Halle ist überall – Stimmen jüdischer Frauen. Mit Fotos von Sharon Adler und anderen. Herausgegeben von Nea Weissberg, Lichtig Verlag - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Literatur Juedisches Leben



AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2020 - Beitrag vom 28.09.2020


Halle ist überall – Stimmen jüdischer Frauen. Mit Fotos von Sharon Adler und anderen. Herausgegeben von Nea Weissberg, Lichtig Verlag
Bela Noßmann

"Mutig sein, stark bleiben". In emotionalen wie analysierenden Beiträgen reflektieren die in dieser Anthologie vertretenen zwanzig Jüdinnen der I., II. und III. Generation ihre persönlichen Erfahrungen, Gedanken und Gefühle zu ihrem Leben als Jüdin in Deutschland – vor und nach Halle. Ein Jahr nach dem Anschlag auf die Betenden in der Synagoge in Halle an der Saale an Yom Kippur…




… dem höchsten jüdischen Feiertag, macht die Verlegerin Nea Weissberg mit diesem Buch ihre Stimmen sichtbar.

Es war nur eine einfache Holztür, die den Attentäter aufgehalten hat, nur durch sie überlebten an diesem 9. Oktober 2019 alle 52 Beter_Innen in der Synagoge von Halle. Doch in unmittelbarer Umgebung der Synagoge erschoß der Täter anschließend zwei Menschen, Jana Lange und Kevin Schwarze, und verletzte auf seiner Flucht drei andere Menschen schwer. Dass besonders diese Menschen im Fokus des Prozesses vor dem Oberlandesgericht Naumburg im Landgericht Magdeburg stehen sollten, fordern die Nebenkläger_innen in ihrer gemeinsamen Erklärung vom 20.07.2020, in der sie auch dazu auffordern "(…) dass dieser Prozess dazu dient, den Mythos des "isolierten Einzeltäters" aufzudecken und eine verantwortungsvolle Politik zur Bekämpfung der zunehmenden Online-Radikalisierung zu entwickeln."

Kurze Zeit nach dem Anschlag entschloss sich die Herausgeberin des Lichtig Verlags, Nea Weissberg, auf dieses antisemitische Ereignis zu reagieren, das bei ihr Erinnerungen an die NS-Zeit wachrief. Nea Weissberg ist nicht allein Verlegerin, sondern eine langjährige Engagierte – für einen Austausch zwischen Juden_Jüdinnen und Nicht-Juden_Jüd_innen in Deutschland über den Nationalsozialismus und dessen Nachwirkungen bei Täter_innen und Opfern. In diesem Buch geht es um die Reaktionen derjenigen, die mit diesem Attentat gemeint waren und in unserer Gesellschaft antisemitischen Anfeindungen ausgesetzt sind - oft schutzlos und oft seit Jahrzehnten.

"Wenn ein Mensch allein in seiner Gedankenperspektive verharrt, verbindet sich diese mit Angst." (Nea Weissberg)

19 jüdische Frauen konnte Nea Weissberg dafür gewinnen, nach diesem Anschlag ihre Stimme vor allem an die nicht-jüdische Mehrheitsbevölkerung zu richten. Die Autorinnen sprechen nicht allein darüber, was dieser Yom Kippur am 9. Oktober 2019 mit ihnen gemacht hat. Vielmehr erzählen sie uns ihre Lebensgeschichte: Von der Familie, die sie geprägt hat. Von Familienmitgliedern, die in der Shoah ermordet wurden. Und wie sie sich als Jüdinnen in dieser Gesellschaft verorten, in der sich so viele unsensibel und grob gegenüber denen verhalten, die von Antisemitismus betroffen sind. Auch beschreiben die Autorinnen ihre Sicht auf ihre jüdische Identität und was diese für sie bedeutet.

