Von nichts kommt nichts. Aktion√§rinnen fordern Gleichberechtigung 2017 - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 28.11.2017

Von nichts kommt nichts. Aktionärinnen fordern Gleichberechtigung 2017. djb und BMFSFJ stellten am 24. November 2017 im BMFSFJ in Berlin weitere Projektergebnisse vor
AVIVA-Redaktion

Frei definierbare Zielgr√∂√üen f√ľr den Frauenanteil im Management zeigen wenig Wirkung. "Die noch viel zu oft gew√§hlte ¬īZielgr√∂√üe Null¬ī f√ľr Vorst√§nde ist ein Ruf nach weiterer Regulierung und verbindlicheren Pflichten zur Erh√∂hung des Frauenanteils in den F√ľhrungsebenen der Wirtschaft. Innovation und Exzellenz bedeuten, auch in diesem Bereich klare Ziele und wirksame Ma√ünahmen zur Zielerreichung zu entwickeln", so Prof. Dr. Maria Wersig, Pr√§sidentin des Deutschen Juristinnenbunds e.V. (djb).





Maria_Wersig
Maria Wersig © Sharon Adler, AVIVA-Berlin.


Seit 2009 besucht der djb die Hauptversammlungen insbesondere der DAX-30-Unternehmen. Er hat durch konsequente Fragen nach den Geschlechterverh√§ltnissen in Aufsichts- und Leitungsgremien ma√ügeblich den Weg f√ľr das Gesetz f√ľr die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und M√§nnern an F√ľhrungspositionen in der Privatwirtschaft und im √∂ffentlichen Dienst geebnet. W√§hrend die 30-Prozent-Quote in den Aufsichtsr√§ten b√∂rsennotierter und voll mitbestimmter DAX-30-Unternehmen √ľberwiegend umgesetzt wurde, sind die Zielgr√∂√üenregelungen ein gro√üer Schwachpunkt.

In Kooperation mit dem Bundesministerium f√ľr Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) pr√§sentierte der djb am 24. November 2017 im BMFSFJ in Berlin die Projektergebnisse. Mit kabarettistischem Auftakt von Sigrid Grajek alias Coco Lores √ľber "Frauen in F√ľhrungspositionen" informierten wissenschaftliche Vortr√§ge √ľber den Status Quo.

Sigrid Grajek alias Coco Lores
Sigrid Grajek alias Coco Lores © Sharon Adler, AVIVA-Berlin.


Die Hochschullehrerin an der Europa Universit√§t Viadrina, Frankfurt/Oder, Professorin Dr. Eva Kocher, thematisierte in ihrem Vortrag "Die deutsche Wirtschaft. Von Freiwilligkeit und Verpflichtung" das Erfordernis der Bereitschaft f√ľr eine nachhaltig geschlechtergerechte Personalpolitik vor dem Hintergrund der geltenden gesetzlichen Regelung: "Freiwilliges Engagement von Unternehmen im Interesse der Gleichstellung ist unabdingbar, um einen Wandel der Unternehmenskulturen zu erreichen", so Eva Kocher. "Freiwilligkeit sollte aber nicht zu Beliebigkeit werden."

EvaKocher
Eva Kocher © Sharon Adler, AVIVA-Berlin


Die Pr√§sentation der Projektergebnisse: "Zur Notwendigkeit einer Quote f√ľr Vorst√§nde" lag in der Hand von Past Pr√§sidentin des djb, Ramona Pisal, Landgerichtspr√§sidentin in Cottbus.
"Es geht um Macht, Geld und Einfluss, und freiwillig wird hier nicht geteilt", wie Ramona Pisal schon seit vielen Jahren immer wieder betont.

Ramona Pisal
Ramona Pisal © Sharon Adler, AVIVA-Berlin.


Die Leiterin der Abteilung Gleichstellung im BMFSFJ, Christine Morgenstern, hob hervor: "Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die verbindliche 30-Prozent-Regelung des Gesetzes f√ľr b√∂rsennotierte und parit√§tisch mitbestimmte Unternehmen Tatsachen schafft. Die Reihen dieser Aufsichtsr√§te f√ľllen sich langsam mit mehr Frauen. Jetzt muss diese Entwicklung in den Vorst√§nden weitergehen. Die Befragungen des djb auf den Hauptversammlungen der 30 gr√∂√üten Unternehmen unseres Landes sind ein wertvoller Beitrag, um herauszufinden, wo es bei den Unternehmen nicht funktioniert und wo wir genauer hinschauen m√ľssen."

Christine Morgenstern
Christine Morgenstern © Sharon Adler, AVIVA-Berlin



Der djb fordert ‚Äď auch angesichts der ausgewerteten Projektergebnisse ‚Äď verbindliche Quotenregelungen f√ľr alle F√ľhrungspositionen in deutschen Unternehmen. Um dieses Ziel zu erreichen, wird eine Nachbesserung des Gesetzgebers unabdinglich sein. Denn: Von nichts kommt nichts.

Mehr Informationen unter: www.djb.de

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F√ľnf Monate nach Einf√ľhrung der Geschlechterquote ist der Frauenanteil in Aufsichtsr√§ten von 26,8 auf 30,2 Prozent gestiegen ‚Äď stagniert aber bei nur 9,6 Prozent in den Vorst√§nden, meldet das DIW am 10. Juni 2016. (2016)

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Lange war es ein politisches Streitthema, nun steht es im Koalitionsvertrag: Ab 2016 sollen die Posten in Aufsichtsräten von börsennotierten Unternehmen mindestens zu 30 Prozent von Frauen besetzt werden. Die VerhandlerInnen in der Arbeitsgruppe Familie einigten sich auf diesen Kompromiss. (2016)

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Der Deutsche Juristinnenbund pr√§sentierte in Berlin die Ergebnisse des Projektes "Aktion√§rinnen fordern Gleichberechtigung - Erh√∂hung des Frauenanteils in F√ľhrungspositionen deutscher Unternehmen". (2010)





Quelle: PRESSEMITTEILUNG Deutscher Juristinnenbund e.V., Vereinigung der Juristinnen, Volkswirtinnen und Betriebswirtinnen, Berlin, 24. November 2017

Copyright Fotos: Sharon Adler

Women + Work Beitrag vom 28.11.2017 AVIVA-Redaktion 





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