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AVIVA-BERLIN.de 10/22/5778 - Beitrag vom 07.05.2018

No Fake Jews! Das 24. J├╝dische Filmfestival Berlin & Brandenburg
AVIVA-Redaktion

Save the date: Vom 26. Juni bis 5. Juli 2018 bringt das JFBB unter dem Motto "NO FAKE JEWS" das Neueste, Beste und Interessanteste des weltweiten j├╝dischen Films sowie die H├Âhepunkte des israelischen Kinos nach Deutschland. Die Sonderreihe stellt in diesem Jahr Hedy Lamarr, Hollywood-Star und Erfinderin, in den Fokus. Au├čerdem: Das JFBB legt anl├Ąsslich des 70. Jahrestags der Staatsgr├╝ndung Israels im Jahr 1948 in seinem diesj├Ąhrigen Programm einen Schwerpunkt auf das aktuelle israelische Kino und Serienschaffen.



Die inzwischen 24. Ausgabe des J├╝dischen Filmfestivals Berlin & Brandenburg (JFBB) findet vom 26. Juni bis 5. Juli unter dem Motto "No Fake Jews" statt.

JFBB: GR├ľSSTES FORUM F├ťR DEN J├ťDISCHEN UND ISRAELISCHEN FILM

Das Filmfestival ist seit beinahe einem Vierteljahrhundert das gr├Â├čte Forum f├╝r den j├╝dischen und israelischen Film in Deutschland. Mit ├╝ber 40 aktuellen Filmen sowie Bildungs- und Kulturveranstaltungen gew├Ąhrt das Festival Einblicke in die Diversit├Ąt israelischen Alltags jenseits von Klischees und den Facettenreichtum globalen j├╝dischen Lebens, erinnert aber auch an die Shoah und streitet aktiv gegen offenen und den h├Ąufiger auftretenden versteckten Antisemitismus. Das Festival greift auf diese Weise immer wieder hochaktuelle und gesellschaftlich relevante Themen auf.

Filmisch bietet das Festival in seinem Programm erneut die gesamte Bandbreite des aktuellen kreativen Schaffens ÔÇô vom Independent- und Arthousekino ├╝ber Dokumentarfilme bis hin zum Essayistischen und Experimentellen.

Schwerpunkt israelisches Kino anl├Ąsslich 70 Jahre Israel

Der 70. Jahrestag der Staatsgr├╝ndung Israels im Jahr 1948 ist Anlass f├╝r das JFBB in seinem diesj├Ąhrigen Programm einen Schwerpunkt auf das aktuelle israelische Kino und Serienschaffen zu legen, das sich in den letzten Jahren zu einem der kreativsten und vielseitigsten der Welt entwickelt hat. In den Wettbewerben der gro├čen A-Festivals sind israelische Kinofilme regelm├Ą├čig erfolgreich zu Gast. Gleichzeitig erregen zahlreiche Serien aus Israel internationale Aufmerksamkeit und werden nicht selten von den gro├čen US-Serien Produzenten adaptiert. Bekanntestes Beispiel ist die Serie "Homeland", die auf der israelischen Serie "Hatufim ÔÇô In der Hand des Feindes" basiert.

Sonderreihe zum Hollywood-Star Hedy Lamarr (1914 - 2000)

Es ist wohl eine der au├čergew├Âhnlichsten Geschichten, die Hollywood zu bieten hat: Hedy Lamarr ("M├Ądchen im Rampenlicht", "Samson und Delilah") stand als Star an der Spitze Hollywoods ÔÇô ihre intellektuellen F├Ąhigkeiten waren dort nicht gew├╝nscht. Sie wurde in Wien als Hedwig Kiesler geboren und emigrierte 1938 nach Amerika. In Hollywood feierte sie als Schauspielerin, insbesondere in den 1940er Jahren, etwa in Cecil B. DeMille┬┤s biblischen Blockbustern, gro├če internationale Erfolge.

F├╝r ihre wissenschaftlichen F├Ąhigkeiten hingegen wurde Hedy Lamarr zu ihren Lebzeiten nicht wahrgenommen:
Sie erfand in den 1940er Jahren gemeinsam mit dem Komponisten Georg Antheil ein st├Ârungsgesichertes Fernsteuerungssystem f├╝r Torpedos als Waffe gegen die Nazis. Dies h├Ątte zur Niederlage der Nazis beitragen k├Ânnen. Sie wollte ihr Patent der amerikanischen Marine ├╝bergeben, wurde aber abgewiesen - sie solle lieber K├╝sse gegen Kriegsanleihen verkaufen. Ihre Forschungen, die heute Grundlage kabelloser Kommunikation sind, dienten als Basis f├╝r sichere WiFi-, GPS- und Bluetooth-Verbindungen.

Kern der Filmreihe zu Hedy Lamarr ist neben Filmen, in denen sie mitspielt, die preisgekr├Ânte Dokumentation "Bombshell ÔÇô The Hedy Lamarr Story", die vor allem eine sp├Ąte W├╝rdigung ihres unentdeckten Lebens als Erfinderin und als Wissenschaftlerin ist. Nach der Weltpremiere auf dem Tribeca Film Festival hat der Dokumentarfilm von Alexandra Dean, produziert von Susan Sarandon, den Preis "Best of Fest" in Nantucket sowie den Publikumspreis auf dem San Francisco Jewish Film Festival gewonnen. Der Film startet am 16. August 2018 in den deutschen Kinos.