Rituelle Kultobjekte sind Identifikationszeichen, sie haben ihren praktisch-religiösen Verwendungszusammenhang sowohl in der Synagoge als auch im Familienhaushalt. Alexandra Jacobson erbte das Gebetbuch mit Liedersammlung aus dem Jahr 1867 ihrer Großmutter Lina Mayer. Die Mutter von Romina Wiegemann übergab ihrer Tochter ein klitzekleines Gebetbuch, die Tochter schenkte es ihrem Sohn Ioni, setzte die mütterliche Tradition fort und legte den Siddur als Schutz unter die Bettmatratze.

Im jüdischen Traditionszusammenhang sind Judaica selbstverständlich integriert, in einer nichtjüdischen Umgebung erfüllen sie lediglich eine dekorative Funktion und konterkarieren somit das Gedenken an die Shoah. Denn, wie viele geraubte Objekte "aus jüdischem Eigentum haben ganz gewöhnliche deutsche Bürger ihren Kindern, Enkeln und Urenkeln vermacht?"

Jede Frau in "Halle ist überall" hat ihren Beitrag zusätzlich mit einem rituellen Kultgegenstand, mit Erinnerungsstücken, historischen Dokumenten oder persönlichen Briefen, oder mit einem Familienfoto ergänzt – Fotografien dieser Gegenstände schließen die Beiträge ab. Sie berühren in ihrer Direktheit, schaffen eine unerwartet zarte Nähe, die eine/n die Verletzbarkeit spüren lässt: Als ob das Foto von Ethel, der Tante von Maya Zehden, aus der Buchseite herauszutreten scheint. Gleichzeitig wird daran erinnert, dass Ethel in Auschwitz ermordet wurde.

Den Shoa-Überlebenden wurde vieles gewaltsam weggenommen. Die Herzenswärme aber, die Jutta Prajs von ihren Eltern geschenkt bekommen hat, wird in dem Arrangement der von der Tochter ausgewählten Erinnerungsstücke gespiegelt und in dem Bildtitel: "Keiner kann mir die Liebe, die ihr mir gegeben habt, wegnehmen."
Das von Eva Nickel ausgesuchte Foto zeigt ihre Großmutter Luise Nickel. Eine mutige Widerstandskämpferin, die unter Lebensgefahr jüdischen Frauen, Männern und Kindern Unterschlupf gab.

All diese Lebensgeschichten und Abbildungen zeigen einen Ausschnitt aus der Diversität der jüdischen Community in Deutschland – säkular, religiös, aus Israel, Kanada, Südamerika oder Osteuropa eingewandert, in der Bundesrepublik Deutschland oder in der DDR aufgewachsen.

Luba Meyer hat den Anschlag erlebt und überlebt. Sie lebt erst seit wenigen Jahren ein religiöses Judentum. Sie erzählt von ihrer Großmutter Emilia Manjuk – Mila –, die durch Herzenswärme, wunderbares Essen und Zugewandtheit Zuflucht und Zentrum der Familie in ihrer Geburtsstadt St. Petersburg und später in Halle gewesen ist. Ihre innere Stärke ist der Autorin Vorbild, besonders in schweren Zeiten. Luba Meyer schließt mit der Frage "Wird Deutschland für immer mein Zuhause bleiben?" – und damit mit der Einsicht, dass Deutschland der jüdischen Minderheit keinen ausreichenden Schutz und keine Sicherheit bietet – und bemerkenswert wenig dafür tut, diese Zustände zu ändern.

Es ist ein Geschenk, solch einen tiefen und intimen Einblick in diese Biografien zu erhalten – und es ist sehr mutig, diese Einblicke so schonungslos zu gestalten. Das gilt für alle Autor_innen und ihre Geschichten.
So divers die Perspektiven sind, einig sind sich jedoch alle in einem, wie auch Sharon Adler in ihrem Beitrag "Denk´ ich an Halle in der Nacht" verdeutlicht: überrascht war keine von dem Attentat. Den Leser_innen, die überrascht sind von diesen Wahrnehmungen, lässt sich nur folgendes sagen: Besser informieren und besser zuhören, Juden und Jüdinnen ernster nehmen, sich selbst mehr Zivilcourage und Engagement abverlangen.

