x "Mod Helmy. Wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete" von Igal Avidan und 2x "Der Muslim und die J√ľdin. Die Geschichte einer Rettung in Berlin" von Ronen Steinke. Bitte senden Sie uns dazu den AVIVA-Tipp aus unserer Rezension zu DIE UNSICHTBAREN - WIR WOLLEN LEBEN. Kinostart 26.10.2017 mit Angabe Ihrer Postadresse bis zum 30.04.2018 per Email an folgende Adresse: info@aviva-berlin.de



Gewinnspiele Beitrag vom 09.01.2018 Magdalena Herzog 





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