Festivalkino: Delphi Lux

Auch in diesem Jahr pr├Ąsentiert das JFBB ein umfassendes Programm an verschiedenen Spielorten in Berlin und Brandenburg. Zentraler Standort des Festivals ist in diesem Jahr aber erstmalig das im Sommer 2017 er├Âffnete Delphi Lux im Yva-Bogen, Kantstra├če 10, direkt am Bahnhof Zoo. Neben dem Delphi Lux findet das 24. JFBB noch in 13 weiteren Spielorten in Berlin und Brandenburg statt, darunter das Filmmuseum Potsdam, das City Kino Wedding oder das Theater Brandenburg.

Hochkar├Ątige Jury f├╝r den Gershon Klein Preis

Das J├╝dische Filmfestival Berlin & Brandenburg vergibt auch in diesem Jahr die mit insgesamt 7.000 ÔéČ dotierten Gershon-Klein-Filmpreise, die allj├Ąhrlich von der Familie Klein gestiftet und an erfolgreiche FilmregisseurInnen verliehen werden.

Den Preis f├╝r den "Besten Israelischen Spielfilm" vergibt in diesem Jahr eine Jury aus drei international anerkannten Filmkritikerinnen und Festivalmacherinnen:
Hannah Brown ist die Kino- und TV-Kritikerin der Jerusalem Post. Zuvor war sie Filmkritikerin bei der New York Post. Texte von ihr erschienen aber auch schon in der New York Times, Newsweek, Forward, Jerusalem Report oder Daily Beast.
Alissa Simon leitet derzeit die Programmplanung beim Palm Springs International Film Festival, programmiert f├╝r das Chicago International Film Festival und ber├Ąt das Dubai International Film Festival in Programmfragen. Sie schreibt regelm├Ą├čig ├╝ber Film, FilmemacherInnen und Filmfestivals f├╝r das Branchenblatt Variety.
Katja Nicodemus ist langj├Ąhrige Filmkritikerin bei der Wochenzeitung Die Zeit und berichtet von den wichtigen internationalen Filmfestivals. Ihre ersten Filmkritiken erschienen bei der taz.

Das komplette und tagesaktuelle Festivalprogramm ist ab Mitte Juni 2018 online unter: www.jffb.de sowie unter: www.facebook.com/jffberlin

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Das 23. J├╝dische Filmfestival Berlin & Brandenburg findet vom 2. bis zum 11. Juli 2017 statt. Er├Âffnungsfilm: Die Geschichte der Liebe
Es ist das gr├Â├čte Forum f├╝r den j├╝dischen und israelischen Film in Deutschland ÔÇô und noch viel mehr als nur ein Filmfestival! Filmisch bietet das Festival in seinem Programm wieder einmal die gesamte Bandbreite des aktuellen kreativen Schaffens ÔÇô vom anspruchsvollen Independent- und Arthousekino ├╝ber Dokumentarfilme bis hin zum Essayistischen und Experimentellen. In diesem Jahr zeigt das Festival eine Sonderreihe zum Thema "100 JAHRE UFA" und die Retrospektive "Dem Vergessen Entrissen".

22. J├╝disches Filmfestival Berlin & Brandenburg
In diesem Jahr pr├Ąsentiert das JFBB das umfassendste Programm seit Bestehen des Festivals vom 4. - 19. Juni 2016 mit ├╝ber 50 Veranstaltungen und fast 40 Filmen, die an 13 Spielorten in Berlin und Brandenburg gezeigt werden. (2016)

Skandal - Bundesmittel f├╝r Deutschlands gr├Â├čtes und traditionsreichstes j├╝disches Filmfestival gestrichen
Damit ist das 1995 von Nicola Galliner gegr├╝ndete Festival, das in den Jahren 2013, 2014 und 2015 ├╝ber den aus Bundesmitteln best├╝ckten Hauptstadtkulturfonds mit j├Ąhrlich ÔéČ 100.000 unterst├╝tzt wurde, nur drei Monate vor seiner geplanten Er├Âffnung am 04. Juni 2016 in seiner Existenz bedroht. (2016)

21. J├╝disches Filmfestival Berlin & Potsdam vom 10. - 20. Mai 2015

20. J├╝disches Filmfestival Berlin & Potsdam vom 30. M├Ąrz bis zum 13. April 2014

19. J├╝disches Filmfestival Berlin & Potsdam vom 29. April bis 12. Mai 2013. Er├Âffnungsfilm: Zaytoun von Eran Riklis

18. J├╝disches Filmfestival Berlin und Potsdam

Gershon-Klein-Filmpreise f├╝r FOOTNOTE, SIX MILLION AND ONE und Publikumspreis f├╝r LIFE IN STILLS

17. J├╝disches Filmfestival Berlin und Potsdam

Interview mit Tamar Tal, Regissserin von "Life in Stills" Die u.a. mit dem Publikumspreis des 18. J├╝dischen Filmfestivals ausgezeichnete Doku erschien am 11. Januar 2013 als DVD

Der Personalmanager. The Human Resources Manager - a film by Eran Riklis, DVD available 25.05.2012. AVIVA-Interview with the director

Neue Veranstaltungsreihe des Jewish Film Festival Berlin 2010

16. Jewish Film Festival 2010

15. Jewish Film Festival 2009

Das AVIVA-Interview mit Nicola Galliner im Rahmen des 9. Jewish Film Festival in 2003.






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