Nichtsdestotrotz sind die Beiträge kontrovers, denn die politischen Einschätzungen sind unterschiedlich. Das Nebeneinander verschiedener Einstellungen fällt positiv auf, ist ganz anders als die sonst so verbissene Art, Diskussionen zu führen. Viele der Autor_innen sind seit Jahrzehnten gesellschaftspolitisch aktiv, engagieren sich wie Rebekka Nieten "Braucht der Dialog einen andere Dimension? Resumee nach Halle und Hanau" für den Gedankenaustausch von muslimischen und jüdischen Menschen, andere wie Maya Zehden sind in der christlichen-jüdischen Zusammenarbeit aktiv oder setzen sich wie Julia Y. Alfandari für Bündnisse unter all denjenigen ein, die von der Mehrheitsgesellschaft ausgegrenzt werden: "Ich bin eine Riesen-Unterstützerin vom politischen Allianzen, welche ich als Prozess und Methode verstehe ... Es ist ein ständiger und unbequemer Aushandlungsprozess..." (…) Antisemitismus und Formen von Rassismus sind verschieden..."

Zur Sprache kommen auch die Grenzen dieser Aktivitäten. Auch diese teils bitteren Enttäuschungen müssen anerkannt und ausgehalten werden.
Doch viel wichtiger ist darüber hinaus die persönliche und intime Ebene, die alle Frauen eröffnen, die Einblicke, die sie gewähren. Das ist weitaus mehr als politisches und wahrscheinlich auch existenzielles Engagement. "Halle. Den Betenden ist nichts passiert. Zwei andere Menschen mussten sterben. Gefahr und Tote bleiben abstrakt, und ganz im Sinne von Oma und Opa besinne ich mich: Mutig sein, stark bleiben", so betitelt Claudia Münz ihren Beitrag. Von solchem Mut sollten sich alle Leser_innen etwas abschneiden.

AVIVA-Tipp: Die versammelten Biografien und Perspektiven auf Geschichte und Gegenwart sind vielfältig, sie sind kontrovers, doch vor allem sind sie persönlich. Sie spiegeln die deutsche Geschichte wider, die Entstehung beider deutscher Staaten nach der NS-Zeit, die Wiedervereinigung (hier ist besonders der Beitrag "Welche Zeitgeschichten erinnern wir?" von Nea Weissberg hervorzuheben) bis zu den hochaktuellen Debatten um Rassismus und Antisemitismus, um die Anerkennung von Schmerz, von unterschiedlichen Lebensrealitäten und Möglichkeiten in dieser Gesellschaft. Gerade für die nicht-jüdische Leser_innenschaft ist die Lektüre dieses Buch essenziell, denn jede Stimme ist auch ein Angebot der Auseinandersetzung mit Lebenrealitäten, die manchen nicht-jüdischen Leser_innen unvertraut sein könnten. Dieses Angebot sollten sie nutzen.

Zur Autorin: Nea Weissberg , geboren am 17. Dezember 1951 in Berlin als Tochter polnischer Juden_Jüdinnen und Shoaüberlebender. Sie ist Pädagogin, Autorin, cand. Director of Psychodrama am "Isis Israel". Sie gründete 1993 den Lichtig Verlag, in dem sie Literatur zur jüdischen Gegenwart und Geschichte, zum Thema Zweite Generation und dem Leben als Mutter einer Tochter mit Behinderung herausbringt.

Nea Weissberg (Hrsg.)
Halle ist überall – Stimmen jüdischer Frauen. Mit Fotos von Sharon Adler und anderen

Lichtig Verlag, erschienen August 2020
Softcover, 162 Seiten, mit Bildmaterial
Preis: 20,00 Euro
ISBN: 978-3-929905-42-7
Mehr zum Buch unter: www.lichtig-verlag.de

Mehr zum Thema:

Der Opferfonds CURA unterstützt Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt und berichtet über den #HalleProzess > twitter.com/opferfondscura

Der von Anwält_innen, im Dialog mit Nebenkläger_innen und Aktivist_innen initierte Blog PROZESS REPORT HALLE veröffentlicht unter www.halle-prozess-report.de detaillierte und tägliche Berichte des Prozesses.

