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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 26.07.2017

DIW Berlin F√ľhrungskr√§fte-Monitor 2017 am 18. Juli erschienen
AVIVA-Redaktion

Die Studie zeigt, dass es gro√üe Unterschiede beim Frauenanteil zwischen Ost- und Westdeutschland gibt. Der Gender Pay Gap bei F√ľhrungspositionen ist mit durchschnittlich 23 Prozent nach wie vor erheblich.



Anteil von Frauen in F√ľhrungspositionen nimmt nur noch langsam zu, Gleichstellung liegt in weiter Ferne

Die Studie informiert nicht nur √ľber die Entwicklung des Anteils von Frauen in F√ľhrungspositionen und Verdienstunterschiede, sondern gibt auch einen Einblick in die beruflichen und privaten Lebenswirklichkeiten von angestellten F√ľhrungskr√§ften in der Privatwirtschaft.

Der Anteil von Frauen unter den angestellten F√ľhrungskr√§ften in Privatunternehmen ist in den Jahren 1995 bis 2015 um rund zehn Prozentpunkte auf etwa 30 Prozent gestiegen. Das geht aus dem neuen "F√ľhrungskr√§fte-Monitor 2017" des Deutschen Instituts f√ľr Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hervor, der erstmals einen Zeitraum von 20 Jahren abdeckt und somit auch langfristige Entwicklungen aufzeigt. Der F√ľhrungskr√§fte-Monitor betrachtet dabei F√ľhrungspositionen in einem weiten Sinne: Einbezogen wurden nicht nur Vorst√§nd_innen und Aufsichtsr√§t_innen, sondern auch niedrigere F√ľhrungsebenen und allgemein Angestellte, die hochqualifizierte T√§tigkeiten aus√ľben.

"Es geht voran, was den Anteil von Frauen in F√ľhrungspositionen betrifft", res√ľmiert Elke Holst, DIW-Forschungsdirektorin f√ľr Gender Studies, "allerdings liegt das Ziel, genauso viele Frauen wie M√§nner in F√ľhrungspositionen zu haben, noch immer in weiter Ferne. Der Frauenanteil nimmt nur noch langsam zu und gleicht zuletzt eher wieder einem Ritt auf einer Schnecke. Und das, obwohl Frauen schon seit vielen Jahren die M√§nner bei den Qualifikationen eingeholt und teilweise sogar √ľberholt haben."

Offenbar spielen kulturelle Rahmenbedingungen eine wichtige Rolle: W√§hrend der Frauenanteil in F√ľhrungspositionen in Ostdeutschland bei 44 Prozent liegt, ist er in Westdeutschland mit 27 Prozent deutlich geringer und seit 1995 auch erheblich langsamer gestiegen. Um die Gleichstellung zu f√∂rdern, sieht Studienautorin Elke Holst nicht nur die Politik, sondern auch die Unternehmen in der Pflicht. Sie m√ľssten die Erh√∂hung des Anteils von Frauen in F√ľhrungspositionen als zentrales Unternehmensziel definieren und einen verbindlichen Zeitplan festlegen. Wichtig sei auch die Transparenz bei der Besetzung von leitenden Positionen und bei den Geh√§ltern. Flexible Arbeitszeiten und Zeitsouver√§nit√§t seien wichtige Optionen, um die Chancengleichheit zwischen M√§nnern und Frauen in F√ľhrungspositionen voranzutreiben. "Unterst√ľtzt durch eine Politik aus einem Guss sowie eine st√§rkere partnerschaftliche Aufgabenteilung in der Familie k√∂nnen vorhandene positive Ans√§tze mehr Fahrt aufnehmen", so Elke Holst.

Verdienstl√ľcke zwischen Frauen und M√§nnern bleibt gro√ü

Der Gender Pay Gap bei F√ľhrungskr√§ften hat sich in den vergangenen Jahren im Mittel leicht verringert, die Verdienstl√ľcke bleibt mit durchschnittlich 23 Prozent aber erheblich. Betrachtet frau statt des Durchschnittswerts den h√§ufig als robustere Gr√∂√üe geltenden Medianwert, der von extrem hohen und niedrigen Werten kaum beeinflusst wird, liegt der Verdienstunterschied zwischen M√§nnern und Frauen sogar bei 26 Prozent und hat sich innerhalb von 20 Jahren nicht ver√§ndert.

