Neues Netzwerk im Deutschen Juristinnenbund e.V.: Juristinnen Wirtschafts- und Steuerstrafrecht (JuWiSt) - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Women + Work Infos



AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2020 - Beitrag vom 26.04.2019


Neues Netzwerk im Deutschen Juristinnenbund e.V.: Juristinnen Wirtschafts- und Steuerstrafrecht (JuWiSt)
AVIVA-Redaktion

Der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb) gibt eine Neugründung innerhalb seiner Netzwerke und Projekte bekannt: Neu hinzugekommen ist das Netzwerk für Frauen im Bereich des Wirtschafts- und Steuerstrafrechts.




Der djb, 1948 in Dortmund neu gegründet, versteht sich als Nachfolgeorganisation des 1914 gegründeten "Deutschen Juristinnen-Vereins", der die Zulassung von Frauen zu juristischen Berufen erkämpft hatte, nach der Machtergreifung Hitlers aber seine Arbeit einstellte. Zu den Pionierinnen des djb gehören Elisabeth Selbert, die im Parlamentarischen Rat für die Aufnahme des in Art. 3 Abs. 2 GG verankerten Gleichberechtigungsgrundsatzes sorgte, die Bundesverfassungsrichterinnen Erna Scheffler und Wiltraut Rupp v. Brünneck, MdB Elisabeth Lüders und die erste Bundesministerin in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Elisabeth Schwarzhaupt. Zu den heute ca. 2.900 Mitgliedern zählten und zählen Ministerinnen und Senatorinnen, Richterinnen des Bundesverfassungsgerichts und an den obersten Bundesgerichten, zahlreiche in leitenden Positionen tätige Frauen in Wirtschaft, Justiz, Verwaltung und Wissenschaft ebenso wie Studentinnen, Referendarinnen und Berufsanfängerinnen.

Das Netzwerk für Frauen im Bereich des Wirtschafts- und Steuerstrafrechts stellt eine Erweiterung des djb dar. Mitglied des neuen Netzwerks kann jede Kollegin werden, die im Bereich des Wirtschafts- und Steuerstrafrechts tätig ist (Anwaltschaft, Justiz, Unternehmen, Steuerberatung u. a.). Das Netzwerk versteht sich als:

  • offenes Netzwerk, das den Diskurs zu frauenspezifischen und fachlichen Themen im Bereich des Wirtschafts- und Steuerstrafrechts fördert
  • ein Netzwerk, das sich für gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern am Wirtschaftsleben einsetzt.

    Der djb will - losgelöst von Klischees und Vorurteilen - über Verbesserungen diskutieren und zielorientiert Wege finden, Frauen bei ihrer Tätigkeit im Bereich des Wirtschafts- und Steuerstrafrechts auf allen Ebenen zu unterstützen und besser zu vernetzen, um Synergien zu schaffen. Dies gilt sowohl für den Bereich der freien Wirtschaft als auch für die Justiz. Der djb freut sich auch über Unterstützung von männlichen Kollegen, die diese Ziele teilen.

    "Die Gründung dieses neuen Netzwerkes zeigt einmal mehr, in welcher Bandbreite verschiedenste Themen, Interessen und Berufsbilder im djb vertreten sind und ihn bereichern. Der djb lebt von dieser fachlichen und personellen Vielfalt", freut sich djb-Präsidentin Prof. Dr. Maria Wersig.

    Der djb lädt interessierte Kolleginnen mit einem Arbeitsschwerpunkt im Wirtschafts- und Steuerstrafrecht dazu ein, Mitglied im Netzwerk zu werden und in den Austausch zu treten. Sowohl die virtuelle Vernetzung als auch der persönliche Kontakt und fachliche Austausch wird zu den Angeboten des neuen Netzwerkes zählen. Eine Auftaktveranstaltung des Netzwerks ist für den Herbst dieses Jahres (am 11. Oktober 2019, FGS Bonn) geplant.

    Die Initiatorinnen und Ansprechpartnerinnen für das Netzwerk sind:
    Ana-Christina Vizcaino Diaz, Dr. Beatrix Perkams und Dr. Anja Stürzl, LL.M.

    Weitere Infos zum Deutschen Juristinnenbund e.V. und zur Mitgliedschaft, sowie zum Netzwerk Juristinnen Wirtschafts- und Steuerstrafrecht (JuWiSt) finden Sie hier:

    www.djb.de/mitgliedwerden

    www.djb.de

    www.facebook.com/Deutscher-Juristinnenbund-eV-djb

    juwist.org

    Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

    Brandenburg schreibt Geschichte: Erstes Paritätsgesetz der Bundesrepublik. Deutscher Juristinnenbund e.V. begrüßt den Beschluss
    Am 31.01.2019 hat der Brandenburger Landtag mit den Stimmen der Regierungskoalition von SPD und Die Linke sowie der oppositionellen Fraktion Bündnis 90/Die Grünen ein Gesetz beschlossen, das alle Parteien verpflichtet, ihre Landeslisten zur Parlamentswahl zu gleichen Teilen mit Männern und Frauen zu besetzen. Ausnahmen für reine Frauen- oder Männerparteien sind vorgesehen. (2019)

    Juristinnenbund veröffentlicht Positionspapier zu notwendigen Maßnahmen zur Förderung von Parität in den Parlamenten
    Mehr Frauen in die Parlamente - nur wie? Im Jubiläumsjahr 100 Jahre Frauenwahlrecht sitzen gerade mal 30,9 Prozent weibliche Abgeordnete im Bundestag. In den Länderparlamenten sieht es teilweise noch schlechter aus. Die Hoffnung, dass Frauen schon "von allein" mit jeder Wahl mehr repräsentiert sind, hat sich zerschlagen. (2019)

    Deutscher Juristinnenbund e.V. (djb) gratuliert: Verdienstorden für Ramona Pisal, djb-Präsidentin 2011-2017
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    Die Bundestagswahl und drei Landtagswahlen stehen bevor. Welchen Augenmerk legen die Parteien dabei auf Gleichberechtigung der Geschlechter? Die frauenrechtspolitischen Forderungen des djb können Prüfmaßstab für die Wahlentscheidung sein.

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    Der Gesetzesentwurf zur internationalen Rechtshilfe des Bundesjustizministeriums bezieht wesentliche europäische Regelungen nicht mit ein, kritisiert der djb. Dabei ist dieser Entwurf insbesondere für Frauen relevant, die von Gewalt-, und anderen Straftaten betroffen sind.

    Der Deutsche Juristinnenbund e.V. zum Koalitionsvertrag aus frauenpolitischer Sicht
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    Der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb) kommentierte während seiner Pressekonferenz am Mittwoch, 15. Januar 2014 in Berlin, den Koalitionsvertrag aus frauenpolitischer Sicht.

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    Quelle: djb-Pressemitteilung vom 23. April 2019



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    Beitrag vom 26.04.2019

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