AVIVA-Literaturempfehlungen, weitere Neuerscheinungen (2019 + 2020) (kein Anspruch auf Vollständigkeit)

"Antisemitismus an Schulen in Deutschland" von der Professorin für Diskriminierung und Inklusion in der Einwanderungsgesellschaft an der Frankfurt University of Applied Science, Julia Bernstein. Einer ihrer Forschungsschwerpunkte ist Antisemitismus.
Mehr zum Buch: www.beltz.de

"Israelbezogener Antisemitismus" von Julia Bernstein
Mehr zum Buch: www.beltz.de

"Antisemitismus in der Schule: Handlungsmöglichkeiten der Schulsozialarbeit" von der Professorin für Sozialwissenschaften im Fachbereich Sozial- und Bildungswissenschaften an der Fachhochschule Potsdam Gudrun Perko.
Mehr zum Buch: www.beltz.de

"Schonzeit vorbei: Über das Leben mit dem täglichen Antisemitismus" von Bloggerin Juna Grossmann ("irgendwie jüdisch" irgendwiejuedisch.com)
Mehr zum Buch: www.droemer-knaur.de

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Halina Birenbaum - Ich suche das Leben bei den Toten
Der Holocaust ist für die Gegenwart Überlebender ein ständiger Begleiter der ihr Leben und das ihrer Kinder berührt und beeinflusst. Die Autorin und Dichterin Halina Birenbaum ("Die Hoffnung stirbt zuletzt") erzählt in ihrem Buch von ihrer Erinnerung an ihre Familie, ihrem Lebensalltag in Israel und was es heißt, in Polen und Deutschland als Zeitzeugin zu den nachfolgenden Generationen zu sprechen. Eine Femmage an Halina Birenbaum von Nea Weissberg. (2020)

Delphine Horvilleur - Überlegungen zur Frage des Antisemitismus
Delphine Horvilleur ist neben Pauline Bebe, Floriane Chinsky und Danièla Touati eine von vier Rabbinerinnen in Frankreich. In ihrem Essay schildert und analysiert sie verschiedenste Aspekte des Judenhasses sowie beleuchtet Verknüpfungen von Antisemitismus, Faschismus und Misogynie. Dazu wendet sie sich den Schriften aus der Torah und dem Talmud zu. (2020)

Gemeinsam gegen Antisemitismus: ZWST, Beratungsstelle OFEK und Bundesverband RIAS vereinbaren neue Kooperation
Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V. (ZWST), die Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung OFEK e.V. und der Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (RIAS) e.V. (2020)

Berliner Büro des American Jewish Committee (AJC) stellt 12-Punkte Aktionsplan zur Bekämpfung des Antisemitismus in Deutschland auf
Angestoßen durch die Äußerung des Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung, Dr. Felix Klein, dass er Juden nicht empfehlen würde, überall eine Kippa zu tragen, veröffentlicht das AJC am 28. Mai 2019 einen Plan zur Bekämpfung des Antisemitismus. Außerdem in diesem Beitrag: Die AVIVA-Linkliste informiert zu Initiativen und Organisationen, die sich gegen Antisemitismus engagieren. (2019)

Jahresbericht von RIAS Berlin: Antisemitismus 2018 gewalttätiger und direkter
Häufiger als zuvor nahm Antisemitismus im vergangenen Jahr in Berlin verrohte Formen an. Dies geht aus dem "Bericht antisemitischer Vorfälle 2018" hervor, den die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin (RIAS Berlin) am 17.04.2019 vorstellte. In ihrer - auf AVIVA-Berlin veröffentlichten - Pressemitteilung dokumentiert RIAS Berlin Zahlen, Fakten und O-Töne. Außerdem in diesem Beitrag: Die AVIVA-Linkliste informiert zu Initiativen und Organisationen, die sich gegen Antisemitismus engagieren. (2019)