Neben der Entwicklung des Anteils von Frauen in F√ľhrungspositionen und den Verdienstunterschieden geben die DIW-Forschungsdirektorin Holst und ihr Ko-Autor Martin Friedrich im Rahmen des F√ľhrungskr√§fte-Monitors, der auf Daten des Sozio-√∂konomischen Panels (SOEP) basiert, auch einen Einblick in die beruflichen und privaten Lebenswirklichkeiten von F√ľhrungskr√§ften. Zu den Themen geh√∂ren neben Arbeitsmarkt- und Sozialstrukturen, Wochenarbeitszeiten, Bildung und Berufserfahrung auch Lebensstile, Haus- und Familienarbeit sowie Verdienste und Sonderverg√ľtungen. Erstmals wurden auch Indikatoren zur politischen Partizipation, zu Parteipr√§ferenzen und Sorgen einbezogen.

So ist ein Ergebnis, dass M√§nner und Frauen in F√ľhrungspositionen √§hnliche W√ľnsche mit Blick auf ihre Arbeitszeit haben. Beide Geschlechter w√ľrden ihre Wochenarbeitszeit gerne um sechs Stunden reduzieren. Bereits in den vergangenen Jahren konnten F√ľhrungskr√§fte ihre Arbeitszeit etwas verringern. Dass M√§nner im Durchschnitt mehr Wochenstunden arbeiten als Frauen (44 zu 41), ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass Frauen in F√ľhrungspositionen h√§ufiger in Teilzeit t√§tig sind als M√§nner (22 zu sechs Prozent).
Pr√§ferenzen f√ľr Gr√ľne und SPD

Erstmals gibt der F√ľhrungskr√§fte-Monitor des DIW Berlin auch Auskunft √ľber das politische Interesse und die Parteineigung von F√ľhrungskr√§ften. Dabei zeigt sich, dass in leitenden Positionen das politische Interesse st√§rker ausgepr√§gt ist als bei Angestellten ohne F√ľhrungsaufgabe, Frauen aber weniger h√§ufig sehr stark interessiert sind als M√§nner (38 zu 58 Prozent). Beide Geschlechter besch√§ftigten besonders die Themen Frieden, Ausl√§nder_innenfeindlichkeit sowie etwas weniger h√§ufig Umweltschutz, Klimawandel und der soziale Zusammenhalt. Frauen neigten 2015 vor allem der Partei B¬ī90/Die Gr√ľnen zu (39 Prozent), M√§nner in F√ľhrungspositionen bevorzugten zu 44 Prozent die SPD. Unter den angestellten F√ľhrungskr√§ften in der Privatwirtschaft kam die CDU/CSU auf Zustimmungswerte von rund 20 Prozent ‚Äď w√ľrden Selbst√§ndige, Landwirt_innen und die Besch√§ftigten im √∂ffentlichen Dienst einbezogen, k√∂nnte dies jedoch anders aussehen.

AVIVA-Tipp: Seit Beginn der Erhebung des DIW F√ľhrungskr√§fte-Monitors stellen Elke Holst und ihr Team fest, dass die Unternehmen und die Politik gefragt sind, die positiven Entwicklungen auf den unteren und mittleren F√ľhrungsebenen zu nutzen, zu verst√§rken und damit einen nachhaltigen Trend zu mehr Frauen in F√ľhrungspositionen auf allen Hierarchieebenen zu f√∂rdern. Eine Voraussetzung hierf√ľr ist die √Ėffnung der Unternehmenskultur f√ľr Frauen in F√ľhrungspositionen. Weiterhin bilden von M√§nnern gepr√§gte Lebensrealit√§ten die Norm in den F√ľhrungsetagen. Der Ver√§nderungsprozess verl√§uft leider sehr langsam. Hier sollte dringend nachgesteuert werden.

Mehr Infos zum DIW F√ľhrungskr√§fte-Monitor 2017 unter:

www.diw.de

Deutsches Institut f√ľr Wirtschaftsforschung (DIW Berlin)
Das DIW Berlin (Deutsches Institut f√ľr Wirtschaftsforschung) ist seit 1925 eines der f√ľhrenden Wirtschaftsforschungsinstitute in Deutschland. Es erforscht wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Zusammenh√§nge in gesellschaftlich relevanten Themenfeldern und ber√§t auf dieser Grundlage Politik und Gesellschaft. Das Institut ist national und international vernetzt, stellt weltweit genutzte Forschungsinfrastruktur bereit und f√∂rdert den wissenschaftlichen Nachwuchs. Das DIW Berlin ist unabh√§ngig und wird als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft √ľberwiegend aus √∂ffentlichen Mitteln finanziert.

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Quelle: Pressemitteilung des DIW Berlin vom 18. Juli 2017


Women + Work > Infos Beitrag vom 26.07.2017 AVIVA-Redaktion 





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