Antisemitismus in der Schule: Erste Bundesweite Bestandsaufnahme dokumentiert geringes Problembewusstsein und Engagement bei schulischen AkteurInnen und Bundesländern
Antisemitische Haltungen von LehrerInnen und SchülerInnen, antisemitische Inhalte und Weiterverbreitung von Klischeebildern in Schulbüchern. Das Schul- und Universitätssystem weist diverse Schwachstellen auf, die Antisemitismus in Bildungseinrichtungen erst möglich machen. Das Gutachten des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin mit der Universität Gießen vom Januar 2019 liefert zwar keine Zahlen. Dafür zeigt es präzise auf, wo Handlungsbedarf besteht.(2019)

Olivia Rosenthal - Überlebensmechanismen in feindlicher Umgebung
Eine feindliche Umgebung voller Unsicherheiten, Düsternisse und Bedrohungen präsentiert die französische Schriftstellerin Olivia Rosenthal ("Wir sind nicht da, um zu verschwinden") in ihrem neuen Roman. Verlust, Schuld, Angst sind die Themen in diesem spannungsgeladenen Werk, das alptraumhafte Szenerien mit großer Brillanz fühlbar macht. (2017)

Gila Lustiger - Erschütterung. Über den Terror
Leider wieder hochaktuell ist Gila Lustigers wegweisendes Essay über den Terror in Frankreich. Erst im Juni 2016 wurde die in Paris lebende deutsch-jüdische Autorin für ihr "widerständiges Erzählen im Sinne von Freiheit und Humanität" mit dem Jakob-Wassermann-Literaturpreis der Stadt Fürth ausgezeichnet. (2016)

Nea Weissberg, Jürgen Müller-Hohagen. Beidseits von Auschwitz Identitäten in Deutschland nach 1945. Dreißig Beiträge, Schlussgedanken von Halina Birenbaum
Viel zu spät wird die Frage nach den seelischen Auswirkungen des NS nicht mehr allein den Kindern der Opfer, sondern auch den Kindern der Tatbeteiligten gestellt. Denn während die Frage nach der Identität für die Nachkommen der Verfolgten keineswegs eine neue ist im öffentlichen Diskurs oder in literarischen und akademischen Publikationen, ist sie das weitestgehend für die Nachkommen der Verfolgenden. Ein Zufall, dass diese Initiative von jüdischer Seite kommt, ist es nicht. (2016)

20 JAHRE LICHTIG VERLAG. Ein Portrait der Verlegerin Nea Weissberg Auslöser für die Gründung des Verlages, mit dem Nea Weissberg einen kontinuierlichen Dialog zwischen jüdischen und nichtjüdischen Deutschen fördert, war 1989 die Begegnung mit Halina Birenbaum (2014)

Das Weiterleben der Ruth Klüger. Ein Film von Renata Schmidtkunz
Renommierte Literaturwissenschaftlerin, gefeierte Autorin, Feministin, Mutter, Großmutter, Überlebende der Shoa. Die Dokumentation zeigt eine facettenreiche und beeindruckende Persönlichkeit. beim Denken an verschiedenen Schauplätzen ihres Lebens und Wirkens. Der Beitrag verweist auch auf AVIVA-Buchrezensionen von Werken von Ruth Klüger, darunter "unterwegs verloren", "Was Frauen schreiben" und "Katastrophen" (2013)

Alles hat seine Zeit. Rituale gegen das Vergessen. Herausgegeben von Felicitas Heimann-Jelinek und Bernhard Purin
Der Katalog zur gleichnamigen Ausstellung, die vom 18. Oktober 2013 bis 9. Februar 2014 im Jüdischen Museum Berlin zu sehen war, befasst sich mit Form und Herkunft jüdischer Übergangsriten und Passagen, sowie mit deren individuellen und kollektiven Bedeutung gegen das Vergessen. (2013)




Literatur > Jüdisches Leben

Beitrag vom 28.09.2020

AVIVA-Redaktion 






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